Alternativer Investmentmarkt
Verständnis des Alternative Investment Market (AIM) an der LSE
Wichtige Erkenntnisse
- AIM ist ein Segment der London Stock Exchange, das kleineren Unternehmen mit flexiblen Vorschriften den Zugang zu öffentlichem Kapital erleichtert.
- Seit seiner Gründung im Jahr 1995 hat AIM über 130 Milliarden Pfund für mehr als 3.988 Unternehmen aufgebracht.
- Die lockereren Vorschriften von AIM führen zu einem spekulativeren Markt, der anspruchsvolle und institutionelle Anleger anzieht.
- Nomads (nominierte Berater) spielen eine entscheidende Rolle bei der Beratung von Unternehmen und der Sicherstellung der Einhaltung der AIM-Vorschriften.
- AIM wird für seine zurückhaltende Regulierung kritisiert, bietet aber einen Wachstumsmarkt für kapitalhungrige Unternehmen.
Was ist der Alternative Investment Market (AIM)?
Der Alternative Investment Market (AIM) ist eine spezialisierte Einheit der London Stock Exchange (LSE), die kleinere, risikoreichere Unternehmen notiert. Diese Unternehmen gelten tendenziell als hochspekulativ, unter anderem aufgrund der lockeren Vorschriften und Listing-Anforderungen von AIM. Seit seiner Einführung im Jahr 1995 hat AIM jedoch mehr als 3.988 Unternehmen geholfen, über 130 Milliarden Pfund über den öffentlichen Kapitalmarkt aufzubringen.
Wie AIM in der heutigen Finanzlandschaft funktioniert
AIM öffnete seine Türen im Jahr 1995 mit 10 Unternehmen und einer gesamten Marktkapitalisierung von etwa 82 Millionen Pfund. Seitdem hat es mehr als 3.988 Unternehmen geholfen, bis 2022 über 130 Milliarden Pfund aufzubringen, und beherbergt Stand Januar 2022 etwa 852 Unternehmen mit einer gesamten Marktkapitalisierung von fast 135 Milliarden Pfund.1
Unternehmen, die einen Börsengang (IPO) und eine Notierung an der AIM anstreben, sind in der Regel kleine Unternehmen, die keinen Zugang mehr zu privatem Kapital haben, aber noch nicht das Niveau erreicht haben, um einen Börsengang und eine Notierung an einer großen Börse durchzuführen.
Obwohl AIM in der Finanzpresse immer noch als Alternative Investment Market oder Londons Alternative Investment Market bezeichnet wird, hat die LSE die Praxis übernommen, nur das Akronym zu verwenden.
Die Rolle der Nomad-Berater bei AIM-Listings
Der Prozess für ein Unternehmen, das an der AIM notiert wird, folgt weitgehend dem gleichen Weg wie ein traditioneller Börsengang, nur mit weniger strengen Anforderungen. Es gibt immer noch einen Pre-IPO-Marketing-Blitz mit historischen Finanzinformationen, um Interesse zu wecken, und eine Post-IPO-Sperrfrist, zum Beispiel.
Ein wesentlicher Unterschied ist die Rolle der nominierten Berater, allgemein bekannt als Nomads, die in diesem Prozess spielen. Diese Nomads gelten als das Regulierungssystem für AIM und haben die Aufgabe, die Unternehmen vor und nach dem Börsengang zu beraten.2
Ein häufig genanntes Problem dieser Beziehung ist die Tatsache, dass Nomads für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich sind, aber auch in Form von Gebühren von den Unternehmen profitieren, die sie listen und weiterhin im Rahmen des Listing-Vertrags betreuen.
Wichtig
Die FTSE Group unterhält drei Echtzeit-Indizes zur Verfolgung von AIM: den FTSE AIM UK 50 Index, den FTSE AIM 100 Index und den FTSE AIM All-Share Index.3
Navigation im AIM: Einblicke in Risiko und Regulierung
AIM gilt aufgrund seiner lockeren Vorschriften als spekulativer. Es wird oft als Markt mit sanfter Regulierung bezeichnet, da Nomads die Einhaltung allgemeiner Richtlinien in einem selbstregulierten Markt überwachen.
Es gab Fälle, in denen Nomads ihren Pflichten nicht nachgekommen sind. AIM war mit offenen Betrugsfällen konfrontiert, obwohl dies auch an großen Börsen vorkommt. Daher zieht AIM anspruchsvolle und institutionelle Anleger an, die über die Risikotoleranz und die Ressourcen für eine unabhängige Due-Diligence-Prüfung verfügen.
AIM wurde kritisiert, ein finanzieller Wildwestmarkt zu sein, in dem Unternehmen mit fragwürdiger Ethik nach Geld suchen. Diese Kritik hat sich in einigen Fällen bestätigt, insbesondere bei Förderunternehmen, die in armen Regionen der Welt tätig sind.4
AIM hat jedoch den Wert eines Nischenmarktes gezeigt, in dem Risikoträger kapitalhungrigen Unternehmen beim Wachstum helfen, was dem Unternehmen, den Anlegern und der gesamten Wirtschaft zugutekommt.5
Was ist der Unterschied zwischen LSE und AIM?
Der Alternative Investment Market (AIM) ist ein Teilsegment der London Stock Exchange (LSE). AIM wurde mit dem Ziel gegründet, kleineren oder risikoreicheren Unternehmen den Zugang zu Kapital über die öffentlichen Märkte zu ermöglichen. Dies sind Unternehmen, die nicht für eine Notierung an der LSE qualifiziert wären.
Ist der Alternative Investment Market (AIM) eine anerkannte Börse?
Der Alternative Investment Market (AIM) wird von der London Stock Exchange (LSE) reguliert, die eine anerkannte Börse ist. Unternehmen, die an der AIM notiert sind, befolgen die AIM-Regeln für Unternehmen, nicht die Listing-Regeln der LSE.6
Können Amerikaner an der London Stock Exchange kaufen?
Ja, Amerikaner können Vermögenswerte an der London Stock Exchange kaufen. Dies kann über American Depository Receipts, die Eröffnung ausländischer Konten bei Brokern und den Handel über diese oder den Handel mit Differenzkontrakten (CFD) erfolgen.