Gold-Silber-Verhältnis
Das Gold/Silber-Verhältnis: Wie es Anlageentscheidungen beeinflusst
Wichtige Erkenntnisse
- Das Gold/Silber-Verhältnis gibt an, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu kaufen.
- Anleger nutzen das Verhältnis, um die relative Bewertung von Gold und Silber bei ihren Anlageentscheidungen zu beurteilen.
- Das Verhältnis schwankte historisch aufgrund von Veränderungen bei Angebot, Nachfrage und Geldpolitik.
- Das Verständnis des Verhältnisses kann Anlegern helfen, potenzielle Marktchancen und -risiken zu identifizieren.
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Was ist das Gold/Silber-Verhältnis?
Das Gold/Silber-Verhältnis ist eine entscheidende Kennzahl auf dem Edelmetallmarkt. Es gibt an, wie viele Unzen Silber Sie benötigen, um eine Unze Gold zu kaufen. Historisch wurde dieses Verhältnis, etwa zur Zeit des Römischen Reiches, oft zu einem festen Kurs festgelegt, was die damaligen wirtschaftlichen Bedingungen widerspiegelte.
Anleger nutzen das Gold/Silber-Verhältnis, um den relativen Wert von Gold im Vergleich zu Silber zu vergleichen, was ihnen hilft, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, welches Metall möglicherweise unter- oder überbewertet ist. Wir erklären, wie dieses Verhältnis funktioniert, und geben Ihnen praxisnahe Beispiele, die seine praktische Anwendung im heutigen Markt veranschaulichen.
Wie das Gold/Silber-Verhältnis funktioniert
Da die Preise für Gold und Silber aufgrund des Gesetzes von Angebot und Nachfrage schwanken, hat sich das Gold/Silber-Verhältnis im Laufe der Zeit verändert. Vor der Einführung des Fiatgeldsystems waren nationale Währungen oft durch Gold oder Silber gedeckt. Dies bedeutete, dass das Gold/Silber-Verhältnis in der Vergangenheit weitaus stabiler war als heute. Tatsächlich wurde es oft zu festgelegten Wechselkursen im Verhältnis zu nationalen Währungseinheiten festgesetzt. Diese Wechselkurse änderten sich je nach der wahrgenommenen wirtschaftlichen Stärke des betreffenden Landes.
Im Jahr 1913 war die Federal Reserve verpflichtet, Gold im Wert von 40 Prozent der von ihr ausgegebenen Währung zu halten. Eine bedeutende Änderung trat 1933 ein, als Präsident Franklin D. Roosevelt den Goldstandard aussetzte, um Goldrücknahmen von der Fed zu stoppen. Dies schwächte zusammen mit anderen Maßnahmen die Verbindung zwischen dem Wert des Dollars und Gold.1 Viele Beobachter betrachten dieses Ereignis als den Moment, in dem der US-Dollar de facto zur Fiat-Währung wurde, wonach die Rolle der Regierungen bei der Festsetzung des Gold- und Silberpreises stetig abnahm.
Beispiele für das Gold/Silber-Verhältnis in der Praxis
Um das Gold/Silber-Verhältnis zu veranschaulichen, betrachten Sie ein Szenario, in dem Gold zu 1.500 $ pro Unze und Silber zu 15 $ pro Unze gehandelt wird. Das Gold/Silber-Verhältnis wäre 100, da 100 Unzen Silber benötigt würden, um 1 Unze Gold zu kaufen.
Das Gold/Silber-Verhältnis lag im Dezember 2020 bei etwa 75, gegenüber 114 im April 2020. Das Verhältnis erreichte im April 2011 einen Tiefststand von 31.2
Interessanterweise ist es möglich, ungefähre Gold/Silber-Verhältnisse für einige antike Volkswirtschaften zu berechnen, da Edelmetalle seit Tausenden von Jahren begehrte Rohstoffe sind. Während des Römischen Reiches beispielsweise wurde das Gold/Silber-Verhältnis oft auf 12:1 festgelegt.3
Federal Reserve Bank of St. Louis. "Roosevelt's Gold Program." Accessed Dec. 9, 2020.
Federal Reserve Bank of St. Louis. "Roosevelt's Gold Program." Accessed Dec. 9, 2020.
Macrotrends. "Gold to Silver Ratio - 100 Year Historical Chart." Accessed Dec. 9, 2020.
Macrotrends. "Gold to Silver Ratio - 100 Year Historical Chart." Accessed Dec. 9, 2020.
Richard Duncan-Jones. "Money and Government in the Roman Empire," Page 218. Cambridge University Press, 1998
Richard Duncan-Jones. "Money and Government in the Roman Empire," Page 218. Cambridge University Press, 1998
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