Auslandsschulden
Auslandsschulden: Definition, Arten und Vergleich mit Inlandsschulden
Was ist Auslandsschulden?
Auslandsschulden sind der Teil der Staatsverschuldung, der von ausländischen Kreditgebern, einschließlich Geschäftsbanken, Regierungen oder internationalen Finanzinstitutionen, geliehen wird. Diese Darlehen, einschließlich Zinsen, müssen in der Regel in der Währung zurückgezahlt werden, in der das Darlehen gewährt wurde. Um die benötigte Währung zu verdienen, kann das Schuldnerland Waren an das Kreditgeberland verkaufen und exportieren. Ein Zahlungsausfall bei Auslandsschulden könnte Folgen wie eine Beeinträchtigung der Kreditwürdigkeit des Landes haben.1
Wichtige Erkenntnisse
- Auslandsschulden werden von ausländischen Kreditgebern wie Banken, Regierungen oder internationalen Finanzinstitutionen geliehen.
- Ein Staatsbankrott tritt ein, wenn ein Land nicht in der Lage ist oder sich weigert, seine Auslandsschulden zurückzuzahlen.
- Auslandsschulden können für notwendige Investitionen vorteilhaft sein, bergen jedoch Risiken wie hohe Rückzahlungskosten und wirtschaftliche Abhängigkeit.
- Entwicklungsländer mit hohen Auslandsschulden sind einem erhöhten Risiko von Zahlungsausfällen und Schäden an der Kreditwürdigkeit ausgesetzt.
- Gebundene Darlehen erfordern, dass das Schuldnerland die Mittel im Land des Kreditgebers ausgibt, manchmal für bestimmte Projekte oder Hilfszwecke.
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Wie Auslandsschulden funktionieren und ihre Auswirkungen
Auslandsschulden, auch als Auslandsverschuldung bekannt, umfassen Kapital und Zinsen, schließen jedoch Eventualverbindlichkeiten aus, die aus unsicheren zukünftigen Ereignissen entstehen können.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) definiert sie als Schulden, die ein Einwohner einem Nicht-Einwohner schuldet, basierend auf dem Standort und nicht auf der Staatsangehörigkeit.2
In einigen Fällen nehmen Auslandsschulden die Form eines gebundenen Darlehens an, was bedeutet, dass die durch die Finanzierung gesicherten Mittel in dem Land ausgegeben werden müssen, das die Finanzierung bereitstellt. Beispielsweise könnte das Darlehen einem Land erlauben, benötigte Ressourcen von dem Land zu kaufen, das das Darlehen gewährt hat.
Wichtig
Auslandsschulden können die Form eines gebundenen Darlehens annehmen, das den Kreditnehmer verpflichtet, die geliehenen Mittel in dem Land auszugeben, das die Finanzierung bereitstellt.
Auslandsschulden, insbesondere gebundene Darlehen, können für bestimmte, vom Kreditnehmer und Kreditgeber festgelegte Zwecke bestimmt sein. Solche Finanzhilfen könnten zur Bewältigung humanitärer Notlagen oder Katastrophen eingesetzt werden. Zum Beispiel könnte ein Land, das von einer schweren Hungersnot betroffen ist und keine Notnahrung aus eigenen Ressourcen sichern kann, Auslandsschulden nutzen, um Nahrungsmittel von dem Land zu beschaffen, das das gebundene Darlehen gewährt.
Ebenso könnte ein Land, das seine Energieinfrastruktur ausbauen muss, Auslandsschulden als Teil einer Vereinbarung zum Kauf von Ressourcen nutzen, beispielsweise Materialien für den Bau von Kraftwerken in unterversorgten Gebieten.
Folgen eines Zahlungsausfalls bei Auslandsschulden
Eine Schuldenkrise kann auftreten, wenn eine schwache Wirtschaft aufgrund geringer Produktion und Verkäufe Auslandsschulden nicht zurückzahlen kann
Der IWF ist eine der Institutionen, die die Auslandsschulden der Länder verfolgt. Zusammen mit der Weltbank veröffentlicht er vierteljährlich einen Bericht über die Statistiken zu Auslandsschulden.34
Kurzer Fakt
Der IWF und die Weltbank erstellen eine Online-Datenbank mit Statistiken zu Auslandsschulden für 55 Länder, die alle drei Monate aktualisiert wird.3
Wenn ein Land seine Auslandsschulden nicht zurückzahlen kann oder will, gerät es in Staatsbankrott, was dazu führt, dass Kreditgeber notwendige Vermögenswerte zurückhalten.
Solche Fälle können einen Dominoeffekt haben. Die Währung des Kreditnehmers könnte zusammenbrechen, und das gesamte Wirtschaftswachstum des Landes wird zum Stillstand kommen.
Die Bedingungen des Zahlungsausfalls können es für ein Land schwierig machen, das, was es schuldet, zuzüglich etwaiger Strafen, die der Kreditgeber gegen das säumige Land verhängt hat, zurückzuzahlen. Zahlungsausfälle und Insolvenzen bei Ländern werden anders behandelt als Zahlungsausfälle und Insolvenzen im Verbrauchermarkt. Es ist möglich, dass Länder, die bei Auslandsschulden in Verzug geraten, möglicherweise die Rückzahlung vermeiden können.
Was sind Auslandsschulden und Inlandsschulden?
Auslandsschulden sind der Teil der Staatsverschuldung, der von ausländischen Kreditgebern geliehen wird. Inlandsschulden sind das Gegenteil und beziehen sich auf den Teil der Staatsverschuldung, der innerhalb der Landesgrenzen entstanden ist.
Welche Arten von Auslandsschulden gibt es?
Auslandsschulden sind Geld, das von einer Regierung oder einem Unternehmen von einem ausländischen Investor geliehen wird.5 Es kann Folgendes umfassen:
Öffentliche und öffentlich garantierte Schulden
Nicht garantierte private Auslandsschulden
Zentralbankeinlagen auf den Namen eines Nicht-Einwohners
Darlehen des Internationalen Währungsfonds (IWF) oder anderer internationaler Organisationen.
Welche Auswirkungen haben Auslandsschulden?
Hohe Auslandsschulden können riskant sein, insbesondere für Entwicklungsländer. Unter anderem könnte es das Risiko von Zahlungsausfällen und der Abhängigkeit von einem anderen Land erhöhen, die Kreditwürdigkeit ruinieren, wenig Mittel für Investitionen und Wachstumsförderung lassen und den Kreditnehmer Wechselkursrisiken aussetzen.