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Gebühren und Ausgaben erworbener Fonds

Gebühren und Kosten erworbener Fonds (AFFE): Definition und Überblick



Wichtige Erkenntnisse


  • Erworbene Fondsgebühren und -aufwendungen (AFFE) sind Kosten, die mit den zugrunde liegenden Fonds eines Dachfonds (FOF) verbunden sind und in dessen Prospekt offengelegt werden müssen.
  • AFFE wurde 2007 zu einer obligatorischen Offenlegung, die die Transparenz bei Gebühren von Multi-Manager-Fonds gemäß den SEC-Bestimmungen fördert.
  • Die Investition in einen Dachfonds umfasst zwei Gebührenebenen, einschließlich AFFE, die die jährlichen Gesamtkosten erheblich beeinflussen können. - AFFE kann je nach individuellen Managervereinbarungen zwischen 0,02 % und 10 % liegen und wirkt sich oft auf die Anlegerrenditen aus. - Anleger sollten sowohl AFFE als auch die Hauptfondsgebühren berücksichtigen, wenn sie die Kosten einer Dachfondsstrategie analysieren.


Was sind erworbene Fondsgebühren und -aufwendungen (AFFE)?


Erworbene Fondsgebühren und -aufwendungen (AFFE) sind ein wesentlicher Bestandteil von Investmentfonds-Prospekten, die die Betriebskosten der zugrunde liegenden Fonds innerhalb einer Multi-Manager- oder Dachfondsstruktur (FOF) detailliert auflisten. AFFE wurde 2007 von der SEC als Anforderung eingeführt und hilft Anlegern, die wahren Kosten einer Investition in Dachfonds zu verstehen, indem es die gestaffelte Gebührenstruktur transparent darstellt. Durch das Verständnis von AFFE können Anleger fundiertere Entscheidungen über ihre Investitionen treffen und die Gesamtkosten dieser komplexen Anlageinstrumente genau bewerten.



Wie funktionieren erworbene Fondsgebühren und -aufwendungen?


Erworbene Fondsgebühren und -aufwendungen sind mit Multi-Manager- und Dachfondsoptionen verbunden, die komplexere Gebührenstrukturen aufweisen. Diese Gebühren erhöhen die jährlichen Gesamtkosten eines Fonds und umfassen an mehrere Manager gezahlte Verwaltungsgebühren.

Ein Dachfonds (FOF) ist ein gebündelter Investmentfonds wie ein Investmentfonds oder Hedgefonds, der seine Anlagen nicht selbst auswählt. Stattdessen investieren diese Dachfonds in andere Investmentfonds oder Hedgefonds. Mit anderen Worten, sein Portfolio enthält verschiedene zugrunde liegende Portfolios anderer Fonds, die von deren eigenen Portfoliomanagern verwaltet werden. Diese Bestände ersetzen direkte Anlagen in Vermögenswerte wie Anleihen, Aktien und andere Arten von Wertpapieren. Die Dachfondsstrategie (FOF) zielt darauf ab, eine breite Diversifikation und eine angemessene Vermögensallokation durch Anlagen in einer Vielzahl von Fondskategorien zu erreichen, die alle in einem einzigen Portfolio gebündelt sind.

Ein Anleger, der einen Dachfonds erwirbt, muss zwei Gebührenebenen bezahlen. Genau wie ein einzelner Fonds kann ein Dachfonds Verwaltungsgebühren und eine Performancegebühr erheben, wobei die Performancegebühren in der Regel niedriger sind als bei einzelnen Investmentfonds, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der Großteil der Verwaltung an die Subfonds selbst delegiert wird.



SEC-Regeln zu AFFE und Offenlegungspflichten


Im Januar 2007 begann die Securities and Exchange Commission (SEC) mit der Einführung neuer Bestimmungen zum Investment Company Act von 1940, die es Fondsgesellschaften erleichterten, Dachfondsoptionen zu registrieren. Die SEC erweiterte die Gesetzgebung gemäß Abschnitt 12(d)(1) des Gesetzes von 1940 für Multi-Manager-Fonds. Die SEC überarbeitete auch ihre Registrierungserklärungsformulare, um zusätzliche Details zu den Kosten dieser Fonds aufzunehmen. Konkret verlangen Registrierungserklärungen nun, dass Fondsmanager „Acquired Fund Fees and Expenses" als zusätzliche Gebührenoffenlegungspflicht für Multi-Manager aufnehmen, die in den umfassenden Gebührenplan im Prospekt aufgenommen werden müssen.

Vor 2007 war die Anlage in Dachfonds nur unter bestimmten, von der SEC genehmigten Umständen erlaubt. In den meisten Fällen wiesen diese Dachfondsanlagen eine Gesamtkostenquote von null aus. Die Offenlegung war irreführend, da sie angab, dass keine Kosten anfielen, und meldete, dass Betriebskosten der verschiedenen zugrunde liegenden Fonds im Portfolio entstehen würden.

Die neuen AFFE-Anforderungen sorgen nun für eine transparentere Offenlegung der kombinierten Beziehungen und Kosten, die den Aktionären entstehen. Der Posten AFFE wird zum Gebührenplan eines Fonds hinzugefügt und kommt zu den anderen Standardkosten eines Fonds hinzu. AFFE wird als pauschale Gebühr festgelegt, die sich aus den einzelnen Gebühren zusammensetzt, die der Anlageberater an die Multi-Manager zu zahlen vereinbart. AFFE kann je nach Vereinbarung mit den einzelnen Managern zwischen 0,02 % und 10 % liegen.



Fallstudie: Gebührenstruktur des Neuberger Berman Fonds


Der Neuberger Berman Absolute Return Multi-Manager Fund ist ein Beispiel für die Gebührenstrukturierung in Multi-Manager-Fonds. Der Fonds ist ein offener Investmentfonds, der Anteile der Klasse A, Klasse C und institutionelle Anteile anbietet.

Für den Fonds gelten Standardgebühren mit Verwaltungsgebühren zwischen 1,92 % und 1,81 % über die Anteilsklassen hinweg. Für Anteile der Klasse A und Klasse C werden Vertriebsgebühren in Höhe von 0,25 % bzw. 1,00 % erhoben, für institutionelle Anteile fällt keine Vertriebsgebühr an. Die sonstigen Betriebskosten liegen zwischen 1,04 % und 1,02 %. Den letzten Kostenposten des Fonds bilden die Acquired Fund Fees and Expenses, wobei alle Anteilsklassen eine Gebühr von 0,05 % zahlen. Die jährlichen Gesamtkosten nach Gebührenverzichten liegen zwischen 3,94 % und 2,83 %.

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