Organisationen für verantwortungsvolle Versorgung
Was sind Accountable Care Organizations (ACOs)? Vor- und Nachteile erklärt.
Wichtige Erkenntnisse
- Accountable Care Organizations (ACOs) sind Netzwerke von Gesundheitsdienstleistern, die kosteneffiziente und verbesserte Gesundheitsversorgung anstreben.
- ACOs wurden im Rahmen des Medicare Shared Savings Program des Affordable Care Act gegründet.
- Sie bieten Gesundheitsdienstleistern Anreize, Redundanzen zu beseitigen und Informationen auszutauschen.
- Kritiker argumentieren, dass ACOs zu einer Konsolidierung der Anbieter und höheren Kosten führen könnten.
- ACOs haben potenzielle Nachteile wie eingeschränkte Wahlmöglichkeiten für Verbraucher innerhalb der Netzwerke.
- Accountable Care Organizations (ACOs) sind Netzwerke von Gesundheitsdienstleistern, die zusammenarbeiten, um Patienten eine verbesserte und kosteneffizientere Behandlung zu bieten. Diese Organisationen wurden im Rahmen des Medicare Shared Savings Program eingerichtet, einem Bestandteil des Affordable Care Act (ACA) von 2010.
- ACOs wurden ursprünglich zur Unterstützung von Medicare-Teilnehmern entwickelt, haben sich aber inzwischen auch auf private Zahlernetzwerke ausgeweitet. Diese Netzwerke helfen, Redundanzen zu reduzieren und die Versorgung kosteneffizienter zu gestalten. Sie bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie etwa die Möglichkeit einer Konsolidierung des Gesundheitswesens, und können die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher hinsichtlich des genutzten Gesundheitsnetzwerks einschränken.
Struktur und Patientenversorgungsstrategien von Accountable Care Organizations
Accountable Care Organizations wurden entwickelt, um Informationen auszutauschen, kosteneffizientere Behandlungsdienstleistungen anzubieten und Redundanzen für Patienten im Medicare-System zu beseitigen. ACOs sind um den Hausarzt (PCP) eines Patienten herum strukturiert, sollten aber auch Krankenhäuser, Apotheken, Spezialisten und andere Dienstleister umfassen, um eine optimale Effizienz zu erreichen.
Das ACO-Modell wurde im Rahmen des Medicare Shared Savings Program eingeführt, einem Bestandteil des Affordable Care Act (ACA) von 2010. Der ACA schreibt vor, dass ein genehmigtes ACO die Gesundheitsversorgung von mindestens 5.000 Patienten über einen Zeitraum von drei Jahren verwalten muss.1 ACOs werden von den Centers for Medicare and Medicare Services (CMS) überwacht.
Das ACO-System hat sich über das Medicare-Umfeld hinaus auf private Zahlernetzwerke ausgeweitet und das gebührenpflichtige Zahlungsmodell von Medicare beibehalten. Die wesentliche Anpassung dieses Modells im ACO-System besteht in einer Reihe von Anreizen, die darauf abzielen, Anbieter für eine effizientere Versorgung zu belohnen.
ACO-Anreize: Wie sie kosteneffiziente Gesundheitsversorgung fördern
Die Anreizmatrix des ACA soll der Tendenz entgegenwirken, dass die Kosten im traditionellen Medicare-Gebührenmodell unnötig steigen. ACO-Anbieter werden anhand einer Reihe quantitativer Benchmarks bewertet, die an regionale Kostenunterschiede angepasst werden. Diese Benchmarks verteilen sich auf vier Kategorien: Patientenerfahrung/Betreuungserfahrung; Koordination der Versorgung/Patientensicherheit; Präventive Gesundheit; und Risikopopulation.
Das System der elektronischen Patientenakte (EHR) sammelt Daten zu einer Gruppe von Kriterien in jeder Kategorie, und die Anbieter werden nach jedem Kriterium im Vergleich zu ihren Kollegen eingestuft. Die Rate der Krankenhauswiederaufnahmen ist ein Beispiel für ein Bewertungskriterium. Punkte werden diesen Anbietern basierend auf ihrem Perzentil-Rang sowie der Verbesserung eines ACO gegenüber der Leistung in früheren Jahren zugewiesen. Belohnungen für hohe Leistung erfolgen in Form erhöhter Erstattungssätze.
CMS führte 2016 eine neue Stufe von ACOs ein, bekannt als Next-Generation ACO (NGACO). Dieses Programm steht etablierten ACOs offen, die bereit sind, ein höheres finanzielles Risiko einzugehen, belohnt diese Organisationen jedoch mit stärkeren finanziellen Vorteilen. Es ist auch ein nützlicher Testmechanismus für CMS, um mit ausgefeilteren Bewertungskriterien zu experimentieren.
Herausforderungen für ACOs: Konsolidierung und Verbraucherbedenken
Kritiker des ACO-Systems haben Bedenken geäußert, dass es zu einer Konsolidierung unter den Anbietern führen könnte, was zu höheren Kosten führen könnte, da eine kleinere Anzahl von Gesundheitssystemen eine größere Verhandlungsmacht gegenüber Versicherern hat. Frühere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass dies in gewissem Maße stattgefunden hat und dass die Kosten für Ressourcen, die zur Einhaltung des Berichtssystems erforderlich sind, ein wesentlicher Faktor sind, der Anbieter zu Fusionen treibt.
Für Verbraucher besteht der potenzielle Nachteil des ACO-Modells in dem Gefühl, in einem unerwünschten Netzwerk festzustecken. ACOs sind darauf ausgelegt, dieses Risiko zu minimieren, indem sie die strukturellen Hürden des HMO-Systems beseitigen, aber einige Gesundheitsökonomen befürchten, dass eine Konsolidierung die für einen Verbraucher verfügbaren Optionen einschränken könnte.