Standort für die Notfallwiederherstellung
Wie man einen Disaster Recovery-Standort auswählt: Wichtige Überlegungen und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Notfallwiederherstellungsstandort ermöglicht es Unternehmen, nach unerwarteten Störungen den Betrieb fortzusetzen.
- Unternehmen sollten bei der Auswahl eines Notfallwiederherstellungsstandorts den Standort, die Dauer, die Kosten und die Ressourcen bewerten.
- Interne Standorte bieten vollständigen Datenzugriff, können aber teurer sein als externe Optionen.
- Mobile und cloudbasierte Wiederherstellungsstandorte bieten flexible, kosteneffiziente Lösungen.
- Der Wiederherstellungsplan eines IT-Unternehmens minimierte die Auswirkungen auf die Kunden nach einem durch Blitzschlag verursachten Brand.
Was ist ein Notfallwiederherstellungsstandort?
Ein Notfallwiederherstellungsstandort, auch als Backup-Standort bezeichnet, ist ein Ort, an den ein Unternehmen nach einer Sicherheitsverletzung oder Naturkatastrophe vorübergehend umziehen kann. Der Standort ist nur ein Teil des umfassenderen Disaster-Recovery- oder Business-Continuity-Plans des Unternehmens.
Wie Notfallwiederherstellungsstandorte funktionieren
Ein Notfallwiederherstellungsstandort ist Teil eines umsetzbaren Backup-Plans für den Fall, dass der primäre Standort oder die Systeme eines Unternehmens aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses wie Feuer, Überschwemmung oder Datenleck unzugänglich werden. Wenn eine Katastrophe eintritt und das Unternehmen einen Plan hat, kann es den Betrieb an einem Notfallwiederherstellungsstandort fortsetzen, bis es sicher ist, die Arbeit am gewohnten Standort oder an einem neuen dauerhaften Standort wieder aufzunehmen.
Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Notfallwiederherstellungsstandorts
Es kann eine Herausforderung sein, die Kosten und Vorteile verschiedener Arten von Notfallwiederherstellungsstandorten abzuwägen, aber ein Unternehmen sollte bei der Auswahl eines Standorts die folgenden Faktoren berücksichtigen:
Standort: Wie weit ist der Notfallwiederherstellungsstandort vom Hauptstandort entfernt? Wenn er zu weit weg ist, könnte es für die Mitarbeiter schwierig sein, zur Arbeit zu gelangen. Wenn der Hauptstandort in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel liegt und einige Mitarbeiter auf dieses Verkehrsmittel angewiesen sind, kann ein Umzug an einen abgelegenen Standort problematisch sein. Das Unternehmen sollte auch die Umgebung hinsichtlich Sicherheit und Annehmlichkeiten, die für seine Mitarbeiter wichtig sind, berücksichtigen.
Zeitraum: Wie lange könnte das Unternehmen den Notfallwiederherstellungsstandort nutzen? Das ist im Voraus schwer zu wissen, aber es ist gut, einen Plan zu haben, falls das Unternehmen längere Zeit dort verbringen muss.
Kosten: Wie viel ist das Unternehmen bereit, für einen angemessenen Notfallwiederherstellungsstandort auszugeben? Im Allgemeinen gilt: Je mehr Ressourcen verfügbar sind, desto höher sind die Kosten. Daher muss das Unternehmen die Kosten des Standorts gegen seinen Nutzen abwägen.
Ressourcen: Welche Unternehmensressourcen und Technologien sind für das Unternehmen unerlässlich, um seinen Betrieb fortzusetzen? Ist es notwendig, auf alle Daten zuzugreifen, oder können die Mitarbeiter unabhängig von den Systemen arbeiten?
Vergleich von internen und externen Notfallwiederherstellungsstandorten
Ein interner Wiederherstellungsstandort wird vom Unternehmen organisiert und gewartet, während ein externer Anbieter einen externen Wiederherstellungsstandort betreibt. Interne Wiederherstellungsstandorte sind oft mit vollem Zugriff auf die Unternehmensdaten eingerichtet, was ideal für ein Unternehmen ist, das stark auf seine Informationen angewiesen ist. Diese Infrastruktur bedeutet, dass interne Standorte tendenziell teurer sind als externe. Externe Standorte können von Hot Sites bis zu Cold Sites reichen. Hot Sites enthalten alle Kundendaten und Informationen, auf die Mitarbeiter am primären Standort des Unternehmens zugreifen können, während Cold Sites keine Unternehmensdaten enthalten. Zu den Vorteilen externer Standorte gehören geringere Kosten (für Cold Sites) und die Tatsache, dass man nicht für die tägliche Wartung verantwortlich ist.
Erkundung mobiler und cloudbasierter Disaster-Recovery-Lösungen
Mobile Notfallwiederherstellungsstandorte werden eine zunehmend beliebte Option – sie kommen oft in Form von Anhängern und können an bestimmten Standorten aufgestellt und mit der erforderlichen technologischen Infrastruktur ausgestattet werden. Unternehmen können auch einen cloudbasierten Wiederherstellungsstandort nutzen. Die Cloud minimiert den Bedarf an Rechenzentrumsfläche, Infrastruktur und Ressourcen – und bietet oft eine kostengünstigere Option für kleinere Unternehmen. Allerdings müssen Unternehmen bei der Einrichtung eines cloudbasierten Disaster-Recovery-Standorts ihre Sicherheits- und Bandbreitenanforderungen berücksichtigen.
Beispiel: Effektives Disaster Recovery in der Praxis
Cantey Technology, ein IT-Unternehmen in Mount Pleasant, South Carolina, das Server für mehr als 200 Kunden hostet, hatte einen Brand in seinen Räumlichkeiten aufgrund eines Blitzschlags. Die Naturkatastrophe zerstörte die Infrastruktur des Unternehmens, schmolz die gesamte Computerhardware und machte das Büro unbrauchbar. Im Rahmen des Business-Continuity-Plans des Unternehmens hatte es jedoch seine Kundenserver in ein entferntes Rechenzentrum verlegt, das auch Backup-Dateien speicherte. Dank des Notfallwiederherstellungsstandorts waren Cantey's Kunden von dem Brand größtenteils nicht betroffen.
Geschäftsgrundlagen