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Ergebnisüberraschung

Was Gewinnüberraschungen für die Aktienkurse bedeuten



Wichtige Erkenntnisse


  • Gewinnüberraschungen treten auf, wenn die Gewinne eines Unternehmens die Analystenerwartungen übertreffen oder darunter liegen.
  • Positive Gewinnüberraschungen können zu sofortigen und anhaltenden Aktienkurssteigerungen führen.
  • Analysten verwenden verschiedene Modelle und vom Unternehmen bereitgestellte Prognosen, um den Gewinn pro Aktie zu schätzen.
  • Die Prognosen des Managements und die Marktbedingungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Festlegung der Gewinnerwartungen.
  • Eine Diskontierte-Cashflow-Analyse (DCF-Analyse) ist eine gängige Methode zur Bewertung des Investitionspotenzials eines Unternehmens.
  • Eine Gewinnüberraschung tritt ein, wenn die gemeldeten Quartals- oder Jahresgewinne eines Unternehmens über oder unter den Analystenerwartungen liegen. Diese Analysten, die für verschiedene Finanzunternehmen und Berichtsagenturen arbeiten, stützen ihre Erwartungen auf verschiedene Quellen, darunter frühere Quartals- oder Jahresberichte, aktuelle Marktbedingungen sowie die eigenen Gewinnprognosen oder „Guidance“ des Unternehmens.


Die Auswirkungen von Gewinnüberraschungen verstehen


Um eine genaue Prognose zu erstellen, wie sich die Aktie eines bestimmten Unternehmens entwickeln wird, muss ein Analyst Informationen aus mehreren Quellen sammeln. Er muss mit der Unternehmensführung sprechen, das Unternehmen besuchen, seine Produkte studieren und die Branche, in der es tätig ist, genau beobachten. Anschließend erstellt der Analyst ein mathematisches Modell, das das Gelernte einbezieht und sein Urteil bzw. seine Erwartung hinsichtlich der Unternehmensgewinne für das kommende Quartal widerspiegelt. Die Erwartungen können auf der Website des Unternehmens veröffentlicht und an die Kunden des Analysten weitergegeben werden. Eine Überraschung tritt ein, wenn ein Unternehmen Zahlen meldet, die von diesen Schätzungen abweichen.

Gewinnüberraschungen können einen großen Einfluss auf den Aktienkurs eines Unternehmens haben. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass positive Gewinnüberraschungen nicht nur zu einem sofortigen Anstieg des Aktienkurses führen, sondern im Laufe der Zeit auch zu einem allmählichen Anstieg.12 Daher ist es nicht überraschend, dass einige Unternehmen dafür bekannt sind, regelmäßig die Gewinnprognosen zu übertreffen. Eine negative Gewinnüberraschung führt in der Regel zu einem Rückgang des Aktienkurses.



Wichtig


Börsennotierte Unternehmen geben auch eigene Prognosen (Guidance) heraus, die die erwarteten zukünftigen Gewinne oder Verluste umreißen. Diese Prognose hilft Finanzanalysten bei der Festlegung von Erwartungen und kann als Vergleich herangezogen werden, um die potenzielle Unternehmensleistung im kommenden Quartal zu bewerten.



Wie Analysten Gewinne schätzen und mit Überraschungen umgehen


Analysten verbringen enorm viel Zeit damit, bevor Unternehmen ihre Ergebnisse veröffentlichen, um den Gewinn pro Aktie (EPS) und andere Kennzahlen vorherzusagen. Viele Analysten verwenden Prognosemodelle, Management-Guidance und andere fundamentale Informationen, um EPS-Schätzungen abzuleiten. Ein Diskontiertes-Cashflow-Modell (DCF) ist eine beliebte Methode zur intrinsischen Bewertung.

DCF-Analysen verwenden zukünftige freie Cashflow-Prognosen und diskontieren diese mit einem erforderlichen jährlichen Zinssatz. Das Ergebnis des Bewertungsprozesses ist ein Barwertschätzwert. Dieser wiederum wird verwendet, um das Investitionspotenzial des Unternehmens zu bewerten. Übersteigt der DCF-Wert die aktuellen Kosten der Investition, könnte die Gelegenheit eine gute sein.

Die DCF-Berechnung lautet wie folgt:

Wobei

CFn = Cashflow für Periode n

r = der Diskontierungssatz (oft die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten - WACC)

Analysten stützen sich auf eine Vielzahl fundamentaler Faktoren in den SEC-Einreichungen der Unternehmen (z. B. SEC-Formular 10-Q für einen Quartalsbericht und SEC-Formular 10-K für den umfassenderen Jahresbericht). In beiden Berichten liefert der Abschnitt „Management-Diskussion und -Analyse“ (MD&A) einen detaillierten Überblick über die Geschäftstätigkeit der Vorperiode, die finanzielle Leistung des Unternehmens und die Planung des Managements für die kommende Berichtsperiode.

Die Diskussion und Analyse des Managements geht auf die spezifischen Gründe für das Wachstum oder den Rückgang des Unternehmens in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung ein. Der Abschnitt unterteilt Wachstumstreiber, Risiken und sogar anhängige Rechtsstreitigkeiten (oft auch in den Fußnoten). Das Management nutzt den MD&A-Abschnitt auch häufig, um bevorstehende Ziele und Ansätze für neue Projekte sowie Änderungen in der Führungsetage und/oder wichtige Neueinstellungen anzukündigen.

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