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Ökonomischer Eigenkapitalwert

Ökonomischer Eigenkapitalwert (EVE): Definition und Risiken



Was ist der wirtschaftliche Wert des Eigenkapitals (EVE)?


Der wirtschaftliche Wert des Eigenkapitals (EVE) berechnet die Differenz zwischen den Barwerten der Zahlungsströme aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten einer Bank und dient als Instrument zur Bewertung des langfristigen Zinsrisikos. Diese Messung ist entscheidend für das Aktiv-Passiv-Management, die Einhaltung regulatorischer Vorschriften und die Erstellung von Modellen, die die Auswirkungen von Zinsschwankungen auf das Kapital prognostizieren.

EVE ist einfach der Nettobarwert (NPV) der Zahlungsströme einer Bank aus ihrer Bilanz. Banken verwenden diese Berechnung im Aktiv-Passiv-Management, um Veränderungen des wirtschaftlichen Werts zu messen.



Wichtig


Das EVE-Risiko ist definiert als die Wertempfindlichkeit einer Bank gegenüber Änderungen der Marktzinsen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Der wirtschaftliche Wert des Eigenkapitals (EVE) ist eine Cashflow-Berechnung, die den Nettobarwert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Bank misst.
  • EVE bewertet das langfristige Zinsrisiko und unterscheidet sich damit vom Ertragsrisiko, das sich auf kurzfristige Risiken konzentriert.
  • Banken nutzen EVE, um die Sensitivität des Gesamtkapitals gegenüber Zinsänderungen zu bewerten und Stresstests durchzuführen.
  • Die Berechnung des EVE für Produkte mit ungewisser Laufzeit wie Einlagen kann aufgrund der Unsicherheit künftiger Zahlungsströme eine Herausforderung darstellen.
  • Finanzaufsichtsbehörden verlangen von Banken, regelmäßig EVE-Berechnungen durchzuführen, um ein ordnungsgemäßes Risikomanagement sicherzustellen.


Wie der wirtschaftliche Wert des Eigenkapitals (EVE) funktioniert


Der wirtschaftliche Wert des Eigenkapitals ist eine Cashflow-Berechnung, die den Barwert der erwarteten Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten vom Barwert aller erwarteten Zahlungsströme aus Vermögenswerten abzieht. Dieser Wert wird als Schätzung des Gesamtkapitals verwendet, wenn die Sensitivität des Gesamtkapitals gegenüber Zinsschwankungen bewertet wird. Eine Bank kann diese Kennzahl verwenden, um Modelle zu erstellen, die zeigen, wie sich Zinsänderungen auf ihr Gesamtkapital auswirken.

Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Bank stehen in direktem Zusammenhang mit den Zinssätzen. Eine Bank erstellt Modelle mit allen Bestandteilen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die die Auswirkungen verschiedener Zinsänderungen auf ihr Gesamtkapital zeigen. Diese Risikoanalyse ist ein wichtiges Instrument, das es Banken ermöglicht, sich auf ständig wechselnde Zinssätze vorzubereiten und Stresstests durchzuführen.

Ein international anerkannter Standard zur Bestimmung des Zinsrisikos ist der Stresstest des EVE. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht empfiehlt einen Stresstest von plus und minus 2 % auf alle Zinssätze, und die US-Bankenregulierung verlangt eine regelmäßige Analyse des EVE.12

Verwechseln Sie den wirtschaftlichen Wert des Eigenkapitals nicht mit dem Ertragsprofil einer Bank. Höhere Zinssätze können die Erträge einer Bank erhöhen, senken aber häufig den EVE. Dies liegt an der umgekehrten Beziehung zwischen Vermögenswerten und Zinssätzen im Gegensatz zur direkten Beziehung bei Verbindlichkeiten. Allerdings besteht zwischen EVE und Bankerträgen eine Beziehung in dem Sinne, dass ein höherer EVE das Potenzial für höhere zukünftige Erträge aus der Eigenkapitalbasis erhöht.



Wichtig


Bankenaufseher verlangen von Banken, regelmäßige EVE-Berechnungen durchzuführen.1



Herausforderungen und Grenzen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals (EVE)


Die Berechnung des Nettobarwerts einer Anleihe ist einfach, aber es ist schwierig, zukünftige Zahlungsströme für Einlagenkonten und andere Finanzinstrumente ohne Laufzeit vorherzusagen. Diese Produkte haben oft ungewisse Laufzeiten und ungleiche Zahlungsströme. EVE-Modellierer müssen Annahmen für bestimmte Verbindlichkeiten treffen, die von der Realität abweichen können. Da es sich bei EVE um eine detaillierte Berechnung handelt, ist es außerdem schwierig, komplexe Produkte mit eingebetteten Optionen zu modellieren. Diese Komplexität lässt Raum für Interpretationen und subjektive Beurteilungen durch die Modellierer oder deren Vorgesetzte.

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