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Gültig bis zur Stornierung (GTC) Aufträge: Definition, Funktion und Anwendung
Was ist „Good 'Til Canceled“ (GTC)?
Good 'til canceled (GTC)-Orders ermöglichen es Anlegern, Kauf- oder Verkaufsaufträge zu erteilen, die so lange ausstehend bleiben, bis sie entweder zu bestimmten Preiszielen ausgeführt werden oder der Anleger sie storniert. Im Gegensatz zu Tagesorders verfallen GTC-Orders nicht automatisch am Ende eines Handelstages, sondern bieten Flexibilität bei der Verwaltung von Aufträgen über längere Zeiträume. Diese Übersicht behandelt die Funktionsweise, Vorteile und Risiken von GTC-Orders sowie praktische Beispiele, die Ihnen helfen, sie in Ihrer Anlagestrategie zu nutzen.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Good 'Til Canceled (GTC)-Order bleibt so lange aktiv, bis sie ausgeführt oder storniert wird, die meisten Broker setzen jedoch eine Gültigkeit von 30 bis 90 Tagen fest.
- GTC-Orders erlauben Anlegern, Kauf- oder Verkaufslimits ohne tägliche Überwachung zu setzen, bergen jedoch das Risiko einer Ausführung während vorübergehender Marktvolatilität.
- Im Gegensatz zu Tagesorders bleiben GTC-Orders über den Handelstag hinaus offen und können ausgeführt werden, wenn der Markt das angegebene Preisniveau innerhalb der Laufzeit der Order erreicht.
- GTC-Orders werden nicht von allen Börsen aufgrund potenzieller Risiken akzeptiert, aber viele Brokerhäuser bieten sie weiterhin intern an.
- Ein Beispiel für eine GTC-Order ist das Platzieren einer Kauforder unterhalb des aktuellen Marktpreises in der Hoffnung, dass der Markt auf dieses Niveau fällt.
Wesentliche Merkmale von Good 'Til Canceled (GTC)-Orders
GTC-Orders unterscheiden sich von Tagesorders, die am Ende des Handelstages verfallen, wenn sie nicht ausgeführt wurden. Trotz ihres Namens bleiben GTC-Orders nicht unbegrenzt aktiv. Die meisten Broker setzen die Gültigkeit von GTC-Orders auf 30 bis 90 Tage nach der Platzierung fest, um zu vermeiden, dass eine längst vergessene Order plötzlich ausgeführt wird.
Durch GTC-Orders können Anleger, die nicht ständig Aktienkurse beobachten, Kauf- oder Verkaufsaufträge zu bestimmten Preisniveaus platzieren und diese mehrere Wochen lang aufrechterhalten. Der Trade wird ausgeführt, wenn der Marktpreis den Preis der GTC-Order erreicht, bevor diese verfällt. Der Trade wird ausgeführt, wenn der Marktpreis den Preis der GTC-Order erreicht, bevor diese verfällt.
Die meisten GTC-Orders werden zu ihrem Limitpreis ausgeführt, es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn der Aktienkurs zwischen den Handelstagen über den Limitpreis springt, wird die Order zu einem günstigeren Preis ausgeführt – höher bei Verkaufsorders und niedriger bei Kauforders.
Risiken von GTC-Orders verstehen
Mehrere Börsen, darunter die NYSE und die Nasdaq, akzeptieren keine GTC-Orders mehr, einschließlich Stop-Orders. Sie haben entschieden, dass solche Orders ein Risiko für Anleger darstellen, deren Aufträge aufgrund vorübergehender Marktvolatilität zu einem ungünstigen Zeitpunkt ausgeführt werden könnten. Allerdings bieten die meisten Brokerhäuser weiterhin GTC- und Stop-Orders in ihrem Dienstleistungsangebot an, führen diese jedoch intern aus.
GTC-Orders sind bei extremer Volatilität riskant, da sie die Kurse über das Limit hinaus treiben können, bevor sie wieder zurückspringen. Dies kann eine Sell-Stop-Order auslösen, wenn die Aktienkurse fallen. Wenn die Kurse sich erholen, hat der Anleger möglicherweise zu niedrig verkauft und muss nun zu einem höheren Preis kaufen, um die Position wieder aufzunehmen.
Beispiel für eine GTC-Order
Anleger platzieren GTC-Orders in der Regel, weil sie entweder zu einem niedrigeren Preis als dem aktuellen Handelsniveau kaufen oder zu einem höheren Preis als dem aktuellen Handelsniveau verkaufen möchten. Wenn Aktien eines bestimmten Unternehmens derzeit zu 100 $ pro Stück gehandelt werden, kann ein Anleger eine GTC-Kauforder zu 95 $ platzieren. Wenn sich der Markt auf dieses Niveau bewegt, bevor der Anleger die GTC-Order storniert oder sie verfällt, wird der Trade ausgeführt.