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Verstehen von Legs im Trading: Strategien und Anwendungen
Was ist ein Leg?
Ein Leg ist ein Teil einer mehrteiligen Handelsstrategie, oft im Derivatehandel, bei der ein Trader mehrere Options- oder Futures-Kontrakte kombiniert. In seltenen Fällen kombinieren sie möglicherweise beide Kontraktarten, um eine Position abzusichern, von Arbitrage zu profitieren oder von einer Ausweitung oder Verengung eines Spreads zu profitieren. Innerhalb dieser Strategien wird jeder Derivatenkontrakt oder jede Position im Basiswert als Leg bezeichnet.
Bei Eingehen einer Multi-Leg-Position spricht man von "Legging-in" in den Trade. Das Verlassen dieser Art von Position wird als "Legging-out" bezeichnet. Bei diesen komplexen Strategien ist das Timing entscheidend, um Preisrisiken zu vermeiden.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Leg ist eine Komponente einer mehrteiligen Derivatehandelsstrategie, wie etwa der Kombination von Options- oder Futures-Kontrakten.
- Trader gehen Multi-Leg-Positionen ein, um abzusichern, von Arbitrage zu profitieren oder Spread-Veränderungen auszunutzen.
- Das Timing ist bei Multi-Leg-Strategien entscheidend, um Preisrisiken zu vermeiden und Handelsergebnisse zu optimieren.
- Ein Long Straddle umfasst zwei Legs und nutzt einen Call und einen Put, um unabhängig von der Preisrichtung Gewinne zu erzielen.
- Der Iron Condor ist eine Vier-Leg-Strategie, die darauf abzielt, von minimalen Preisbewegungen innerhalb einer bestimmten Spanne zu profitieren.
Erkundung von Legs in Handelsstrategien
Ein Leg ist ein Teil oder eine Seite eines mehrstufigen oder Multi-Leg-Trades. Diese Art von Trades ist wie ein Rennen einer langen Reise – sie haben mehrere Teile oder Legs. Sie werden anstelle einzelner Trades verwendet, insbesondere wenn die Trades komplexere Strategien erfordern. Ein Leg kann den gleichzeitigen Kauf und Verkauf eines Wertpapiers umfassen.
Damit Legs funktionieren, ist es wichtig, das Timing zu berücksichtigen. Die Legs sollten gleichzeitig ausgeführt werden, um Risiken durch Schwankungen des Preises des zugehörigen Wertpapiers zu vermeiden. Mit anderen Worten: Ein Kauf und ein Verkauf sollten etwa zur gleichen Zeit getätigt werden, um Preisrisiken zu vermeiden.
Es gibt verschiedene Arten von Legs, die im Folgenden beschrieben werden.
Entschlüsselung von Legs im Optionshandel
Optionen sind derivative Kontrakte, die Händlern das Recht, aber nicht die Verpflichtung einräumen, den Basiswert zu einem vereinbarten Preis – auch als Ausübungspreis bekannt – am oder vor einem bestimmten Verfallsdatum zu kaufen oder zu verkaufen. Bei einem Kauf eröffnet ein Händler eine Call-Option. Bei einem Verkauf handelt es sich um eine Put-Option.
Die einfachsten Optionsstrategien umfassen nur einen Kontrakt und werden als einbeinige (Single-Leg) Strategien bezeichnet, mit vier grundlegenden Formen.
Investopedia / Sabrina Jiang
Eine fünfte Form, der cash-secured Put, beinhaltet den Verkauf einer Put-Option und das Halten von Bargeld, um den Basiswert zu kaufen, falls die Option ausgeübt wird.
Händler kombinieren diese Optionen und Positionen, um komplexe Wetten auf Preisbewegungen zu konstruieren, potenzielle Gewinne zu hebeln, Verluste zu begrenzen und durch Arbitrage aus Marktineffizienzen zu profitieren.
Zwei-Leg-Strategie: Long Straddle
Der Long Straddle besteht aus zwei Legs: einem Long Call und einem Long Put, ideal für Händler, die eine Preisänderung ohne klare Richtung erwarten.
Ein Anleger erreicht die Gewinnschwelle, wenn der Preis um seinen Nettosollbetrag steigt oder fällt, der den Kontraktpreis und Gebühren umfasst. Gewinne entstehen, wenn die Preise weiter steigen oder fallen, während Verluste auf den Nettosollbetrag begrenzt sind.
Wie die folgende Tabelle zeigt, führt die Kombination dieser beiden Kontrakte zu einem Gewinn, unabhängig davon, ob der Preis des Basiswerts steigt oder fällt.
Drei-Leg-Strategie: Collar
Der Collar ist eine Schutzstrategie, die bei einer langen Aktienposition angewendet wird. Er umfasst drei Legs:
Eine Long-Position im Basiswert
Ein Long Put
Ein Short Call
Diese Kombination entspricht einer Wette auf steigende Kurse des Basiswerts, wird jedoch durch den Long Put abgesichert, der das Verlustpotenzial begrenzt. Diese Kombination wird als Protective Put bezeichnet. Das Hinzufügen eines Short Call begrenzt die potenziellen Gewinne, gleicht jedoch die Kosten des Put aus und kann den Nettosollbetrag senken oder neutralisieren.
Diese Strategie wird in der Regel von Händlern verwendet, die leicht bullish sind und keine großen Kurssteigerungen erwarten.
Vier-Leg-Strategie: Iron Condor
Der Iron Condor ist eine komplexe, risikobegrenzte Strategie, die darauf abzielt, Gewinne zu erzielen, wenn der Preis des Basiswerts stabil bleibt. Idealerweise sollte der Preis bei Verfall zwischen den Ausübungspreisen des Short Put und Short Call liegen. Die Gewinne sind auf die Nettogutschrift begrenzt, die der Anleger nach dem Kauf und Verkauf der Kontrakte erhält, aber auch der maximale Verlust ist begrenzt.
Der Aufbau dieser Strategie erfordert vier Legs oder Schritte. Sie kaufen einen Put, verkaufen einen Put, kaufen einen Call und verkaufen einen Call zu den unten gezeigten relativen Ausübungspreisen. Die Verfallsdaten sollten nahe beieinander liegen, wenn nicht sogar identisch sein, und das ideale Szenario ist, dass jeder Kontrakt aus dem Geld (OTM) verfällt – das heißt, wertlos.
Erkundung von Legs in Futures-Kontrakten
Futures-Kontrakte können ebenfalls kombiniert werden, wobei jeder Kontrakt ein Leg einer größeren Strategie darstellt. Zu diesen Strategien gehören Kalender-Spreads, bei denen ein Händler einen Futures-Kontrakt mit einem Lieferdatum verkauft und einen Kontrakt für denselben Rohstoff mit einem anderen Lieferdatum kauft. Der Kauf eines relativ bald verfallenden Kontrakts und der Leerverkauf eines späteren (oder "aufgeschobenen") Kontrakts ist bullisch, und umgekehrt.
Andere Strategien versuchen, von der Spanne zwischen verschiedenen Rohstoffpreisen zu profitieren, wie dem Crack Spread – der Differenz zwischen Öl und seinen Nebenprodukten – oder dem Spark Spread – der Differenz zwischen dem Preis von Erdgas und Strom aus Gaskraftwerken.