Überangebot
Überangebot verstehen: Ursachen, Auswirkungen und Lösungen
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Überangebot tritt auf, wenn der Markt mehr Produkte hat, als die Verbraucher wünschen.
- Bei Rohstoffen kann ein Überangebot die Preise drücken und die Produzenten finanziell schädigen.
- Produzenten können die Produktion reduzieren oder Waren rabattieren, um ein Überangebot zu bewältigen.
- Ein Überangebot an Rohstoffen umfasst oft Lagerhaltung, nicht nur unverkaufte Bestände.
- Ein Überangebot hält länger an, wenn Preise und Mengen unflexibel sind.
Was ist ein Überangebot?
Ein Überangebot ist eine übermäßige Menge eines Produkts, die entsteht, wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot, was zu einem Überschuss führt.
Wie ein Überangebot die Märkte beeinflusst und seine UrsachenEinfach ausgedrückt spricht man von einem Überangebot, wenn mehr Produkte zum Verkauf angeboten werden, als die Leute zum aktuellen Preis kaufen möchten. Obwohl der Kontext variieren kann, resultiert ein Überangebot aus Überproduktion und führt zur Anhäufung unverkäuflicher Lagerbestände. Preisniveaus und Überangebot sind stark korreliert.
Es gibt viele Gründe, warum ein Überangebot auftreten kann. Ein Überangebot eines aktuellen Produkts kann entstehen, weil die Leute auf eine verbesserte Version einer Serie warten, wie z. B. Smartphones eines bestimmten Herstellers. Ein Überangebot kann auch in Situationen auftreten, in denen der Preis der Ware oder Dienstleistung zu hoch ist und die Leute einfach nicht bereit sind, zu diesem Preis zu kaufen. Ein Überangebot kann auch einfach darauf zurückzuführen sein, dass ein Produzent die Marktnachfrage nach einem Produkt völlig falsch einschätzt. Überschuss ist ein Synonym für Überangebot.
Wenn ein Preis zu hoch ist, wird die nachgefragte Menge geringer sein als die angebotene Menge, und die unverkaufte Menge wird steigen, es sei denn, der Produzent rabattiert die Ware oder stellt die Produktion ein. Das Rabattieren von Produkten ist der naheliegendste Weg, um ein Überangebot zu bewältigen, und oft die einzige Möglichkeit, unverkaufte Lagerbestände abzubauen, insbesondere wenn neue Produkte unterwegs sind. Rabattierungen wirken sich auf das Endergebnis des Verkäufers aus, und der Produzent muss möglicherweise zustimmen, diesen Schmerz mit dem Verkäufer zu teilen.
In Rohstoffmärkten ist ein Überangebot eher eine Marktbedingung als ein zu lösendes Problem. Bei Rohstoffen wie Öl, Erdgas, Edelmetallen, Fleisch usw. erfordert der Produktionszeitplan eine erhebliche Vorlaufzeit, und die Preise sind alle marktbasiert. Wenn beispielsweise mehrere große Gasfelder gleichzeitig mit der Produktion beginnen, kommt es zu einem Überangebot an Erdgas auf dem Markt, was zu niedrigeren Preisen führt. In Zeiten des Überangebots können die Produzenten mit den von ihnen verkauften Einheiten tatsächlich Verluste machen.
Das Interessante an einigen Arten von Rohstoffüberangeboten ist, dass es nicht um unverkaufte Bestände geht, sondern darum, wie viel des Rohstoffs gelagert und bevorratet werden kann, bevor er schließlich zu dem Preis verkauft wird, den der Markt zahlt. Da die Produktion nicht einfach hoch- und runtergefahren werden kann, sind Rohstoffproduzenten auf Lagerung angewiesen, um das Überangebot vom Markt zu nehmen, während sich die Produktionszyklen an die gesunkene längerfristige Nachfrage anpassen. Wenn natürlich zu viel Produktion gedrosselt wird, wird der Markt unterversorgt sein, und mehr Investitionen fließen in die Produktionsseite. Dies ist einer der vielen Gründe, warum viele Rohstoffe zyklische Boom-und-Bust-Preiskurven aufweisen.
Beispiel für Überangebot und Marktanpassung
Überangebot und seine Auswirkungen auf das Marktgleichgewicht lassen sich am besten anhand eines Beispiels verstehen. Angenommen, der Preis eines Computers beträgt 600 $ bei einer Stückzahl von 1.000 Einheiten, aber die Käufer verlangen zu diesem Preis nur 300 Einheiten. In einer solchen Situation möchten Verkäufer 700 Computer mehr verkaufen, als Käufer bereit sind zu kaufen.
Das Überangebot von 700 Einheiten bringt den Computermarkt aus dem Gleichgewicht. Da die Verkäufer nicht alle Computer zum gewünschten Preis von 600 $ verkaufen können, erwägen sie eine Preissenkung, um das Produkt für Käufer attraktiver zu machen. Als Reaktion auf die Preissenkung des Produkts verlangen die Verbraucher mehr Computer, und die Produzenten drosseln die Produktion. Schließlich wird der Markt das Gleichgewicht von Preis und Menge erreichen, sofern keine anderen externen Faktoren hinzukommen.
Dieser Prozess kann bei einigen Gütern schnell ablaufen, wenn die Preise und Mengen, die auf dem Markt angeboten werden können, relativ flexibel sind. Je länger es dauert, bis sich Preise und Mengen auf dem Markt anpassen, desto länger hält das Überangebot an. Wenn die Preise aufgrund von Speisekartenkosten oder anderen Problemen starr sind oder wenn der Staat eingreift und einen Mindestpreis festsetzt, kann ein Überangebot an Gütern für einige Zeit bestehen bleiben.
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Volkswirtschaftslehre