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Babybond

Baby Bonds: Erschwingliche Anlagemöglichkeiten für Privatanleger



Wichtige Erkenntnisse


  • Baby Bonds sind festverzinsliche Wertpapiere mit einem Nennwert unter 1.000 USD, die sich an Privatpersonen richten, die nicht viel Geld zum Investieren haben.
  • Kommunen, Landkreise und Bundesstaaten geben Baby Bonds aus, oft als Nullkuponanleihen mit langen Laufzeiten, um Infrastrukturprojekte zu finanzieren.
  • Unternehmen können Baby Bonds ausgeben, um Nachfrage und Liquidität zu schaffen, insbesondere wenn große Schuldtitel nicht realisierbar sind.
  • Baby Bonds sind unbesicherte Schulden, sodass Anleihegläubiger in der Regel nach Inhabern besicherter Schulden bezahlt werden, jedoch Vorrang vor Vorzugs- und Stammaktionären haben.
  • Kündbare Baby Bonds können vorzeitig zurückgezahlt werden und bieten höhere Kuponzinssätze, um die Risiken einer vorzeitigen Rückzahlung auszugleichen.
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Was ist ein Baby Bond?


Ein Baby Bond ist ein festverzinsliches Wertpapier, das in kleinen Stückelungen ausgegeben wird, d. h. mit einem Nennwert von weniger als 1.000 USD. Die kleinen Stückelungen von Baby Bonds erhöhen ihre Attraktivität für private Anleger, die nicht über die Mittel verfügen, um in traditionelle Anleihen mit höheren Nennwerten zu investieren.



Die Vorteile und Risiken von Baby Bonds erkunden


Baby Bonds werden hauptsächlich von Kommunen, Landkreisen und Bundesstaaten ausgegeben, um teure Infrastrukturprojekte und Kapitalausgaben zu finanzieren. Diese steuerfreien Kommunalanleihen sind in der Regel als Nullkuponanleihen mit einer Laufzeit von acht bis fünfzehn Jahren strukturiert. Diese Kommunalanleihen haben am Anleihemmarkt normalerweise ein A-Rating oder besser.

Unternehmen geben auch Baby Bonds als Unternehmensanleihen aus. Zu diesen Unternehmen gehören Versorgungsunternehmen, Investmentbanken, Telekommunikationsunternehmen und Business Development Companies (BDCs), die kleine und mittlere Unternehmen finanzieren. Der Preis der Unternehmensanleihen wird durch die finanzielle Gesundheit des Emittenten, die Bonität und verfügbare Marktdaten des Unternehmens bestimmt. Unternehmen können Baby Bonds ausgeben, um Nachfrage und Liquidität zu schaffen, wenn sie keine großen Schuldtitel anbieten können oder wollen. Unternehmen nutzen Baby Bonds auch, um Kleinanleger anzuziehen, die sich die standardmäßige 1.000-USD-Anleihe nicht leisten können.



Praktisches Beispiel für die Ausgabe von Baby Bonds


Zum Beispiel könnte ein Unternehmen, das durch die Ausgabe von Anleihen im Wert von 4 Millionen USD Geld leihen möchte, bei einem so relativ kleinen Volumen wenig Interesse von institutionellen Anlegern wecken. Zudem könnte der Emittent bei einem Nennwert von 1.000 USD nur 4.000 Anleihezertifikate auf dem Markt verkaufen. Gibt das Unternehmen stattdessen Baby Bonds mit einem Nennwert von 400 USD aus, können Privatanleger diese Wertpapiere erschwinglich erwerben, und das Unternehmen kann 10.000 Anleihen auf den Kapitalmärkten platzieren.



Wichtige Überlegungen bei der Investition in Baby Bonds


Baby Bonds sind in der Regel unbesicherte Schulden, d. h., es werden keine Sicherheiten gestellt, um die Zahlung bei einem Ausfall zu gewährleisten. Wenn der Emittent ausfällt, werden Baby-Bond-Inhaber erst nach den Inhabern besicherter Schulden bezahlt. Baby Bonds haben jedoch Vorrang vor Vorzugsaktien und Stammaktien eines Unternehmens.

Baby Bonds können kündbar sein, d. h., der Emittent kann sie vor Fälligkeit zurückzahlen. Wenn Anleihen gekündigt werden, stellt der Emittent auch die Zinszahlungen ein. Um Baby-Bond-Inhaber für das Risiko einer Kündigung vor dem Fälligkeitsdatum zu entschädigen, haben diese Anleihen relativ hohe Kuponzinssätze, die zwischen etwa 5 und 8 Prozent liegen.



Verschiedene Arten von Baby Bonds weltweit


Baby Bonds können sich auch auf eine Reihe von Sparbriefen mit geringer Stückelung beziehen, deren Nennwerte von 75 bis 1.000 USD reichen und die von 1935 bis 1941 von der US-Regierung ausgegeben wurden. Diese steuerfreien Anleihen wurden zu 75 % des Nennwerts verkauft und hatten eine Laufzeit von 10 Jahren.

Im Vereinigten Königreich beziehen sich Baby Bonds auf eine Art von Anleihe, die Ende der 1990er Jahre mit dem Ziel eingeführt wurde, das Sparen für Kinder durch deren Eltern zu fördern. Eltern mussten mindestens 10 Jahre lang kleine monatliche Beiträge leisten, und das Kind erhielt im Gegenzug bei Vollendung des 18. Lebensjahres einen garantierten Mindestbetrag steuerfrei.

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