Arbeitsverhältnis
Die Working Ratio verstehen: Definition, Formel und Einschränkungen
Wichtige Erkenntnisse
- Die Betriebsquote gibt an, ob ein Unternehmen seine Betriebskosten mit den Einnahmen decken kann.
- Sie wird berechnet, indem die gesamten jährlichen Ausgaben (ohne Abschreibungen und Schulden) durch das Bruttoeinkommen geteilt werden.
- Eine niedrigere Betriebsquote zeigt eine höhere Rentabilität an.
- Eine Quote unter eins bedeutet, dass die Kosten gedeckt sind; Quoten über eins deuten darauf hin, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten hat, seine Betriebskosten zu decken.
- Zu den Einschränkungen gehört, dass die Quote Finanzierungskosten ausschließt und Veränderungen der Ausgaben nicht berücksichtigt.
Was ist die Betriebsquote?
Die Betriebsquote misst die Fähigkeit eines Unternehmens, Betriebskosten aus den jährlichen Einnahmen zu decken. Sie wird berechnet, indem die gesamten jährlichen Ausgaben abzüglich Abschreibungen und schuldenbezogener Ausgaben durch das jährliche Bruttoeinkommen geteilt werden.
Dies ist die Formel zur Berechnung der Betriebsquote:
Betriebsquote = TAE - (Abschreibungen + Schuldenaufwendungen) / Jährliches Bruttoeinkommen wo: TAE = gesamte jährliche Ausgaben \begin{aligned} &\text{Betriebsquote} = \frac{ \text{TAE} - ( \text{Abschreibungen} + \text{Schuldenaufwendungen} ) }{ \text{Jährliches Bruttoeinkommen} } \\ &\textbf{wo:} \\ &\text{TAE} = \text{gesamte jährliche Ausgaben} \\ \end{aligned}
Wie man die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens mithilfe der Betriebsquote beurteilt
Die Betriebsquote dient dazu, die finanzielle Nachhaltigkeit eines Unternehmens zu bewerten. Alle Unternehmen haben Kosten, um zu operieren und Umsätze zu erzielen. Diese Kosten reichen von Miete, Ausrüstung und Lagerbeständen bis hin zu Marketing, Gehältern und Versicherungen. Unternehmen, die nicht in der Lage sind, diese Ausgaben konsequent zu decken und ihre Rechnungen zu bezahlen, führen kein tragfähiges Geschäft und werden wahrscheinlich nicht lange bestehen.
Der Schwellenwert für diese Quote ist eins. Jede Zahl darunter zeigt an, dass das Unternehmen in der Lage ist, Betriebskosten zu decken – niedrigere Werte bedeuten, dass die Ausgaben nur einen kleinen Teil des Bruttoeinkommens ausmachen. Umgekehrt bedeutet eine Quote über eins, dass das Unternehmen nicht die Gewinnschwelle erreicht und nicht genug Geld erwirtschaftet, um seine Kosten zu decken.
Wichtig
Eine Quote von eins bedeutet, dass das jährliche Bruttoeinkommen eines Unternehmens seinen Gesamtausgaben entspricht; alles darunter impliziert, dass das Unternehmen Betriebskosten decken kann, während alles darüber seine Unfähigkeit dazu widerspiegelt.
Praxisbeispiel: Die Auswirkungen der Betriebsquote auf ein Unternehmen
XYZ Inc. stellt seit den 1900er Jahren Widgets her und gilt in der Branche als etwas veraltete Marke. XYZ hat im Laufe der Jahre nicht viel Geld in die Überholung seiner Maschinen investiert und verwendet noch immer alte Technologie zur Herstellung seines Endprodukts.
Das Management argumentiert, dass die Nichtumstellung auf das neueste Modell Geld gespart habe, das besser anderswo eingesetzt werden könne. Das Problem ist, dass die verwendete Ausrüstung stromintensiv und im Vergleich zu neueren Versionen teuer im Betrieb und in der Wartung ist. Das bedeutet, dass die fortgesetzte Nutzung der alten Technologie langfristig tatsächlich teurer ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass XYZ jedes Jahr Marktanteile an seine moderneren Konkurrenten verliert. Die Umsätze sinken und die Kosten steigen, was zu einer stetig steigenden Betriebsquote führt. Kürzlich stieg sie über eins, den Kipppunkt, und Analysten befürchten, dass sie weiter steigen wird – was das Unternehmen in Gefahr bringt, Zahlungen zu verweigern –, es sei denn, es werden bald drastische Änderungen vorgenommen, um Kosten zu senken und mit der Konkurrenz gleichzuziehen.
Erkennen der Grenzen der Betriebsquote
Die Betriebsquote ist nicht perfekt und kann nicht vollständig zur Beurteilung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens und seiner Fähigkeit, Ausgaben mit den eingenommenen Mitteln zu decken, herangezogen werden.
Ein Problem ist, dass sie Finanzierungskosten nicht berücksichtigt. Diese Nachlässigkeit kann zu irreführenden Ergebnissen führen, insbesondere da die meisten Unternehmen Geld leihen, um Wachstum zu finanzieren, und diese Kredite zusammen mit Zinsen pünktlich zurückzahlen müssen.
Die Quote berücksichtigt auch keine prognostizierten Änderungen der Betriebskosten. In einigen Branchen schwanken die Betriebskosten tendenziell von Jahr zu Jahr und können in bestimmten Zeiträumen aus gutem Grund ungewöhnlich niedrig oder hoch sein.
Wenn das Unternehmen Rücklagen hat, um zusätzliche Kosten zu finanzieren, und bereit ist, damit in Zukunft zusätzliche Einnahmen zu erzielen, sollte seine derzeit hohe Betriebsquote nicht unbedingt Anlass zur Sorge sein.
Wichtige Überlegungen bei der Verwendung der Betriebsquote
Bei der Anwendung von Kennzahlen wird Anlegern geraten, die generierte Zahl nicht immer für bare Münze zu nehmen. Der Kontext ist wichtig, und es ist notwendig, tiefer zu graben, ob es eine vernünftige Erklärung für ungewöhnliche Ergebnisse gibt.
Im Allgemeinen neigt jede Kennzahl dazu, etwas Wichtiges zu übersehen. Das bedeutet letztendlich, dass es in der Regel notwendig ist, mehrere gleichzeitig zu konsultieren, um ein genaues, vollständigeres Bild davon zu erhalten, wie das Unternehmen abschneidet. Je mehr Informationen berücksichtigt werden, desto besser sind die Chancen der Anleger, fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, wo sie ihr Geld anlegen.