Kurs-Cashflow-Verhältnis
Kurs-Cashflow-Verhältnis: Definition, Formel und Berechnungsweise des P/CF
Was ist das Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF)?
Das Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF) bietet Anlegern eine Möglichkeit, den Marktwert einer Aktie im Verhältnis zu ihrem operativen Cashflow zu messen. Diese nützliche Kennzahl berücksichtigt nicht zahlungswirksame Aufwendungen, um ein klareres finanzielles Bild zu vermitteln, und ist besonders wertvoll bei der Analyse von Unternehmen mit hohen nicht zahlungswirksamen Belastungen. Es dient als potenziell zuverlässigere Alternative zum P/E Ratio, da Cashflows weniger manipulierbar sind als Gewinnzahlen.
Wichtige Erkenntnisse
- Das Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF) ist eine Bewertungskennzahl, die den Marktwert eines Unternehmens mit seinem operativen Cashflow pro Aktie vergleicht.
- P/CF ist vorteilhaft für die Bewertung von Unternehmen, die einen positiven Cashflow, aber erhebliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen haben, die zu ausgewiesenen Verlusten führen.
- Analysten bevorzugen möglicherweise das P/CF-Verhältnis gegenüber dem Price-to-Earnings (P/E) Ratio, da der Cashflow weniger anfällig für Bilanzmanipulationen ist.
- Ein niedriges P/CF-Verhältnis kann darauf hindeuten, dass eine Aktie unterbewertet ist, während ein höheres Verhältnis auf eine mögliche Überbewertung hinweisen kann.
- Das optimale P/CF-Verhältnis variiert je nach Branche und Unternehmensreife und spiegelt unterschiedliche Wachstumsaussichten und Stabilität wider.
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- Investopedia / Jiaqi Zhou
So berechnen Sie das Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF)
Price to Cash Flow Ratio=Share PriceOperating Cash Flow per Share\text{Price to Cash Flow Ratio}=\frac{\text{Share Price}}{\text{Operating Cash Flow per Share}}Price to Cash Flow Ratio=Operating Cash Flow per ShareShare Price
Die Verwendung eines 30- oder 60-Tage-Durchschnittskurses hilft, den Aktienwert zu stabilisieren, indem die Volatilität verringert und zufällige Marktschwankungen vermieden werden. Um den OCF für das Verhältnis zu berechnen, dividieren Sie den OCF der letzten 12 Monate des Unternehmens durch die Anzahl der ausstehenden Aktien.
Die Berechnung kann auch für das gesamte Unternehmen durchgeführt werden, indem der gesamte Marktwert durch den gesamten OCF dividiert wird, zusätzlich zur Berechnung pro Aktie.
Einblicke aus dem Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF)
Das P/CF-Verhältnis misst, wie viel Bargeld ein Unternehmen im Verhältnis zu seinem Aktienkurs generiert, und nicht, was es im Verhältnis zu seinem Aktienkurs an Gewinnen verbucht, wie es das Price-to-Earnings (P/E) Ratio misst.
Das P/CF-Verhältnis ist oft ein besserer Indikator als das P/E Ratio, da Cashflows weniger leicht manipuliert werden können als Gewinne. Einige Unternehmen scheinen möglicherweise unrentabel zu sein, weil sie hohe nicht zahlungswirksame Aufwendungen haben, obwohl sie positive Cashflows aufweisen.
Kurs-Cashflow-Verhältnis (P/CF): Ein praktisches Beispiel
Betrachten Sie ein Unternehmen mit einem Aktienkurs von $10 und 100 Millionen ausstehenden Aktien. Das Unternehmen hat in einem bestimmten Jahr einen OCF von $200 Millionen. Der OCF pro Aktie ist wie folgt:
$200 Million100 Million Shares=$2\frac{\text{\$200 Million}}{\text{100 Million Shares}} = \$2100 Million Shares$200 Million=$2
Das Unternehmen hat somit ein P/CF-Verhältnis von 5 oder 5x ($10 Aktienkurs / OCF pro Aktie von $2). Dies bedeutet, dass die Anleger des Unternehmens bereit sind, $5 für jeden Dollar Cashflow zu zahlen, oder dass der Marktwert des Unternehmens seinen OCF fünfmal deckt.
Alternativ kann das P/CF-Verhältnis auf Unternehmensebene berechnet werden, indem das Verhältnis der Marktkapitalisierung des Unternehmens zu seinem OCF gebildet wird. Die Marktkapitalisierung beträgt $10 x 100 Millionen Aktien = $1.000 Millionen, sodass das Verhältnis auch als $1.000 Millionen / $200 Millionen = 5,0 berechnet werden kann, was dem gleichen Ergebnis wie bei der Berechnung auf Pro-Aktie-Basis entspricht.
Wichtige Faktoren bei der Betrachtung des P/CF-Verhältnisses
Das optimale Niveau dieses Verhältnisses hängt von der Branche ab, in der ein Unternehmen tätig ist, und von seiner Reifephase. Ein neues, schnell wachsendes Technologieunternehmen kann beispielsweise zu einem viel höheren Verhältnis gehandelt werden als ein Versorgungsunternehmen, das seit Jahrzehnten besteht.
Obwohl ein Technologieunternehmen nur marginal profitabel sein mag, können seine Wachstumsaussichten dazu führen, dass Anleger ihm einen höheren Wert beimessen. Das Versorgungsunternehmen hingegen hat stabile Cashflows, aber geringe Wachstumsaussichten und wird daher mit einer niedrigeren Bewertung gehandelt.
Es gibt kein spezifisches optimales P/CF-Verhältnis, aber ein niedriger einstelliger Wert kann auf eine Unterbewertung hindeuten, während ein höherer Wert auf eine Überbewertung hindeuten könnte.
Vergleich von P/CF und Price-to-Free-Cashflow-Verhältnis
Das Price-to-Free-Cashflow-Verhältnis ist ein strengeres Maß als das P/CF-Verhältnis.
Obwohl es dem P/CF sehr ähnlich ist, gilt diese Kennzahl als ein genaueres Maß, da sie den Free Cashflow (FCF) verwendet, der die Investitionsausgaben (CapEx) vom gesamten OCF eines Unternehmens abzieht, und somit den tatsächlichen Cashflow widerspiegelt, der zur Finanzierung von nicht-anlagebezogenem Wachstum zur Verfügung steht. Unternehmen verwenden diese Kennzahl, wenn sie ihre Vermögensbasis erweitern müssen, um entweder ihr Geschäft auszubauen oder einfach akzeptable FCF-Niveaus aufrechtzuerhalten.