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Freiwillige_Exportbeschränkung

Verständnis freiwilliger Exportbeschränkungen (VER): Definition, Anwendungen und Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Eine freiwillige Exportbeschränkung (VER) ist ein selbst auferlegtes Exportlimit eines Exportlandes.
  • Eingeführt hauptsächlich in den 1930er Jahren, wurden VERs in den 1980er Jahren populär, insbesondere bei Autoexporten.
  • VERs sind nichttarifäre Handelshemmnisse wie Quoten, die heimische Industrien vor ausländischer Konkurrenz schützen.
  • Die WTO beseitigte neue VERs im Jahr 1994, aber einige Länder nutzen Alternativen wie Offshore-Produktionsstätten.
  • Japans Auto-Export-VER in die USA in den 1980er Jahren führte zu höherpreisigen Autoexporten und lokalen Fabriken.


Was ist eine freiwillige Exportbeschränkung (VER)?


Eine freiwillige Exportbeschränkung (VER) ist eine Handelsbeschränkung für die Menge eines Gutes, die ein Exportland in ein anderes Land exportieren darf. Diese Grenze wird vom Exportland selbst auferlegt. Japans VER auf Autoexporte in die USA in den 1980er Jahren ist ein bemerkenswertes Beispiel für eine VER.1

VERs sind nichttarifäre Handelshemmnisse, die zum Schutz heimischer Industrien in Importländern eingesetzt werden. Oft aufgrund internationalen Drucks angewendet, wurden VERs in den 1930er Jahren eingeführt und gewannen in den 1980er Jahren an Bedeutung. Sie wurden jedoch seit 1994 von den Mitgliedern der Welthandelsorganisation (WTO) weitgehend abgeschafft.23



Die Funktionsweise freiwilliger Exportbeschränkungen verstehen


Freiwillige Exportbeschränkungen (VERs) fallen unter die breite Kategorie der nichttarifären Handelshemmnisse, die restriktive Handelsbarrieren wie Quoten, Sanktionen, Abgaben, Embargos und andere Beschränkungen umfassen. In der Regel sind VERs das Ergebnis von Anfragen des Importlandes, um einen gewissen Schutz für seine heimischen Unternehmen zu bieten, die konkurrierende Güter herstellen, obwohl diese Vereinbarungen auch auf Branchenebene getroffen werden können.

VERs werden oft geschaffen, weil die Exportländer es vorziehen, ihre eigenen Beschränkungen aufzuerlegen, anstatt das Risiko schlechterer Bedingungen durch Zölle oder Quoten einzugehen. Sie werden seit den 1930er Jahren von großen, entwickelten Volkswirtschaften für eine breite Palette von Produkten eingesetzt, von Textilien über Schuhe, Stahl und Automobile, und wurden in den 1980er Jahren zu einer beliebten Form des Protektionismus.

Nach der Uruguay-Runde und der Aktualisierung des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) im Jahr 1994 erklärten sich die WTO-Mitglieder bereit, keine neuen VERs mehr umzusetzen und bestehende innerhalb eines Jahres auslaufen zu lassen, mit einigen Ausnahmen.3



Herausforderungen und Grenzen freiwilliger Exportbeschränkungen


Es gibt Möglichkeiten, wie ein Unternehmen eine VER umgehen kann. Beispielsweise kann das Unternehmen des Exportlandes eine Produktionsstätte in dem Land errichten, in das die Exporte gehen sollen. Dadurch muss das Unternehmen keine Güter mehr exportieren und sollte nicht an die VER des Landes gebunden sein.



Wichtig


Die Möglichkeit, Produktionsstätten im Ausland zu errichten und die Exportregeln zu umgehen, ist einer der Hauptgründe, warum VERs historisch gesehen unwirksam waren, um heimische Produzenten zu schützen.



Vergleich von freiwilligen Exportbeschränkungen (VERs) und freiwilligen Importausweitungen (VIEs)


Im Zusammenhang mit der freiwilligen Exportbeschränkung (VER) steht die freiwillige Importausweitung (VIE), bei der es sich um eine Änderung der Wirtschafts- und Handelspolitik eines Landes handelt, um mehr Importe durch Senkung von Zöllen oder Aufhebung von Quoten zu ermöglichen. Oft sind VIEs Teil von Handelsabkommen mit einem anderen Land oder das Ergebnis internationalen Drucks.



Vor- und Nachteile der Umsetzung freiwilliger Exportbeschränkungen


Bei funktionierenden VERs steigt das Wohlbefinden der Produzenten im Importland, da der Wettbewerb abnimmt, was zu höheren Preisen, Gewinnen und Beschäftigung führen sollte.

Diese Vorteile für die Produzenten und den Arbeitsmarkt sind jedoch mit einigen bemerkenswerten Einschränkungen verbunden. VERs verringern die nationale Wohlfahrt, indem sie negative Handelseffekte, negative Konsumverzerrungen und negative Produktionsverzerrungen erzeugen.



Beispiel aus der Praxis: Japans Auto-Exportbeschränkung


Das bekannteste Beispiel ist, als Japan als Reaktion auf amerikanischen Druck in den 1980er Jahren eine VER auf seine Autoexporte in die USA verhängte. Die VER verschaffte der US-Autoindustrie daraufhin einen gewissen Schutz vor einer Flut ausländischer Konkurrenz.

Diese Entlastung war jedoch nur von kurzer Dauer, da sie letztlich zu einem Anstieg der Exporte höherpreisiger japanischer Fahrzeuge und einer Zunahme japanischer Montagewerke in Nordamerika führte.1

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