Variabilität
Variabilität: Definition in Statistik und Finanzen, wie man sie misst
Wichtige Erkenntnisse
- Variabilität bezieht sich auf die Abweichung von Daten von ihrem Mittelwert und wird häufig in den Bereichen Statistik und Finanzen verwendet.
- Im Finanzwesen wird Variabilität am häufigsten auf die Variabilität von Renditen angewendet, wobei Anleger Investitionen bevorzugen, die eine höhere Rendite bei geringerer Variabilität bieten.
- Variabilität wird verwendet, um die erzielten Renditen einer Anlage zu standardisieren und bietet einen Vergleichspunkt für weitere Analysen.
Was ist Variabilität?
Variabilität misst, wie weit die Punkte einer Verteilung von ihrem Mittelwert und voneinander abweichen. Im Finanzwesen wird sie am häufigsten auf die Variabilität von Anlagerenditen angewendet.
Das Verständnis der Variabilität von Anlagerenditen ist für professionelle Anleger genauso wichtig wie der Wert der Renditen selbst. Anleger setzen eine hohe Variabilität der Renditen mit einem höheren Risiko beim Investieren gleich.
Variabilität verstehen
Professionelle Anleger nehmen das Risiko einer Anlageklasse als direkt proportional zur Variabilität ihrer Renditen wahr. Daher verlangen Anleger von Anlagen mit höherer Renditevariabilität, wie Aktien oder Rohstoffen, eine höhere Rendite als von Anlagen mit geringerer Renditevariabilität, wie Schatzwechsel.
Dieser Unterschied in der Erwartung wird auch als Risikoprämie bezeichnet. Die Risikoprämie bezieht sich auf den Betrag, der erforderlich ist, um Anleger dazu zu motivieren, ihr Geld in risikoärmere Anlagen zu stecken. Wenn eine Anlage eine höhere Renditevariabilität aufweist, aber keine höhere Rendite zeigt, werden Anleger weniger geneigt sein, in diese Anlage zu investieren.
Variabilität in der Statistik bezieht sich auf die Unterschiede, die Datenpunkte innerhalb eines Datensatzes im Verhältnis zueinander oder zum Mittelwert aufweisen. Dies kann durch die Spannweite, Varianz oder Standardabweichung eines Datensatzes ausgedrückt werden. Das Finanzwesen verwendet diese Konzepte, da sie speziell auf Preisdaten und die Renditen, die sich aus Preisänderungen ergeben, angewendet werden.
Die Spannweite bezieht sich auf die Differenz zwischen dem größten und kleinsten Wert der untersuchten Variablen. In der statistischen Analyse wird die Spannweite durch eine einzelne Zahl dargestellt. Bei Finanzdaten bezieht sich diese Spannweite am häufigsten auf den höchsten und niedrigsten Preiswert eines bestimmten Tages oder eines anderen Zeitraums. Die Standardabweichung repräsentiert die Streuung zwischen den Datenpunkten innerhalb dieses Zeitraums, und die Varianz ist das Quadrat der Standardabweichung auf der Grundlage der Liste der Datenpunkte im selben Zeitraum.
Variabilität beim Investieren
Ein Maß für die Belohnung pro Variabilität ist die Sharpe Ratio, die die Überrendite oder Risikoprämie pro Risikoeinheit für einen Vermögenswert misst. Im Wesentlichen bietet die Sharpe Ratio eine Kennzahl, um die Höhe der Vergütung, die ein Anleger erhält, mit dem Gesamtrisiko zu vergleichen, das mit dem Halten dieser Anlage verbunden ist. Die Überrendite basiert auf der Höhe der Rendite, die über renditestarke Anlagen hinaus erzielt wird, die als risikofrei gelten. Unter sonst gleichen Bedingungen liefert der Vermögenswert mit der höheren Sharpe Ratio mehr Rendite für das gleiche Risiko.
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