Büste
Wirtschaftsabschwünge verstehen: Definition, Auswirkungen und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Abschwung ist gekennzeichnet durch eine rasche wirtschaftliche Kontraktion und steigende Arbeitslosigkeit.
- Abschwünge treten häufig nach Aufschwüngen im Konjunkturzyklus auf.
- Wirtschaftssektoren können unabhängig voneinander oder gemeinsam mit breiteren Markttrends Abschwünge erleben.
- Historische Abschwünge umfassen den Börsencrash von 1929 und die Dotcom-Blase der 1990er Jahre.
- Ein Abschwung kann sich auch auf eine Anlage beziehen, die auf Null fällt.
Was ist ein Abschwung?
Ein Abschwung ist eine Periode, die durch schnell abnehmendes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet ist und oft auf einen Aufschwung im Konjunkturzyklus folgt. Während eines Abschwungs steigt die Arbeitslosigkeit tendenziell an, die Einkommen sinken, und die Inflation kann sich verlangsamen oder in eine Deflation übergehen, während die Aktienmärkte häufig in einen Bärenmarkt eintreten.
Darüber hinaus steigt die Arbeitslosigkeit, die Einkommen sinken und die Gesamtnachfrage nimmt ab. Ereignisse wie der Börsencrash von 1929 und der Zusammenbruch der Dotcom-Blase Ende der 1990er Jahre zeigen, wie Abschwünge sowohl die Finanzmärkte als auch die gesamte Wirtschaft stören können.
Der Konjunkturzyklus und Abschwünge erklärt
Ein Abschwung ist Teil des Aufschwung-Abschwung-Konjunkturzyklus, der das schnelle Wachstum eines bestimmten Sektors oder einer gesamten Volkswirtschaft (Aufschwung) und die darauf folgende rasche Kontraktion (Abschwung) umfasst. Der Wechsel zwischen Aufschwung- und Abschwung-Paradigmen bildet den Auf-und-Ab-Zyklus. Dieser Zyklus wird als recht häufig angesehen, insbesondere in einer kapitalistischen Gesellschaft, obwohl das Phänomen nicht auf kapitalistische Volkswirtschaften beschränkt ist.
Aufgrund der während des Zyklus auftretenden Aktienmarkttrends wird der Aufschwung mit einem Bullenmarkt und der Abschwung mit einem Bärenmarkt assoziiert. Ein Aufschwung oder Abschwung kann in einem Marktsektor stattfinden, während andere Marktsektoren bescheidenere, wenn nicht sogar gegensätzliche Ergebnisse verzeichnen. Geld kann aus dem Sektor, der einen Abschwung erlebt, in andere Sektoren fließen. Dies deutet wahrscheinlich darauf hin, dass der Abschwung durch Faktoren verursacht wird, die mit den Umständen dieses einen Marktsektors zusammenhängen.
Allerdings kann ein Aufschwung in einem Sektor auch in einen Aufwärtstrend des gesamten Aktienmarktes münden, ebenso wie ein Abschwung in einem Sektor in einen allgemeinen Abwärtstrend. Dies hat auch eine stärkere Auswirkung auf Branchen, die eng mit dem Sektor verbunden sind, der den Aufschwung oder Abschwung erlebt. Beispielsweise hat ein Abschwung im Automobilmarkt eine größere Auswirkung auf Reifenhersteller als auf Hersteller von Papierwaren.
Wirtschaftliche Folgen eines Abschwungs
Je nach Ausmaß des Abschwungs können über den ursprünglich für den Aufschwung verantwortlichen Sektor hinaus einige wirtschaftliche Nebeneffekte auftreten. Ein allgemeiner Abschwung, der sich auf den gesamten Aktienmarkt ausbreitet, ist besonders wahrscheinlich mit ebenso weitreichenden Konsequenzen verbunden. Dazu kann eine wirtschaftliche Rezession gehören.
Eine Rezession geht häufig mit einem fallenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) und steigender Arbeitslosigkeit einher. Dies wiederum kann zu einem schnellen Anstieg von Zahlungsausfällen auf dem Verbraucherkreditmarkt führen und die gesamte Situation verschlechtern.
Andere Bedeutungen von "Bust" im Finanzwesen
Ein Abschwung kann sich auch auf die Stornierung eines Handelsauftrags beziehen, den ein Broker bereits ausgeführt hat. Die häufigste Ursache für einen Abschwung in diesem Sinne ist ein Fehler im Rahmen der Transaktion. Dies kann einen Fehler bei der Ausführung des Auftrags, einen technischen Fehler, der zu einer ungenauen Transaktion führt, oder ein Missverständnis hinsichtlich dessen, was vom Broker verlangt wurde, umfassen. Diese Verwendung des Begriffs "Abschwung" wird auch als "Break" bezeichnet.
Eine häufigere Verwendung des Begriffs "Abschwung" betrifft jede Situation, in der eine Anlage auf Null fällt. Dies kann auch persönliche Verluste beim Glücksspiel umfassen.
Historische Beispiele für finanzielle Abschwünge
Zwei der größten Börsenabschwünge sind der Börsencrash von 1929, der zur Großen Depression der 1930er Jahre führte, und die Dotcom-Blase der 1990er Jahre. In den 1920er Jahren führten Fortschritte in der Stahl- und Elektrizitätsindustrie zu einer Aufschwungphase für die meisten Amerikaner. Die damalige Regierung verfolgte eine Laissez-faire-Haltung und senkte die Steuern für Wohlhabende, was ihnen ermöglichte, verschwenderisch zu konsumieren. Die guten Zeiten hielten jedoch nicht an, und der Börsencrash von 1929 markierte den Beginn einer lang anhaltenden Depression. Die Inflation geriet in den negativen Bereich und das BIP des Landes brach ein.1
Ähnlich verhielt es sich mit dem Dotcom-Aufschwung, der von hohen Erwartungen an Technologie-Startups im damals aufkommenden Internetmedium geprägt war. Risikokapitalgeber und die Börse trieben die Bewertungen von Startups auf wilde Höhen, obwohl diese Unternehmen keine nachhaltigen Geschäftsmodelle oder Umsätze hatten. Im Jahr 2000 kehrte die Vernunft ein, als die Startups abstürzten und untergingen. Ein Abschwung der Vermögenswerte, gefolgt von Startup-Insolvenzen, war der Preis für die Aufschwungjahre.