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belastender Vertrag

Drückende Verträge verstehen: Definition, Beispiele und Bilanzierungsregeln



Was ist ein belastender Vertrag?


Ein belastender Vertrag ist eine Vereinbarung, bei der die Erfüllung ein Unternehmen mehr kostet, als es daraus erzielt. Nach internationalen Rechnungslegungsstandards müssen diese Verträge als Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die Vereinigten Staaten haben ein anderes System, das auf allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) basiert, wie sie vom US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board festgelegt werden. Nach den GAAP-Regeln müssen Unternehmen die Verluste aus belastenden Verträgen nicht gesondert ausweisen.

Häufige Beispiele für belastende Verträge sind mehrjährige Mietverträge für Immobilien, die das Unternehmen nicht nutzen kann.



Wichtige Erkenntnisse


  • Belastende Verträge entstehen, wenn die Kosten für die Erfüllung eines Vertrags die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile übersteigen, was für Unternehmen eine finanzielle Belastung darstellt.
  • Gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) müssen Unternehmen belastende Verträge als Verbindlichkeiten in ihrer Bilanz ausweisen, um potenzielle finanzielle Verluste genau widerzuspiegeln.
  • Die Definition belastender Verträge und die Anforderungen an deren Bilanzierung werden hauptsächlich durch den International Accounting Standard 37 (IAS 37) geregelt, der sie aufgrund ihrer unsicheren Kosten und Zeitpunkte als Rückstellungen einstuft.
  • Trotz der globalen Reichweite der IFRS folgen US-amerikanische Unternehmen in der Regel den Generally Accepted Accounting Principles (GAAP), die die Erfassung belastender Verträge nicht in gleicher Weise vorschreiben, was die Unterschiede in den internationalen Rechnungslegungspraktiken verdeutlicht.
  • Unternehmen müssen auf Anzeichen zukünftiger Verluste aus Verträgen achten und diese zeitnah erfassen, um die IFRS-Standards einzuhalten und Transparenz sowie finanzielle Genauigkeit zu gewährleisten.


Detaillierte Aufschlüsselung belastender Verträge in der Rechnungslegung


Die International Accounting Standards (IAS) definieren einen belastenden Vertrag als „einen Vertrag, bei dem die unvermeidbaren Kosten für die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrag die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile übersteigen."1

Der Begriff „unvermeidbare Kosten“ hat auch eine spezifische Bedeutung für Rechnungslegungszwecke. Die IAS definieren ihn als „den niedrigeren Wert aus den Kosten der Vertragserfüllung und etwaigen Entschädigungen oder Strafen, die sich aus der Nichterfüllung ergeben."1



Beispiele aus der Praxis für belastende Verträge


Ein Beispiel für einen belastenden Vertrag könnte eine Vereinbarung zur Anmietung einer Immobilie sein, die nicht mehr benötigt wird oder die nicht mehr gewinnbringend genutzt werden kann. Angenommen, ein Unternehmen schließt einen mehrjährigen Mietvertrag für Büroräume ab, zieht jedoch um oder verkleinert sich, während der Vertrag noch läuft, sodass die Büroräume, die es nun nicht mehr benötigt, leer stehen. Oder stellen Sie sich ein Bergbauunternehmen vor, das einen Pachtvertrag für den Abbau von Kohle oder einem anderen Rohstoff auf einem Grundstück abgeschlossen hat, aber irgendwann während der Vertragslaufzeit fällt der Preis dieses Rohstoffs auf ein Niveau, das den Abbau und die Vermarktung unrentabel macht.



Wichtige Überlegungen zur Bilanzierung belastender Verträge


Die Regeln für die Behandlung belastender Verträge im Jahresabschluss eines Unternehmens sind Teil der International Financial Reporting Standards (IFRS), für die der IAS Board das unabhängige Standardsetzungsgremium ist. Die IFRS Foundation, eine gemeinnützige Organisation, hat ihren Sitz in London.2

Der International Accounting Standard 37 (IAS 37) „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“ stuft belastende Verträge als „Rückstellungen“ ein, d. h. als Verbindlichkeiten oder Schulden, die zu einem unsicheren Zeitpunkt oder in unbekannter Höhe anfallen. Rückstellungen werden unter Verwendung der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben bewertet, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlich sind.3

Nach IAS 37 muss jedes Unternehmen, das einen Vertrag als belastend identifiziert, die gegenwärtige Verpflichtung als Verbindlichkeit erfassen und diese Verbindlichkeit in seiner Bilanz ausweisen. Dieser Prozess soll bei den ersten Anzeichen durchgeführt werden, dass das Unternehmen einen Verlust aus dem Vertrag erwartet.1

Unternehmen in vielen Ländern verwenden die IFRS- und IASB-Standards, jedoch nicht in den Vereinigten Staaten. Die USA verlangen von Unternehmen, dass sie einem anderen Satz von Standards unter GAAP folgen. Nach GAAP werden Verluste, Verpflichtungen und Schulden aus eingegangenen belastenden Verträgen in der Regel nicht erfasst oder behandelt. Das FASB hat jedoch mit dem IASB zusammengearbeitet, um weltweit kompatible Standards zu etablieren.

IFRS Foundation. "Onerous Contracts," Seite 1. Zugriff am 4. Sept. 2020.

IFRS Foundation. "Onerous Contracts," Seite 1. Zugriff am 4. Sept. 2020.

IFRS Foundation. "Über uns." Zugriff am 4. Sept. 2020.

IFRS Foundation. "Über uns." Zugriff am 4. Sept. 2020.

IFRS Foundation. "IAS 37 Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets." Zugriff am 4. Sept. 2020.

IFRS Foundation. "IAS 37 Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets." Zugriff am 4. Sept. 2020.

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