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Zyklische Konsumgüter

Verständnis von Konsumzyklikern: Wichtige Beispiele und Vergleich zu Nichtzyklikern



Was sind Konsumzykliker?


Konsumzykliker sind Aktien, deren Wertentwicklung mit der Konjunktur steigt und fällt – sie florieren in Wachstumsphasen und schwächeln in Abschwüngen. Dazu gehören Branchen wie Automobilindustrie, Immobilien, Unterhaltung und Einzelhandel, unterteilt in langlebige Güter wie Fahrzeuge und Haushaltsgeräte sowie kurzlebige Güter wie Kleidung und Lebensmittel.

Im Gegensatz zu nichtzyklischen Konsumgütern, die in Rezessionen stabil bleiben, sind Zykliker riskanter, bieten aber in wirtschaftlichen Aufschwüngen oft hohe Renditen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Konsumzykliker umfassen Branchen wie Automobilindustrie, Immobilien, Unterhaltung und Einzelhandel.
  • Diese Aktien steigen im Wert bei wirtschaftlichen Booms und fallen in Rezessionen.
  • Im Gegensatz zu Grundbedarfsgütern sind Zykliker stark von diskretionären Ausgaben abhängig.
  • Zyklische Unternehmen verzeichnen in wirtschaftlichen Abschwüngen sinkende Umsätze, übertreffen jedoch in Erholungsphasen andere.
  • Eine Mischung aus zyklischen und defensiven Aktien kann ein Portfolio langfristig stabilisieren.


Wie Konsumzykliker auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren


Konsumzykliker entwickeln sich je nach Wirtschaftslage. Sie umfassen nicht lebensnotwendige Güter und Dienstleistungen, sogenannte diskretionäre Käufe. In Rezessionen haben die Menschen weniger verfügbares Einkommen für diese Artikel. Wenn die Wirtschaft wächst oder boomt, steigen die Verkaufszahlen dieser Güter, da die Ausgaben für Einzelhandel und Freizeit zunehmen. Zu den Unternehmen im Einzelhandels- und Freizeitsektor gehören General Motors Company, Walt Disney Company und Priceline.com.

Unternehmen, deren Aktien zyklisch sind, umfassen Autohersteller, Fluggesellschaften, Möbelhändler, Bekleidungsgeschäfte, Hotels und Restaurants. Wenn die Wirtschaft gut läuft, können sich die Menschen neue Autos leisten, ihre Häuser renovieren, einkaufen und reisen. Wenn die Wirtschaft schlecht läuft, gehören diese diskretionären Ausgaben zu den ersten Dingen, die Verbraucher streichen. Ist eine Rezession schwerwiegend genug, können zyklische Aktien völlig wertlos werden und Unternehmen bankrottgehen.



Einflussfaktoren auf die Sensitivität von Konsumzyklikern


Konsumzyklische Unternehmen, auch als diskretionäre Konsumgüterunternehmen bezeichnet, sind besonders anfällig für Schwankungen der Konsumausgaben. Die Konsumausgaben werden von wirtschaftlichen Faktoren wie Zinssätzen, Inflation, Arbeitslosigkeit und Lohnwachstum beeinflusst. Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern, neigen Verbraucher weniger dazu, ihr Geld für nicht lebensnotwendige Dinge auszugeben, zum Beispiel Flachbildfernseher, Urlaube, neue Kleidung und neue Autos. Das Verbrauchervertrauen ist ein wichtiger Indikator für die Einstellung der Verbraucher zu Ausgaben. Ein Rückgang des Verbrauchervertrauensindex (CCI) geht oft einem Rückgang der Konsumausgaben für diskretionäre Artikel voraus.

Wenn sich die Wirtschaft verlangsamt, sehen konsumzyklische Unternehmen sinkende Umsätze und Gewinne, was ihre Aktienkurse unter Druck setzt. Dieser Sektor schneidet in wirtschaftlichen Abschwüngen meist schlechter ab als andere, übertrifft diese jedoch in frühen Erholungsphasen oft. Von 2006 an führte er über zehn Jahre die wirtschaftliche Erholung mit einer Rendite von 134 % an.



Aufbau eines ausgewogenen Portfolios mit Konsumzyklikern


Der diskretionäre Konsumgütersektor gilt als volatiler als der Sektor der Grundbedarfsgüter, der weniger empfindlich auf wirtschaftliche Veränderungen reagiert, bietet aber ein größeres Wachstumspotenzial. Ein ausgewogenes Verhältnis von Aktien aus beiden Sektoren würde langfristig eine größere Stabilität bieten. Anleger können die Stabilität auch erhöhen, indem sie sich auf konsumzyklische Aktien konzentrieren, die Dividenden zahlen. Dividenden können die Abwärtsbewegung konsumzyklischer Aktien abfedern. Beispiele für Unternehmen mit einer langen Dividendenzahlungstradition sind Wal-Mart Stores Incorporated, Lowes Corporation, Genuine Parts Company und Target Corporation. Anleger nutzen häufig börsengehandelte Fonds (ETFs), um sich bei sich ausweitenden Konjunkturzyklen in zyklischen Aktien zu engagieren. Die SPDR-ETF-Serie bietet mit dem Consumer Discretionary Select Sector Fund (XLY) eine der beliebtesten zyklischen ETF-Anlagen.

Zyklische Aktien gelten als volatiler als nichtzyklische oder defensive Aktien, die in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche tendenziell stabiler sind. Sie bieten jedoch ein größeres Wachstumspotenzial, da sie in Phasen wirtschaftlicher Stärke tendenziell den Markt übertreffen. Anleger, die langfristiges Wachstum mit kontrollierter Volatilität anstreben, balancieren ihre Portfolios in der Regel mit einer Mischung aus zyklischen und defensiven Aktien.

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