dünn gehandelt
Dünn gehandelte Wertpapiere verstehen: Definition, Risiken und Herausforderungen
Wichtige Erkenntnisse
- Dünn gehandelte Wertpapiere sind aufgrund geringer Handelsvolumina schwer zu verkaufen, ohne ihren Preis zu beeinflussen.
- Diese Wertpapiere weisen eine geringe Liquidität auf, was bei kleinen Transaktionen zu volatilen Kursänderungen führt.
- Anleger können beim Kauf oder Verkauf dünn gehandelter Wertpapiere aufgrund begrenzten Marktinteresses auf Schwierigkeiten stoßen.
Was bedeutet dünn gehandelt?
Dünn gehandelte Wertpapiere sind Finanzanlagen, die schwer zu kaufen oder zu verkaufen sind, ohne ihren Marktpreis zu beeinflussen. Sie werden in geringen Volumina gehandelt, da es zu jedem Zeitpunkt relativ wenige Käufer und Verkäufer auf dem Markt gibt. Selbst kleine Geschäfte können große Kursveränderungen verursachen, was zu einer höheren Volatilität führt. Da sie schwieriger schnell zu einem stabilen Preis handelbar sind, werden dünn gehandelte Wertpapiere oft als illiquide Anlagen bezeichnet.
Umfassender Leitfaden zu dünn gehandelten Anlagen
Die meisten dünn gehandelten Wertpapiere existieren außerhalb nationaler Börsen. Zum Beispiel werden viele öffentliche Unternehmen, die an außerbörslichen (OTC) Märkten notiert sind, dünn gehandelt, da täglich relativ geringe Dollarvolumina gehandelt werden. Der Mangel an sofortigen Käufern und Verkäufern führt in der Regel zu großen Unterschieden zwischen Briefkurs und Geldkurs.
Wenn ein Verkäufer zu einem niedrigen Geldkurs verkauft oder ein Käufer zu einem hohen Briefkurs kauft, kann der Kurs des Wertpapiers eine signifikante Bewegung erfahren. Dünn gehandelte Wertpapiere sind in der Regel risikoreicher als liquide Anlagen, da eine kleine Anzahl von Marktteilnehmern den Kurs beeinflussen kann – dies wird als Liquiditätsrisiko bezeichnet.
Es gibt zwei Möglichkeiten, um festzustellen, ob ein Wertpapier dünn gehandelt wird:
Handelsvolumen in Dollar: Diese Kennzahl zeigt Anlegern, wie viele US-Dollar an einem bestimmten Tag gehandelt werden. Wertpapiere mit geringem Dollarvolumen können im Vergleich zu solchen mit höherem Dollarvolumen als dünn gehandelt betrachtet werden.
Geld-Brief-Spanne: Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs ist in der Regel ein Indikator für die Liquidität eines Marktes. Dünn gehandelte Wertpapiere haben eine größere Geld-Brief-Spanne als liquide Wertpapiere.
Potenzielle Risiken dünn gehandelter Anlagen
Dünn gehandelte Aktien sind nicht grundsätzlich schlechte Anlagen, aber sie beinhalten ein höheres Risiko als liquide Anlagen. Viele Value-Investoren, die nach unterbewerteten Gelegenheiten suchen, stoßen beispielsweise auf dünn gehandelte Aktien, die mit einem Abschlag gehandelt werden. Doch der Verkauf einer Position, die sich nicht bewährt, kann zu einem guten Preis äußerst schwierig sein.
Anleger, die dünn gehandelte Wertpapiere besitzen, könnten gezwungen sein, einen Verlust in Kauf zu nehmen, wenn sie schnell verkaufen müssen. Das heißt, sie erzielen möglicherweise nicht den besten Preis, da es kein stetiges Angebot an Käufern gibt. In manchen Fällen ist es möglicherweise überhaupt nicht möglich, das Wertpapier zu verkaufen. Insgesamt ist der Kurs dünn gehandelter Aktien tendenziell volatiler.
Darüber hinaus meiden viele institutionelle Händler und Anleger dünn gehandelte Aktien, da es schwierig ist, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, ohne andere Marktteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, dass etwas geschieht. Aus regulatorischer Sicht können viele Institutionen nicht in dünn gehandelte Aktien investieren, da ihre Kauftätigkeit den Aktienkurs wesentlich beeinflussen würde. Die Hauptausnahme sind dünn gehandelte American Depositary Receipts (ADRs), die von institutionellen Händlern zu Arbitragezwecken genutzt werden können.
Das folgende Diagramm zeigt ein Beispiel einer dünn gehandelten Aktie:
Bild von Sabrina Jiang © Investopedia 2021
Das Volumen im Diagramm erscheint als Balken, die den Kurs überlappen. Wie Sie sehen können, wird die Aktie außerbörslich gehandelt und erlebt im Laufe der Zeit dramatische Kursbewegungen.
Obwohl an manchen Tagen hunderte Millionen Aktien gehandelt werden, ist es wichtig zu beachten, dass die Aktie zu etwas über einem Cent gehandelt wird, was bedeutet, dass der Dollarwert dieser Geschäfte im Vergleich zu größeren Blue-Chip-Unternehmen, die täglich Millionen von Aktien handeln, relativ gering ist. Bei einer dünn gehandelten Aktie kann der Kurs leicht manipuliert werden, was Anleger gefährden kann.
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