Basisrisiko
Basisrisiko verstehen: Definition, Arten und Auswirkungen auf das Hedging
Was ist Basisrisiko?
Basisrisiko tritt auf, wenn Anlagen, die einander ausgleichen sollen, sich nicht in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Diese unvollkommene Korrelation kann unerwartete Gewinne oder Verluste verursachen und erhöht das Risiko der Absicherungsstrategie.
Basisrisiko kann Anlageentscheidungen beeinflussen, insbesondere bei Hedging-Strategien, bei denen Preisbewegungen von den Erwartungen abweichen. Zum Beispiel bei der Absicherung einer Anleihe mit Schatzwechsel-Futures, wenn sich die Produkte in unterschiedliche Richtungen bewegen. Produkt-, Standort- und Kalenderinkongruenzen sind spezifische Formen des Basisrisikos, auf die Anleger insbesondere an Rohstoffmärkten stoßen können.
Wichtige Erkenntnisse
- Basisrisiko entsteht, wenn Hedging-Strategien nicht zu vollständig gegenläufigen Preisänderungen führen, was potenzielle Gewinne oder Verluste zur Folge haben kann.
- Es kann quantifiziert werden, indem der aktuelle Marktpreis des abgesicherten Vermögenswerts von dem Futures-Preis abgezogen wird.
- Standortbedingtes Basisrisiko tritt auf, wenn der Lieferort eines Kontrakts von dem abweicht, was der Verkäufer benötigt, z. B. bei der Absicherung in verschiedenen Regionen.
- Produktbasiertes Basisrisiko entsteht, wenn ein Produkt mit Kontrakten eines anderen Produkts abgesichert wird, oft aufgrund von Liquiditätserwägungen.
- Kalenderbasiertes Basisrisiko tritt auf, wenn die Verfallsdaten einer Absicherung nicht mit dem zeitlichen Verlauf der zugrunde liegenden Position übereinstimmen.
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Wie Basisrisiko Hedging-Strategien beeinflusst
Ausgleichsinstrumente sind im Allgemeinen in ihrer Struktur den abgesicherten Anlagen ähnlich, aber dennoch unterschiedlich genug, um Anlass zur Sorge zu geben. Zum Beispiel besteht bei dem Versuch, eine zweijährige Anleihe durch den Kauf von Schatzwechsel-Futures abzusichern, das Risiko, dass der Schatzwechsel und die Anleihe nicht identisch schwanken.
Um die Höhe des Basisrisikos zu quantifizieren, muss ein Anleger lediglich den aktuellen Marktpreis des abgesicherten Vermögenswerts nehmen und den Futures-Preis des Kontrakts abziehen.
Wenn Öl beispielsweise 55 $ pro Barrel kostet und der Futures-Kontrakt bei 54,98 $ liegt, beträgt die Basis 0,02 $. Bei großen Mengen kann das Basisrisiko die Gewinne oder Verluste eines Handels erheblich beeinflussen.
Arten des Basisrisikos: Standort, Produkt und Kalender
Eine weitere Form des Basisrisikos ist das standortbedingte Basisrisiko. Dies tritt an Rohstoffmärkten auf, wenn die Lieferorte von Kontrakten von den Bedürfnissen des Verkäufers abweichen.
Ein Erdgasproduzent in Louisiana hat beispielsweise ein standortbedingtes Basisrisiko, wenn er beschließt, sein Preisrisiko mit in Colorado lieferbaren Kontrakten abzusichern. Wenn die Kontrakte in Louisiana bei 3,50 $ pro eine Million British Thermal Units (MMBtu) gehandelt werden und die Kontrakte in Colorado bei 3,65 $/MMBtu, beträgt das standortbedingte Basisrisiko 0,15 $/MMBtu.
Produkt- oder qualitätsbedingtes Basisrisiko tritt auf, wenn ein Kontrakt ein Produkt oder eine Qualität absichert, die sich von der ursprünglichen unterscheidet. Ein häufig verwendetes Beispiel hierfür ist die Absicherung von Kerosin mit Rohöl oder schwefelarmem Dieselkraftstoff, da diese Kontrakte weitaus liquider sind als Derivate auf Kerosin selbst. Unternehmen, die solche Geschäfte tätigen, sind sich des produktbasierten Basisrisikos in der Regel bewusst, gehen es aber bewusst ein, anstatt überhaupt keine Absicherung vorzunehmen.
Kalenderbasiertes Basisrisiko entsteht, wenn ein Unternehmen oder Anleger eine Position mit einem Kontrakt absichert, der nicht am selben Datum verfällt wie die abgesicherte Position. Beispielsweise verfallen RBOB-Benzin-Futures an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) am letzten Kalendertag des Monats vor Lieferung. Somit verfällt ein im Mai lieferbarer Kontrakt am 30. April. Auch wenn der Zeitraum kurz ist, erzeugt diese Diskrepanz ein Basisrisiko.
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