Mainstream-Ökonomie
Mainstream-Ökonomie verstehen: Definition, Theorien und Kritiken
Wichtige Erkenntnisse
- Die Mainstream-Ökonomie basiert auf neoklassischen Modellen und der Theorie der rationalen Wahl.
- Sie geht davon aus, dass Individuen rational handeln und ihren eigenen Nutzen maximieren.
- Kritiker argumentieren, dass sie das irrationale Verhalten von Märkten und Menschen übersieht.
- Die Verhaltensökonomie stellt die Mainstream-Ansichten in Frage, indem sie die menschliche Irrationalität hervorhebt.
- Der Mainstream-Ökonomie fehlt der Fokus auf moderne Anliegen wie Nachhaltigkeit und Umweltprobleme.
Was ist Mainstream-Ökonomie?
Mainstream-Ökonomie ist ein Begriff, der verwendet wird, um Schulen des wirtschaftlichen Denkens zu beschreiben, die als orthodox gelten. Viele der zugrundeliegenden Modelle und Überzeugungen der Mainstream-Ökonomie basieren auf Konzepten, die wirtschaftliche Knappheit, die Rolle staatlicher Regulierung oder anderer Maßnahmen, die die Entscheidung eines Akteurs beeinflussen, das Konzept des Nutzens und die Idee umfassen, dass Menschen rationale Akteure sind, die Entscheidungen allein auf der Grundlage verfügbarer Informationen und nicht von Emotionen treffen.
Kernkonzepte der Mainstream-Ökonomie
Die Mainstream-Ökonomie ist selbst kein Zweig der Wirtschaftswissenschaft, sondern wird verwendet, um Theorien zu beschreiben, die oft als Teil der neoklassischen Tradition angesehen werden.
Die Mainstream-Ökonomie folgt der Theorie der rationalen Wahl, die annimmt, dass Individuen Entscheidungen treffen, die ihren eigenen Nutzen maximieren, und verwendet Statistiken und mathematische Modelle, um Theorien zu demonstrieren und verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen zu bewerten. Viele der zugrundeliegenden Kategorien und Konzepte, die für die Mainstream-Ökonomie zentral sind, werden an Universitäten gelehrt.
Umgang mit Kritik an der Mainstream-Ökonomie
Die Mainstream-Ökonomie, die Untersuchung rationaler Akteure in einer Welt von Kompromissen, hat sich mehreren Herausforderungen gestellt. Schulen des wirtschaftlichen Denkens außerhalb der Mainstream-Ökonomie – genannt heterodoxe Ökonomie – sind skeptischer gegenüber der Rolle des Staates und der Rationalität der Akteure.
Die Hauptkritik an der Mainstream-Ökonomie ist das Fehlen von Überlegungen zu externen Faktoren. Beispielsweise geht diese Art des wirtschaftlichen Denkens von der vollständigen Rationalität der Akteure aus. Sie nimmt an, dass Individuen egoistisch sind und immer in ihrem eigenen Interesse handeln. In der Mainstream-Ökonomie gibt es keinen Platz für moralische Bedenken oder Altruismus, und die unsichtbare Hand soll Märkte ohne Furcht und Gunst bewegen.
Doch neuere Wirtschaftstheoretiker haben sich dem Gedanken geöffnet, dass Menschen nicht vollkommen rational sind. Tatsächlich ist ein völlig neues Forschungsfeld, bekannt als Verhaltensökonomie, für diese Disziplin entstanden. Märkte sind auch nicht vollkommen effizient, und Faktoren, die die Entscheidung eines Akteurs beeinflussen, sind nicht immer quantifizierbar. Diese Überzeugungen scheinen seit der Großen Rezession verbreiteter geworden zu sein.
Die Mainstream-Ökonomie konzentriert sich auch nicht auf wirtschaftliche Anliegen, die an Bedeutung gewinnen, wie Nachhaltigkeit und Verschmutzung. Auch hier ist die Umweltökonomie ein separates Feld, das Anreize und politische Maßnahmen speziell zur Förderung nachhaltiger Praktiken und Unternehmen untersucht.
Veranschaulichung der Mainstream-Ökonomie in der Praxis
Frühe Theorien zur Entwicklung der Wirtschaftswissenschaft als Studienfach sind Teil der Mainstream-Ökonomie.
Zum Beispiel ist die Theorie der unsichtbaren Hand, die für die Bewegung der Märkte verantwortlich ist, Teil der Mainstream-Ökonomie. In dieser Theorie sollen individuelles Eigeninteresse und die Freiheit zu produzieren und zu konsumieren gemeinsam das Gemeinwohl maximieren.
Die Regierungen haben in dieser Theorie wenig bis keine Rolle, außer die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit sicherzustellen. Allerdings haben die jüngsten Ereignisse, insbesondere die im Zusammenhang mit der Großen Rezession, gezeigt, dass das Gemeinwohl nicht immer das Endresultat von Einzelpersonen ist, die nach Gewinn streben.
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