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Backdoorlisting

Back-Door-Listings verstehen: Prozess und reale Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Back-Door-Listings ermöglichen es privaten Unternehmen, ohne die Erfüllung der Börsenzulassungsvoraussetzungen börsennotiert zu werden.
  • Diese Methode beinhaltet oft die Übernahme eines bestehenden börsennotierten Unternehmens, um Zugang zum öffentlichen Markt zu erhalten.
  • Obwohl Back-Door-Listings günstiger sind als ein Börsengang, können sie dennoch erhebliche Kosten verursachen, die oft eine hohe Verschuldung erfordern.
  • Private Unternehmen können Back-Door-Listings anstreben, um eine höhere Liquidität, Legitimität und einen leichteren Zugang zu Kapital zu erlangen.
  • Unternehmen können diese Strategie wählen, wenn sie die Vorsteuergewinne oder andere Anforderungen für traditionelle Listings nicht erfüllen können.


Was ist ein Back-Door-Listing?


Ein Back-Door-Listing ist eine Alternative zu einem Börsengang, bei dem ein privates Unternehmen börsennotiert wird, indem es ein bestehendes börsennotiertes Unternehmen übernimmt und dessen Listing, oft dessen Tickersymbol, nutzt.

Es kann günstiger und schneller sein als ein traditioneller Börsengang und die Liquidität sowie die Konditionen der Kapitalbeschaffung verbessern, ist aber oft mit hohen Schulden und Transaktionsrisiken verbunden. Unternehmen wählen diesen Weg daher, wenn sie schnelleren Zugang zu öffentlichen Märkten benötigen oder keinen Standard-Börsengang durchführen können.



Die Mechanismen von Back-Door-Listings verstehen


Es gibt mehrere Schlüsselfaktoren, die das Phänomen der Back-Door-Listings beeinflussen. Zunächst einmal können Unternehmen von der erhöhten Liquidität angezogen werden, die börsennotierten Unternehmen zur Verfügung steht, sodass die Gründer des Privatunternehmens ihre Anteile leichter zu Geld machen können. Darüber hinaus können börsennotierte Unternehmen manchmal von günstigeren Konditionen bei der Kapitalbeschaffung profitieren, da viele Anleger Vertrauen in die erhöhte Kontrolle und Berichtspflichten haben, die von öffentlichen Unternehmen verlangt werden.

Aus diesen Gründen glauben viele Inhaber privater Unternehmen, dass ihr Unternehmen von einer Börsennotierung profitieren würde. Die tatsächlichen Kosten eines Börsengangs – sowohl in zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht – sind jedoch für die meisten privaten Unternehmen unerschwinglich. Schließlich betragen die anfänglichen Kosten eines Börsengangs in der Regel etwa 5 % des Gesamterlöses, wobei zusätzliche Gebühren oft mehrere Millionen Dollar ausmachen. Laufende Kosten wie jährliche Prüfungsgebühren und interne Compliance-Kosten können die Verwaltungsausgaben eines Unternehmens um Hunderttausende von Dollar erhöhen.

Selbst wenn ein privates Unternehmen in der Lage ist, diese zusätzlichen Kosten zu tragen, muss es sich dennoch mit den formellen Zulassungsanforderungen der verschiedenen Börsen auseinandersetzen.1 Auch die Nasdaq Stock Market hat ihre eigenen Anforderungen.2



Praktisches Beispiel: Das Back-Door-Listing der XYZ Corporation


Die XYZ Corporation ist ein mittelständisches Produktionsunternehmen, das unter seinem aktuellen Managementteam erheblich gewachsen ist. Das Management des Unternehmens ist sehr optimistisch, da es in den letzten drei Jahren jeweils Rekordgewinne erzielt hat, zuletzt mit einem Jahresgewinn von 3 Millionen Dollar.

Ermutigt durch ihren jüngsten Erfolg glauben die Manager von XYZ, dass sie bereit für den Übergang zu einem börsennotierten Unternehmen sind. Schließlich sind sie der Meinung, dass dies ihren Aktionären durch eine höhere Liquidität, Legitimität und einen besseren Zugang zu kostengünstiger Kapitalbeschaffung zugutekommen würde. Zu diesem Zweck planen sie einen Börsengang an der NYSE.

Trotz ihrer jüngsten Leistungen stellt XYZ jedoch bald fest, dass sie noch immer nicht die Zulassungskriterien der NYSE erfüllen. Ein Grund dafür ist ihre aktuelle Gewinnsituation: Obwohl ihr Wachstum stark war, haben sie in den letzten drei Jahren noch nicht kumulierte Vorsteuergewinne von 10 Millionen Dollar erzielt.

Angesichts dieser Situation verfolgen die Manager von XYZ eine alternative Strategie. Anstatt einfach zu warten, bis sie die Börsenzulassungskriterien erfüllen, wählen sie ein Back-Door-Listing, indem sie ein relativ günstiges börsennotiertes Unternehmen suchen und es direkt übernehmen. Zur Finanzierung ist XYZ gezwungen, auf erhebliche Schulden zurückzugreifen, was die Übernahme zu einer Art Leveraged Buyout (LBO)-Transaktion macht. Nach der Übernahme kann das neu erworbene Unternehmen als öffentliches „Fahrzeug“ von XYZ dienen, sodass XYZ die Vorteile einer Börsennotierung erhält, ohne die neuen Zulassungsanforderungen formell zu erfüllen.

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