Absolute prozentuale Steigerung
Verständnis des absoluten prozentualen Wachstums Ihrer Investitionen
Wichtigste Erkenntnisse
- Das absolute prozentuale Wachstum misst die Wertveränderung eines Vermögenswerts ohne Verwendung von Benchmarks.
- Es zeigt den eigenständigen Gewinn oder Verlust einer Anlage in Prozent.
- Die meisten Anleger konzentrieren sich auf absolute Renditen, aber Profis verwenden die relative Performance.
- Die absolute Rendite kann je nach Marktbedingungen vorteilhafter oder weniger vorteilhaft erscheinen.
- Das Verständnis des Kontexts ist entscheidend für die effektive Bewertung von Renditen.
Was ist absolutes prozentuales Wachstum?
Das absolute prozentuale Wachstum ist eine Erhöhung des Wertes eines Vermögenswerts oder Kontos, ausgedrückt in Prozent. Es zeigt Gewinne oder Verluste auf eigenständiger Basis, nicht relativ zu einem Benchmark, sodass eine Rendite von 30 % positiv ist, selbst wenn der Markt besser abgeschnitten hat. Dies hilft Privatanlegern, sich auf ihre eigenen Ergebnisse zu konzentrieren, ohne einen Benchmark-Vergleich hinzuzufügen.
Wie absolutes prozentuales Wachstum berechnet und interpretiert wird
In der Investmentbranche wird die Performance in der Regel relativ und nicht absolut gemessen. Beispielsweise kann ein US-amerikanischer Small-Cap-Investmentfonds in einem bestimmten Jahr um 30 % steigen, was nach jedem Maßstab eine gute absolute Rendite ist. Wenn jedoch der Small-Cap-Index, den er nachbildet (wie der Russell 2000 Index), um 35 % steigt, gilt der Fonds als um fünf Prozentpunkte hinter seinem Benchmark zurückgeblieben. Der Fonds würde auch mit anderen Fonds seiner Kategorie verglichen werden, um zu beurteilen, ob er besser oder schlechter abgeschnitten hat als seine Vergleichsgruppe.
Der Begriff 'absolutes prozentuales Wachstum' kann zu Verwirrung führen, da 'absolut' manchmal den gesamten Anstieg oder Rückgang des Vermögenswerts in Dollar ausdrückt, während 'prozentual' sich auf die relative Veränderung (Anstieg oder Rückgang) über einen Zeitraum bezieht. Wenn Aktie X also von 10 $ auf 15 $ steigt, beträgt der absolute Anstieg 5 $, während der prozentuale Anstieg 50 % beträgt. Daher wäre der Begriff vielleicht besser als absolutes Wachstum (oder absolute Rendite) in Prozent zu bezeichnen.
Faktoren, die das absolute prozentuale Wachstum beeinflussen
Während institutionelle Anleger sich auf relative Renditen konzentrieren, sind Privatanleger in der Regel mehr an absoluten Renditen interessiert. Bei der Festlegung von Anlagezielen kann ein Privatanleger dem Berater mitteilen, dass die angestrebte Rendite für ein Portfolio beispielsweise 5 % oder 7 % betragen soll; der durchschnittliche Anleger wird in der Regel nicht darauf bestehen, dass das Portfolio einen ausgewählten Benchmark über einen bestimmten Zeitraum um x Prozentpunkte übertrifft.
Die Konzentration des Privatanlegers auf absolutes Wachstum in einem Portfolio anstelle von relativem Wachstum kann in heftigen Bärenmärkten ein Problem darstellen, insbesondere wenn der Anleger relativ risikoscheu ist. Wenn das Aktienportfolio eines solchen Anlegers in einem Jahr, in dem der Benchmark-Index um 20 % gefallen ist, um 10 % fällt, ist die Tatsache, dass das Portfolio den Benchmark um 10 Prozentpunkte übertroffen hat, für den Anleger wahrscheinlich nur ein schwacher Trost.
Vergleich von absoluten und relativen Renditen: Ein praktisches Beispiel
Eine Möglichkeit, die absolute Rendite im Vergleich zur relativen Rendite zu betrachten, ist im Kontext eines Marktzyklus, wie Bullen- versus Bärenmarkt. In einem Bullenmarkt würde man 2 % als eine schreckliche Rendite ansehen. Aber in einem Bärenmarkt, wenn viele Anleger bis zu 20 % verlieren könnten, würde allein der Kapitalerhalt als Triumph gelten. In diesem Fall sieht eine Rendite von 2 % nicht so schlecht aus. Der Wert der Rendite ändert sich je nach Kontext.
In diesem Szenario wären die 2 % die absolute Rendite. Die relative Rendite ist der Grund, warum eine Rendite von 2 % in einem Bullenmarkt schlecht und in einem Bärenmarkt gut ist. Was in diesem Kontext zählt, ist nicht die Höhe der Rendite selbst, sondern vielmehr, worauf sich die Rendite bezieht.
Das Fazit
Das absolute prozentuale Wachstum misst die Wertveränderung eines Vermögenswerts ohne einen Benchmark. Es kann klar sein, obwohl relative Renditen Kontext hinzufügen und in volatilen Märkten stark abweichen können. Institutionelle Anleger betonen oft relative Renditen, während Privatanleger dazu neigen, sich auf absolute Renditen zu konzentrieren.
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