Bein raus
Leg Out: Was es bedeutet, wie es funktioniert, Beispiel
Was ist Leg Out?
Leg Out bezieht sich auf eine Seite einer komplexen (d.h. mehrbeinigen) Options-Transaktion. Ein Bein ist ein Teil einer Optionsstrategie, die als Spread oder Combo bekannt ist, bei der Händler gleichzeitig Optionen auf denselben Basiswert kaufen und verkaufen, jedoch mit unterschiedlichen Ausübungspreisen oder unterschiedlichen Verfallsmonaten. Dies kann entweder Call- oder Put-Optionen umfassen. Anstatt eine gesamte Spread-Position zu schließen, kann ein Händler nur einen Teil des Spreads aussteigen (Leg out) und den Rest bestehen lassen. In diesem Sinne ist Legging Out das Gegenteil von Legging-In, also dem Aufbau einer neuen Spread-Strategie Bein für Bein.
Leg Out kann also bedeuten, einen Teil einer bestehenden Derivateposition nach und nach zu schließen oder aufzulösen. Dies beseitigt effektiv jede zusätzliche Verlust- oder Gewinnmöglichkeit aus diesem Bein der Position. Wenn die ursprüngliche Spread-Transaktion jedoch aus mehreren Beinen bestand, kann das Aussteigen aus einem Transaktionsbein den Anleger weiterhin den anderen Beinen aussetzen.
Umgangssprachlich kann "ein Bein draußen lassen" (Leg out) auch bedeuten, sich Optionen offen zu halten, um Flexibilität zu haben, falls sich eine Gelegenheit ergibt.
Wichtige Erkenntnisse
- Leg Out bezieht sich auf den schrittweisen Ausstieg aus mehreren Einzelpositionen, die zusammen eine komplexe Optionsstrategie wie einen Spread bilden.
- Das Aussteigen aus einer komplexen Strategie kann für einen Händler vorteilhaft sein, wenn das schrittweise Auflösen der Position günstiger ist als der gleichzeitige Ausstieg.
- Mit dieser Strategie ist ein Bein-Risiko verbunden, d.h. das Risiko, dass der Marktpreis eines oder mehrerer gewünschter Beine während der Ausführung der verschiedenen Einzelaufträge ungünstig wird.
Leg Out verstehen
Legging In und Out kann mit verschiedenen Arten von Optionspositionen durchgeführt werden. Anleger können aus jedem bestehenden Spread oder jeder Kombination aussteigen, wie z.B. Strips, Straps, Kalender-Spreads, Straddles und Strangles, neben vielen anderen komplexen Positionen. Legging Out erfolgt, wenn der Anleger bereit ist, einen Teil der Position zu schließen. Ein Bein bezieht sich einfach auf einen Teil der Transaktion, wie z.B. einen Straddle, der aus zwei Beinen besteht, die aus zwei Optionen bestehen – Kauf oder Verkauf sowohl eines Calls als auch eines Puts mit demselben Verfallsdatum und Ausübungspreis.
Händler entscheiden sich möglicherweise dafür, in Optionspositionen einzusteigen (leg in) oder auszusteigen (leg out), wenn sie glauben, dass es einfacher oder kostengünstiger ist, die Position Bein für Bein zu handeln, anstatt ein Gebot oder Angebot für den Spread/Combo als einzelnes Paket abzugeben.
Um einen Spread zu handeln, muss der Händler eine interessierte Gegenpartei finden, die die genau entgegengesetzte Position zu einem fairen Preis und in ausreichender Größe einnehmen möchte. Oft, insbesondere bei komplexen Strategien, existiert diese interessierte Gegenpartei entweder nicht oder ist schwer zu finden. Daher ist es für den Händler besser, dies Bein für Bein zu tun.
Beispiel für Legging Out
Angenommen, ein Händler möchte einen XYZ 1x2 Ratio Put Spread mit den Ausübungspreisen 40 und 35 aufbauen. Nach Rücksprache mit Kollegen und nachdem er einen Broker beauftragt hat, den Spread als Einheit zu quotieren, stellt der Händler fest, dass er den 40er Put an einer Börse kaufen und zwei 35er Puts über die Bildschirme einer elektronischen Börse verkaufen kann. Der Händler ist damit effektiv in den Trade eingestiegen (legged in).
Ein Monat vergeht und die 35er Puts haben viel von ihrem Wert verloren. Der Händler beschließt, diese kleinen Puts zu schließen, indem er sie für fünf Cent über die Bildschirme zurückkauft. Damit ist er aus diesem Teil des Spreads ausgestiegen (legged out).
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