Institutionelle Übernahme
Verständnis institutioneller Übernahmen (IBOs) und ihrer finanziellen Auswirkungen
Wichtige Erkenntnisse
- Institutional Buyouts (IBOs) beinhalten den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen.
- IBOs können je nach Haltung des Managements freundlich oder feindlich sein.
- Hohe finanzielle Hebelwirkung bei IBOs macht sie zu Leveraged Buyouts (LBOs).
- Zielunternehmen haben oft stabile Cashflows und geringe Kapitalanforderungen.
- Investoren streben an, IBOs innerhalb von fünf bis sieben Jahren zu verlassen, um eine Rendite zu erzielen.
Was ist ein Institutional Buyout (IBO)?
Ein Institutional Buyout (IBO) bezeichnet den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen durch einen institutionellen Investor wie Private-Equity- oder Venture-Capital-Firmen oder Finanzinstitute wie Geschäftsbanken. Buyouts können öffentliche Unternehmen betreffen, wie bei einer „Going-Private“-Transaktion, oder private Buyouts durch Direktverkäufe. Institutional Buyouts sind das Gegenteil von Management Buyouts (MBOs), bei denen das derzeitige Management eines Unternehmens das gesamte Unternehmen oder einen Teil davon erwirbt.
Verständnis der Funktionsweise von Institutional Buyouts
Institutional Buyouts (IBOs) können mit Zustimmung der bestehenden Unternehmenseigentümer stattfinden, können aber feindlich sein, wenn sie gegen den Widerstand des bestehenden Managements eingeleitet und abgeschlossen werden. Ein institutioneller Käufer kann sich dafür entscheiden, das derzeitige Management nach der Übernahme zu behalten. Allerdings zieht der Käufer es oft vor, neue Manager einzustellen und ihnen manchmal Anteile am Unternehmen zu geben. Im Allgemeinen, wenn eine Private-Equity-Gesellschaft am Buyout beteiligt ist, übernimmt sie die Strukturierung und den Ausstieg aus dem Geschäft sowie die Einstellung von Managern.
Institutionelle Käufer spezialisieren sich in der Regel auf bestimmte Branchen und zielen auf eine bevorzugte Deal-Größe ab. Unternehmen, die über ungenutzte Schuldenkapazität verfügen, im Vergleich zu ihrer Branche unterdurchschnittlich abschneiden, aber dennoch stark cash-generativ sind, mit stabilen Cashflows und geringen Investitionsausgaben, sind attraktive Buyout-Ziele.
In der Regel versucht der erwerbende Investor bei einem Buyout, seine Beteiligung an dem Unternehmen durch einen Verkauf an einen strategischen Käufer (z. B. einen Branchenkonkurrenten) oder durch einen Börsengang (IPO) zu veräußern. Institutionelle Käufer streben einen bestimmten Zeitrahmen an, oft fünf bis sieben Jahre, und eine geplante Renditehürde für die Transaktion.
Vergleich: Institutional Buyouts vs. Leveraged Buyouts (LBOs)
Institutional Buyouts werden als Leveraged Buyouts (LBOs) bezeichnet, wenn sie einen hohen Grad an finanzieller Hebelwirkung aufweisen, d. h. sie werden überwiegend mit geliehenen Mitteln finanziert.
Der Hebel, gemessen am Verhältnis von Schulden zu EBITDA bei Buyouts, kann zwischen vier und sieben liegen. Die hohe Hebelwirkung bei LBOs erhöht das Risiko des Scheiterns des Geschäfts und sogar einer Insolvenz, wenn die neuen Eigentümer nicht diszipliniert bei dem gezahlten Preis sind oder nicht in der Lage sind, die geplanten Verbesserungen des Geschäfts durch Steigerung der betrieblichen Effizienz und ausreichende Kostensenkungen zu erzielen, um die zur Finanzierung der Transaktion aufgenommenen Schulden zu bedienen.
Der LBO-Markt erreichte seinen Höhepunkt in den späten 1980er Jahren, als Hunderte von Deals abgeschlossen wurden. Die berühmte Übernahme von RJR Nabisco durch KKR im Jahr 1988 kostete 25 Milliarden Dollar und basierte auf geliehenem Geld, um nahezu 90 % der Transaktionskosten zu finanzieren. Es war das größte LBO seiner Zeit.1
Duke Law Journal. „Introduction: The Biggest Deal Ever“, Seite 1.
Duke Law Journal. „Introduction: The Biggest Deal Ever“, Seite 1.
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