Asset_Backed_Commercial_Paper
Verstehen von Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) für kurzfristige Anlagen
Was ist ein Asset-Backed Commercial Paper (ABCP)?
Ein Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) ist ein kurzfristiges Anlageinstrument mit einer Laufzeit, die typischerweise zwischen 90 und 270 Tagen liegt. Diese Schuldtitel sind durch die physischen Vermögenswerte des emittierenden Unternehmens besichert, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Unternehmen nutzen Asset-Backed Commercial Paper, um kurzfristige Finanzierungsbedürfnisse zu decken, während Anleger sie als risikoarme, kurzfristige Anlage nutzen.
Wichtige Erkenntnisse
- Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) ist eine kurzfristige Anlage mit einer Laufzeit von bis zu 270 Tagen.
- ABCPs sind durch Sicherheiten wie Kreditkartenzahlungen, Autokredite oder Hypotheken besichert.
- Der Hauptunterschied zwischen ABCP und regulärem Commercial Paper ist die Besicherung.
- Die Zinszahlungen von ABCP stammen aus den Vermögenswerten, die das Wertpapier besichern, wie z. B. monatliche Kreditzahlungen.
- Anleger sollten sich der Liquiditätsrisiken bewusst sein, wenn die zugrunde liegenden Vermögenswerte an Wert verlieren.
Wie Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) funktioniert
Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) ist ein kurzfristiges Geldmarktpapier, das von einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) oder einem Conduit emittiert wird, die von einem sponsernden Finanzinstitut eingerichtet wurde. Das Fälligkeitsdatum eines ABCP wird auf maximal 270 Tage festgelegt und entweder auf verzinslicher oder Diskontbasis ausgegeben.
Die Schuldverschreibung ist durch die Sicherheiten des Unternehmens besichert, die zukünftige Zahlungen aus Kreditkarten, Autokrediten, Studienkrediten und besicherten Schuldverschreibungen (Collateralized Debt Obligations, CDOs) umfassen können. Diese erwarteten Zahlungen werden gemeinsam als Forderungen (Accounts Receivables) bezeichnet. Der Erlös einer ABCP-Emission wird hauptsächlich verwendet, um Anteile an verschiedenen Arten von Vermögenswerten zu erwerben, entweder durch Vermögenskauf oder besicherte Kreditgeschäfte.
Wichtig
Ein Unternehmen kann ein ABCP aus jeder Art von Asset-Backed Security erstellen, einschließlich Subprime-Hypotheken, die hochriskante Hypotheken sind, die einer der Hauptauslöser der Finanzkrise von 2008 waren.
Vergleich von Commercial Paper und Asset-Backed Commercial Paper
Der Hauptunterschied zwischen Commercial Paper (CP) und Asset-Backed Commercial Paper (ABCP) besteht darin, dass CP nicht durch Vermögenswerte besichert ist. Commercial Paper (CP) ist ein Geldmarktpapier, das von großen Unternehmen emittiert wird, um Geld zur Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten zu beschaffen. Mit einer festen Laufzeit von weniger als einem Jahr fungiert das Commercial Paper als Schuldschein, der nur durch die hohe Bonität des emittierenden Unternehmens besichert ist.
Anleger kaufen das Commercial Paper mit einem Abschlag auf den Nennwert und erhalten bei Fälligkeit den vollen Nennwert des Wertpapiers zurück. Da Standard-Commercial Papers nicht durch Sicherheiten besichert sind, können nur Unternehmen mit hervorragenden Bonitätsbewertungen einer anerkannten Ratingagentur Commercial Papers zu einem angemessenen Preis verkaufen. Eine Art von Commercial Paper, die durch andere Finanzanlagen besichert ist, wird als Asset-Backed Commercial Paper bezeichnet.
Ein Unternehmen oder eine Bank, die die Liquidität verbessern möchte, kann Forderungen an ein SPV oder andere Conduits verkaufen, die sie dann an ihre Anleger als Asset-Backed Commercial Paper ausgeben. Das ABCP ist durch die erwarteten Zahlungseingänge aus den Forderungen besichert. Wenn die Forderungen eingezogen werden, sollen die Originatoren die Gelder an das Conduit weiterleiten, das für die Auszahlung der aus den Forderungen generierten Mittel an die ABCP-Inhaber verantwortlich ist.
Wie Zinszahlungen in ABCPs verwaltet werden
Während der gesamten Anlagezeit überwacht das sponsernde Finanzinstitut Entwicklungen, die die Wertentwicklung und Kreditqualität der Vermögenswerte im SPV beeinflussen. Der Sponsor stellt sicher, dass die ABCP-Anleger ihre Zinszahlungen und Tilgungen erhalten, wenn das Wertpapier fällig wird.
Die an ABCP-Anleger gezahlten Zinszahlungen stammen aus dem Pool von Vermögenswerten, die das Wertpapier besichern, z. B. monatliche Autokreditzahlungen. Wenn das Papier fällig wird, erhält der Anleger den Nennwert, der durch Beitreibung der Vermögenswerte, Neuemission von ABCP oder die Liquiditätsfazilität des Kredits finanziert wird.
Wichtige Überlegungen für ABCP-Anleger
Während die meisten ABCP-Programme Commercial Paper als ihre primäre Verbindlichkeit ausgeben, wurden die Finanzierungsquellen in letzter Zeit umfassend diversifiziert, um andere Arten von Schuldtiteln einzubeziehen. Dazu gehören mittelfristige Schuldverschreibungen (Medium-Term Notes, MTNs), verlängerbares Commercial Paper und nachrangige Schuldtitel zur Kreditverbesserung.
Ein bedeutendes Problem bei ABCPs und verwandten Anlagen ergibt sich aus der Möglichkeit des Liquiditätsrisikos. Wenn der Marktwert der zugrunde liegenden Vermögenswerte sinkt, könnte auch die Sicherheit und der Wert des ABCP leiden.
Für ABCP-Anleger ist es wichtig, die Zusammensetzung der zugrunde liegenden Vermögenswerte zu verstehen und zu verstehen, wie der Wert dieser Vermögenswerte durch Marktbelastungen wie einen Konjunkturabschwung beeinflusst werden könnte. Die Unfähigkeit der Anleger, ihre Anlagen in manchen Situationen schnell zu verkaufen, um Verluste zu minimieren, ist nur eines der Risiken, die mit Asset-Backed Commercial Paper verbunden sind.
Handel mit festverzinslichen Wertpapieren