Aleatorischer Vertrag
Aleatorischer Vertrag: Definition und Verwendung in Versicherungspolicen
Was ist ein aleatorischer Vertrag?
Ein aleatorischer Vertrag ist eine Vereinbarung, bei der eine Partei nach Eintritt eines bestimmten Ereignisses eine bestimmte Handlung ausführen muss. Aleatorische Verträge werden häufig in Versicherungspolicen verwendet, die Naturkatastrophen oder Todesfälle abdecken. Der Versicherer muss beispielsweise nicht an den Versicherten zahlen, bis ein versichertes Ereignis wie ein Brand zu einem Sachschaden führt. Aleatorische Verträge – auch aleatorische Versicherungen genannt – sind hilfreich, da sie dem Käufer in der Regel helfen, das finanzielle Risiko zu reduzieren.1
Wichtige Erkenntnisse
- Ein aleatorischer Vertrag ist eine Vereinbarung, bei der das Verhalten einer der Parteien vom Eintreten eines bestimmten Ereignisses abhängt.
- Die Auslöser für aleatorische Verträge sind Ereignisse, die von keiner Partei kontrolliert werden können, wie Naturkatastrophen oder Todesfälle.
- Versicherungspolicen nutzen aleatorische Verträge, bei denen der Versicherer nicht an den Versicherten zahlen muss, bis ein Ereignis wie ein Brand zu einem Sachschaden führt.
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Wie aleatorische Verträge funktionieren
Aleatorische Verträge haben historisch gesehen mit Glücksspielen zu tun und tauchten im römischen Recht als Verträge über zufällige Ereignisse auf. In der Versicherungswirtschaft bezieht sich ein aleatorischer Vertrag auf eine Versicherungsvereinbarung, bei der die Auszahlungen an den Versicherten unausgewogen sind. Bis die Versicherungspolice zu einer Auszahlung führt, zahlt der Versicherte Prämien, ohne etwas außer dem Versicherungsschutz zu erhalten. Wenn die Auszahlungen erfolgen, können sie die Summe der an den Versicherer gezahlten Prämien bei weitem übersteigen. Tritt das Ereignis nicht ein, wird das im Vertrag festgelegte Versprechen nicht erfüllt.
Die Risikobewertung ist ein wichtiger Faktor für die Partei, die ein höheres Risiko eingeht, wenn sie den Abschluss eines aleatorischen Vertrags in Betracht zieht. Lebensversicherungen gelten als aleatorische Verträge, da sie dem Versicherungsnehmer erst dann einen Nutzen bringen, wenn das Ereignis (der Tod) eintritt. Erst dann ermöglicht die Police die Auszahlung des vereinbarten Geldbetrags oder der im aleatorischen Vertrag festgelegten Dienstleistungen.
Der Tod eines Menschen ist ein ungewisses Ereignis, da niemand mit Sicherheit vorhersagen kann, wann der Versicherte sterben wird. Allerdings ist der Betrag, den der Begünstigte des Versicherten erhält, mit Sicherheit viel höher als das, was der Versicherte als Prämie gezahlt hat.
In bestimmten Fällen, wenn der Versicherte die regelmäßigen Prämien nicht gezahlt hat, um die Police in Kraft zu halten, ist der Versicherer nicht verpflichtet, die Versicherungsleistung zu zahlen, selbst wenn der Versicherte einige Prämienzahlungen für die Police geleistet hat. Bei anderen Arten von Versicherungsverträgen, wie z. B. der Risikolebensversicherung, ist nichts bei Fälligkeit zu zahlen, wenn der Versicherte während der Vertragslaufzeit nicht stirbt.
Rentenverträge und aleatorische Verträge
Eine weitere Art von aleatorischen Verträgen, bei der jede Partei ein definiertes Risiko eingeht, ist eine Annuität (Rentenversicherung). Ein Rentenvertrag ist eine Vereinbarung zwischen einem einzelnen Anleger und einer Versicherungsgesellschaft, bei der der Anleger einen Pauschalbetrag oder eine Reihe von Prämien an den Rentenanbieter zahlt. Im Gegenzug verpflichtet sich die Versicherungsgesellschaft rechtlich, dem Renteninhaber – dem sogenannten Rentenempfänger – regelmäßige Zahlungen zu leisten, sobald dieser einen bestimmten Meilenstein, z. B. den Ruhestand, erreicht. Der Anleger könnte jedoch riskieren, die in die Rentenversicherung eingezahlten Prämien zu verlieren, wenn er das Geld zu früh abhebt. Auf der anderen Seite könnte die Person ein langes Leben haben und Zahlungen erhalten, die den ursprünglich für die Rentenversicherung gezahlten Betrag bei weitem übersteigen.
Rentenverträge können für Anleger sehr nützlich sein, aber sie können auch äußerst komplex sein. Es gibt verschiedene Arten von Rentenversicherungen, jede mit eigenen Regeln, die festlegen, wie und wann Auszahlungen strukturiert sind, Gebührenpläne und Rückkaufsgebühren, wenn Geld zu früh abgehoben wird.
Besondere Überlegungen
Für Anleger, die ihre Altersvorsorgegelder einem Begünstigten hinterlassen möchten, ist es wichtig zu beachten, dass der US-Kongress 2019 den SECURE Act verabschiedet hat, der Regeländerungen für Begünstigte von Altersvorsorgeplänen mit sich brachte. Ab 2020 müssen nicht-eheliche Begünstigte von Alterskonten alle Gelder auf dem geerbten Konto innerhalb von zehn Jahren nach dem Tod des Eigentümers abheben. In der Vergangenheit konnten Begünstigte die Ausschüttungen – oder Abhebungen – über ihre Lebenszeit verteilen. Die neue Regelung beseitigt die Streckungsmöglichkeit, was bedeutet, dass alle Gelder, einschließlich Rentenverträge innerhalb des Alterskontos, innerhalb der Zehn-Jahres-Regel abgehoben werden müssen.2
Das neue Gesetz verringert auch die rechtlichen Risiken für Versicherungsgesellschaften, indem es ihre Haftung begrenzt, wenn sie Rentenzahlungen nicht leisten. Mit anderen Worten, das Gesetz schränkt die Möglichkeit des Kontoinhabers ein, den Rentenanbieter wegen Vertragsbruchs zu verklagen. Es ist wichtig, dass Anleger die Hilfe eines Finanzexperten suchen, um das Kleingedruckte eines jeden aleatorischen Vertrags zu prüfen und zu verstehen, wie sich der SECURE Act auf ihren Finanzplan auswirken könnte.3
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International Risk Management Institute. "Aleatory Contract."
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Internal Revenue Service. "Retirement Topics—Required Minimum Distributions (RMDs)."
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