angepasste Bruttomarge
Verständnis der angepassten Bruttomarge: Berechnungen und Rentabilitätseinblicke
Wichtige Erkenntnisse
- Die angepasste Bruttomarge berechnet die Rentabilität eines Produkts unter Einbeziehung der Lagerhaltungskosten.
- Sie bietet ein genaueres Rentabilitätsmaß als die Bruttomarge allein.
- Die Berücksichtigung der Lagerkosten kann zu einer deutlich niedrigeren angepassten Bruttomarge führen.
- Die Analyse der angepassten Bruttomarge kann helfen, leistungsschwache Produkte oder Produktlinien zu identifizieren.
- Lagerhaltungskosten umfassen Faktoren wie Lagerung, Versicherung und Opportunitätskosten.
Was ist eine angepasste Bruttomarge?
Die angepasste Bruttomarge zeigt die wahre Rentabilität eines Produkts, indem sie Kosten einbezieht, die die traditionelle Bruttomarge auslässt, wie z. B. Lagerhaltungskosten. Durch die Berücksichtigung dieser zusätzlichen Ausgaben bietet sie ein klareres Bild des tatsächlichen Beitrags eines Produkts. Dieser Artikel erklärt die Formel und verwendet Beispiele, um zu zeigen, wie sie zu besseren Entscheidungen führen kann.
Die Formel der angepassten Bruttomarge verstehen
Angepasste Bruttomarge_n = \frac{GP_n - CC_n}{S_n} wo: n=Zeitraum, GP=Bruttogewinn, CC=Lagerhaltungskosten, S=Umsatz \begin{aligned} &\text{Angepasste Bruttomarge}_n = \frac{GP_n - CC_n}{S_n} \\ &\textbf{wo:}\\ &n=\text{Zeitraum}\\ &GP=\text{Bruttogewinn}\\ &CC=\text{Lagerhaltungskosten}\\ &S=\text{Umsatz}\\ \end{aligned}Angepasste Bruttomarge_n=S_nGP_n−CC_nwo:n=ZeitraumGP=BruttogewinnCC=LagerhaltungskostenS=Umsatz
Erkenntnisse aus der angepassten Bruttomarge
Die angepasste Bruttomarge geht einen Schritt weiter als die Bruttomarge, da sie diese Lagerhaltungskosten einbezieht, die die Rentabilität eines Produkts erheblich beeinflussen.
Zum Beispiel könnten zwei Produkte identische Bruttomargen von 25 % aufweisen. Jedes könnte jedoch unterschiedliche damit verbundene Lagerhaltungskosten haben. Ein Lagerartikel könnte teurer zu transportieren sein oder einen höheren Steuersatz haben, häufiger gestohlen werden oder eine Kühlung benötigen. Sobald die Kosten für jeden dieser Faktoren einbezogen werden, könnten die beiden Produkte deutlich unterschiedliche Margen und Rentabilitäten aufweisen. Die Analyse der angepassten Bruttomarge kann helfen, leistungsschwache Produkte und Produktlinien zu identifizieren.
Lagerhaltungskosten umfassen den Wareneingang und -umlagerung, Versicherungen und Steuern, Lagermiete und Nebenkosten, Inventurschwund und Opportunitätskosten. Für Unternehmen, die große Lagerbestände halten oder hohe Lagerkosten haben, ist die angepasste Bruttomarge eine bessere Kennzahl für die Rentabilität, da Lagerhaltungskosten normalerweise nicht im Lagerbestand berücksichtigt werden.
Lagerhaltungskosten würden Posten wie Lagerbestandsversicherung und alle anderen Kosten für die Lagerung und Sicherung des Lagerbestands umfassen. Weitere übliche Lagerhaltungskosten sind:
Wareneingang und -umlagerung
Versicherungen und Steuern
Lagermiete und Nebenkosten
Sicherheitssysteme und Überwachung
Inventurschwund
Opportunitätskosten
Sobald diese Posten einbezogen werden, kann die angepasste Bruttomarge im Vergleich zur unbereinigten Bruttomarge erheblich sinken. Die Lagerkosten liegen in der Regel zwischen 20 % und 30 % der Kosten für den Kauf des Lagerbestands, aber der Durchschnittssatz variiert je nach Branche und Unternehmensgröße.
Praktisches Beispiel: Berechnung der angepassten Bruttomarge
Wenn beispielsweise der Bruttogewinn eines Unternehmens im Geschäftsjahr 1,5 Millionen US-Dollar beträgt und der Umsatz 6 Millionen US-Dollar beträgt. Gleichzeitig betragen die Lagerhaltungskosten 20 % und der durchschnittliche jährliche Lagerwert 1 Million US-Dollar, dann würden die jährlichen Lagerhaltungskosten 200.000 US-Dollar betragen. Die Bruttomarge wäre: $1,500,000 \div \$6,000,000 = 25\%$1.500.000÷$6.000.000=25%
Die angepasste Bruttomarge wäre jedoch:
$(\$1.500.000 - \$200.000) / \$6.000.000 = 21,67\% \frac{(\$1,500,000 - \$200,000)} {\$6,000,000} = 21.67\%$6.000.000($1.500.000−$200.000)=21,67%