Intermodaler Güterverkehr
Intermodaler Güterverkehr erklärt: Prozesse, Vorteile und Nachteile
Wichtige Erkenntnisse
- Intermodaler Frachtverkehr nutzt standardisierte Container für den Transport über verschiedene Verkehrsträger, was den Handhabungsaufwand und die Kosten reduziert.
- Container werden zwischen Schiffen, Lkw und Zügen umgeladen, ohne entladen zu werden, was die Effizienz erhält.
- Intermodaler Versand ist kosteneffizient und umweltfreundlich und minimiert Treibhausgasemissionen.
- Die Infrastrukturkosten sind hoch aufgrund des Bedarfs an Kränen und ausreichender Verkehrsanbindung in Häfen.
- Der Markt für intermodalen Frachtverkehr wird aufgrund der Kostenvorteile für Verlader voraussichtlich wachsen.
Was ist intermodaler Frachtverkehr?
Intermodaler Frachtverkehr nutzt ISO-standardisierte Versandcontainer, die mit verschiedenen Fahrzeugen wie Schiffen, Lkw und Zügen transportiert werden. Da die Fracht beim Wechsel zwischen den Verkehrsträgern im selben Container bleibt, reduziert intermodaler Frachtverkehr Handhabungskosten und Schäden und bietet eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Frachtverkehr. Im Gegensatz zum multimodalen Transport umfasst der intermodale Transport mehrere Verträge mit verschiedenen Spediteuren für jeden Verkehrsträger.12
Erhebliche Infrastrukturinvestitionen sind erforderlich, beispielsweise für schwere Kräne und Zugangsverbesserungen. Der Markt für intermodalen Frachtverkehr wird aufgrund der Kostenvorteile voraussichtlich deutlich wachsen, trotz der Infrastrukturausgaben.
Wie intermodaler Frachtverkehr den Transport verändert
Das Aufkommen standardisierter Versandcontainer hat es ermöglicht, dass Produkte und Rohstoffe schneller und zu geringeren Kosten transportiert werden. Dem US-Militär wird oft die Containerisierung des Versands in den 1950er Jahren zugeschrieben, als die Standards des Verteidigungsministeriums von der ISO übernommen wurden.3
Intermodaler Transport sollte nicht mit multimodalam Transport verwechselt werden. Multimodaler Transport erfolgt unter einem einzigen Vertrag, während intermodaler Transport gemäß mehreren Verträgen mit verschiedenen Spediteuren durchgeführt wird. Zudem nutzt multimodaler Transport verschiedene Verkehrsträger, jedoch unter einem einzigen Konnossement, und derselbe Spediteur ist für den Transport der Sendungen auf allen Verkehrsträgern verantwortlich.
Vor- und Nachteile des intermodalen Frachtverkehrs abwägen
Vorteile
Unternehmen nutzen intermodalen Frachtversand sowohl im Inland als auch international, weil er die Anzahl der Handhabungen der Fracht während der Reise verringert und Kosten senken kann. Intermodaler Frachttransport ist auch eine sichere Methode, da die Handhabung der Fracht selbst während des Transports entfällt, was Schäden und Verluste reduziert. Fahrer können in kürzerer Zeit mehr Ladungen bewältigen, und an Terminals, Bahngleisen und Rampen wird zusätzliche Sicherheit geboten, die Diebstahl verhindert.
Intermodaler Transport ist umweltfreundlich. Der Schienenverkehr ist effizienter. Laut der Association of American Railroads kann die Bahn eine Tonne Fracht mit einer Gallone Treibstoff etwa 500 Meilen weit bewegen.4 Diese Treibstoffeffizienz erzeugt weniger Treibhausgase und Kohlenstoffverschmutzung, wenn Waren von Küste zu Küste verschickt werden.
Nachteile
Intermodaler Frachttransport erfordert erhebliche Investitionen in die Infrastruktur. Schwere Kräne sind notwendig, um Container an verschiedenen Häfen beim Wechsel des Transportmittels zu heben. Beispielsweise muss ein Container bei Ankunft in einem Seehafen auf einen Flachbettwagen, die Schiene oder einen Lkw umgeladen werden. Darüber hinaus sind Investitionen in den Schienen- und Straßenzugang erforderlich. Seehäfen benötigen Schienen- und Straßenanbindung, damit Eisenbahnen und Lkw Waren zum und vom Hafen transportieren können.
Den intermodalen Versandweg navigieren
Ein typischer Importversandprozess umfasst, dass containerisierte Fracht nach der Ankunft aus Übersee zunächst von einem Containerhafen zu einem Rangierbahnhof für den Inlandstransport gebracht wird. Die Fracht wird auf den Eisenbahnwaggon verladen und zum nächsten Standort transportiert, der Hunderte von Kilometern im Landesinneren liegen kann. Sobald die Fracht an ihrem Zielort ankommt, wird sie auf einen Lkw geladen, um zu ihrem endgültigen Bestimmungsort gebracht zu werden, der durch die ursprüngliche Bestellung festgelegt wurde.