Überschusslimitsprämie
Zusätzliche Deckungsgrenzenprämien verstehen: Deckung über die Grundhaftpflicht hinaus
Wichtige Erkenntnisse
- Excess-Limits-Prämien decken Schäden, die über die Grenzen der Basisversicherung hinausgehen.
- Höhere Deckungsgrenzen der Police führen zu höheren Prämien.
- Die Exzedentenversicherung schützt vor finanziellen Notlagen durch schwere Ereignisse wie Hurrikane.
- Die Prämien steigen mit zusätzlichen Deckungstranchen in Excess-Limits-Policen.
- Die Excess-of-Loss-Rückversicherung kommt Versicherern speziell bei Verlusten zugute, die über festgelegte Grenzen hinausgehen.
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Was sind Excess-Limits-Prämien?
Excess-Limits-Prämien sind die Beträge, die gezahlt werden, um einen Versicherungsschutz über die Grundhaftungsgrenzen einer Police hinaus zu sichern und so einen zusätzlichen Schutz in risikoreicheren Situationen zu bieten. Es ist für Unternehmen, die mit der Möglichkeit großer Verluste konfrontiert sind, wichtig zu verstehen, wie diese Prämien berechnet werden.
Wie Excess-Limits-Prämien Versicherungsnehmer schützen
In einem Versicherungsvertrag kauft die versicherte Partei vom Versicherer einen vorab festgelegten Deckungsbetrag gegen eine bestimmte Risikoart. Sobald der Versicherungsnehmer die Deckungsgrenze erreicht hat, ist der Versicherer nicht mehr für die Deckung von Verlusten verantwortlich.
Deckungsbeschränkungen können zu einem Szenario führen, bei dem der Verlust aus einem Risiko den Deckungsbetrag übersteigt. Die Folge ist, dass der Versicherte möglicherweise einen erheblichen Teil der verbleibenden Verluste aus eigener Tasche zahlen muss.
Eine Partei, die eine Schaden-/Unfallversicherung abschließt – eine breite Kategorie von Deckungen gegen Vermögensverlust, Schäden oder andere Verbindlichkeiten – muss die gewünschte Deckungssumme mit dem Prämienbetrag abwägen, den sie zu zahlen bereit ist. Je höher die Deckungsgrenzen in der Police sind, desto höher sind die Prämien. Prämien sind der festgelegte Zahlungsbetrag, der regelmäßig von einem Versicherer verlangt wird, um eine Deckung im Rahmen eines bestimmten Versicherungsplans zu gewähren.
Wichtig
Die Exzedentenversicherung bietet zusätzliche Deckung, manchmal durch einen anderen Versicherer, und stellt sicher, dass Ansprüche, die sonst aufgrund unzureichender Grenzen der ursprünglichen Primärpolice nicht erstattet worden wären, ausgezahlt werden.
Sollte der Versicherungsnehmer niemals einen Anspruch in der Nähe der Deckungsgrenze geltend machen, ist er wahrscheinlich überversichert. Der Versicherungsnehmer könnte daher erwägen, den Deckungsbetrag zu reduzieren, um eine niedrigere Prämie zu zahlen und Kosteneinsparungen zu erzielen. In Fällen, in denen noch die Möglichkeit besteht, dass Verluste den Betrag der Grunddeckung übersteigen, kann der Versicherte einen Exzedenten-Zusatzbaustein (Excess Coverage Rider) nutzen, der nur bei Schadensfällen mit hohen Schäden ausgelöst wird.
Schlüsselfaktoren bei der Berechnung von Excess-Limits-Prämien
Die Berechnung der Prämien für die Excess-Limits-Deckung ist ein Faktor der für die Grunddeckung gezahlten Prämie. Die Exzedenten-Deckungsgrenzen werden in Tranchen oder Teilbeträgen ausgegeben, wobei jeder Ebene ein vorher festgelegter Faktor zugewiesen wird. Typischerweise steigt der Faktor mit zunehmender Excess-Limit-Tranche.
Ein Ingenieurbüro besitzt beispielsweise eine Schaden-/Unfallversicherung mit einer Grunddeckungsgrenze von 1 Million Dollar. Das Unternehmen kauft eine Exzedentendeckung für Schäden bis zu 5 Millionen Dollar.
Die Tranchen der Exzedentenversicherung erfolgen in 1-Million-Dollar-Schritten. Das Ingenieurbüro zahlt 20 % der Prämie seiner Grunddeckung für den ersten Millionenüberschuss. Jede Tranche erhöht sich, wobei die 5-Millionen-Dollar-Exzedentengrenze mit 50 % der Basisprämie bewertet wird.
Besondere Überlegungen zu Excess-Limits-Prämien
Rückversicherungsmarkt
Excess-Limits-Prämien sind am häufigsten in Rückversicherungsverträgen zu finden. Rückversicherung ist eine Methode, bei der Versicherungsanbieter die von ihnen gehaltenen Hochrisikopolicen an einen sekundären Anbieter verkaufen und so das Verlustrisiko aus einem katastrophalen Ereignis streuen.
Excess-Limits-Prämien sind eher spezifisch für die Excess-of-Loss-Rückversicherung als für die Pro-rata-Rückversicherung. Erstere ist eine Art der Rückversicherung, bei der der Rückversicherer die zedierende Gesellschaft für Verluste entschädigt, die eine bestimmte Grenze überschreiten. Letztere hingegen ist eine Vereinbarung, bei der die Verluste und Prämien nach einem festen Prozentsatz zwischen dem Rückversicherer und der zedierenden Gesellschaft aufgeteilt werden.
Excess Limits werden verwendet, um den zedierenden Versicherer für einen Verlust zu entschädigen, der über einem vorher festgelegten Selbstbehalt liegt. Diese Regelung schützt das ursprünglich zedierende Unternehmen vor Risiken, die potenziell schwerwiegend sein und es möglicherweise in finanzielle Notlagen bringen könnten, wie etwa bei einem Hurrikan oder Hochwasser.
Der Rückversicherer wird das mögliche Risiko bewerten, um die Kosten der Excess-Limits-Deckung zu bestimmen. Schätzt der Rückversicherer eine niedrige Verlustwahrscheinlichkeit ein, desto wirtschaftlicher kann ein Excess-Limits-Prämienansatz für die zedierende Gesellschaft sein.