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Abgerufen: Was es bedeutet, wie es funktioniert
Was bedeutet „Called Away“?
„Called Away“ beschreibt ein Ereignis, bei dem ein Finanzvertrag aufgehoben oder beendet wird, weil eine Lieferung oder Rückzahlung erforderlich ist. Situationen, in denen ein Vertrag abberufen wird, treten in der Regel bei Optionskontrakten und kündbaren Anleihen auf. Im Anlagekontext bezieht sich dies oft auf den erzwungenen Verkauf von Wertpapieren, bei dem der Anleger kein Mitspracherecht hat, welches spezifische Wertpapier abberufen wird.
Wichtige Erkenntnisse
- Als „Abberufen“ bezeichnet man die Beendigung eines Finanzvertrags, hauptsächlich eines Optionskontrakts oder einer kündbaren Anleihe.
- Die Beendigung erfolgt aufgrund einer vorzeitigen Lieferung vor Fälligkeit einer Anleihe oder einer Verpflichtung aus einer Short-Call-Option.
- Wenn eine Call-Option ausgeübt wird, müssen die Aktien des Anlegers an den Optionsinhaber verkauft werden.
- Wenn eine kündbare Anleihe beendet wird, zahlt der Emittent das Kapital des Käufers zurück und stellt die Zinszahlungen auf die Anleihe ein.
- Der Hauptnachteil einer kündbaren Anleihe ist die fehlende Kontrolle und Planbarkeit der Investition.
- Als konservativer Ansatz sollten Anleger nur mit dem Yield to Worst als Rendite ihrer kündbaren Anleihe rechnen.
„Called Away“ verstehen
Das Abberufen eines Finanzvertrags aufgrund der Lieferverpflichtung bedeutet die Auflösung des Vertrags. Diese Aktion kann bei der Ausübung einer Option auftreten, wenn die Aktien, die ein Anleger hält, aufgrund einer Short-Call-Option oder einer Long-Put-Option verkauft werden. Dies gilt auch, wenn der Emittent einer Anleihe beschließt, die von ihm ausgegebenen Anleihen vor Fälligkeit zurückzurufen. Beide Transaktionen können sich auf einen Anleger auswirken, da die Entscheidung zum Abberufen außerhalb seiner Kontrolle liegt – mit Ausnahme einer Long-Put-Option – und sich daher negativ auf seine Rendite auswirken kann.
Wenn ein Anleger beispielsweise eine Short-Call-Option geschrieben hat und der Inhaber der Option diese ausübt, wurde die Option abberufen und der Stillhalter muss seine Verpflichtung aus dem Vertrag erfüllen. Um seiner Verantwortung nachzukommen, muss er den Basiswert bereitstellen.
Dies geschieht, wenn ein Anleger Aktien eines Unternehmens hält und eine Call-Option auf diese Aktien verkauft, wodurch er die Optionsprämie vereinnahmt. Wenn der Aktienkurs über dem Ausübungspreis der Option schließt, werden die Aktien des Anlegers abberufen und an die Person verkauft, die die Option gekauft und ausgeübt hat.
„Called away“ gilt auch für kündbare Anleihen, wenn ein Emittent eine kündbare Anleihe vor Fälligkeit zurückruft. Eine kündbare Anleihe ist eine Anleihe, bei der sich die emittierende Bank oder Institution das Recht vorbehält, die Anleihe vor dem Fälligkeitsdatum abzurufen oder vom Inhaber zurückzukaufen. In diesem Fall zahlt der Emittent das Kapital des Käufers vor dem Fälligkeitsdatum zurück und stellt ab diesem Zeitpunkt die Zinszahlungen ein.
Das Zurückrufen von Anleihen wird als „Yield to Call“ im Gegensatz zur Endfälligkeitsrendite (Yield to Maturity, YTM) bezeichnet. Einige Anleiheemissionen können jederzeit abberufen werden, während andere nur an oder nach bestimmten Daten abberufen werden können.
„Called Away“ und Anlegerinstabilität
Der Hauptnachteil kündbarer Wertpapiere für Anleger ist die fehlende Kontrolle und Planbarkeit. Wenn Wertpapiere abberufen werden, ist dies nicht die Wahl des Anlegers, hat aber finanzielle Auswirkungen auf ihn. Die vom Anleger geplanten Zinserträge stehen nicht mehr zur Verfügung. Nun müssen sie auf dem freien Markt ihr Kapital reinvestieren und erhalten möglicherweise nicht so günstige Konditionen.
Es kann schwierig sein, die genaue Rendite einer kündbaren Anlage zu planen. Es gibt keine Möglichkeit, mit Sicherheit zu wissen, ob eine kündbare Emission am angegebenen Kündigungstermin abberufen wird. Eine Kündigung kann dazu führen, dass ein Anleger potenzielle Gewinne aus dem Basiswert verpasst.
Bei der Anlage in kündbare Wertpapiere ist ein sicherer, konservativer Ansatz, nur mit dem niedrigeren der Beträge aus der Kündigungsrendite (Yield to Call) oder der Endfälligkeitsrendite (Yield to Maturity) zu planen. Dieser Betrag wird als Yield to Worst (YTW) bezeichnet.
Bei abberufenen Optionen ist sich der Anleger bewusst, dass die Option je nach Entwicklung des Aktienkurses abberufen werden kann, da er die Optionen geschrieben hat. Er kann entsprechend planen, falls diese Situation eintritt.
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