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Bereinigter Buchwert

Verständnis des bereinigten Buchwerts: Ein Leitfaden zur fairen Marktbewertung



Wichtige Erkenntnisse


  • Der bereinigte Buchwert bewertet ein Unternehmen, indem seine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den fairen Marktwert angepasst werden.
  • Diese Methode wird häufig zur Bewertung von notleidenden Unternehmen oder solchen mit Sachanlagen verwendet.
  • Immaterielle Vermögenswerte, Eventualverbindlichkeiten und außerbilanzielle Posten können die Bewertungsanpassungen erschweren.
  • Sachanlagen, insbesondere Grundstücke, Gebäude und Ausrüstungen, erfordern aufgrund historischer Kostenunterschiede oft erhebliche Anpassungen.
  • Der bereinigte Buchwert zielt darauf ab, eine faire Marktbewertung zu liefern, indem Verbindlichkeiten von den angepassten Vermögenswerten abgezogen werden.
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Was ist der bereinigte Buchwert?


Der bereinigte Buchwert liefert eine Bewertung eines Unternehmens, indem seine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich außerbilanzieller Posten, an faire Marktwerte angepasst werden. Er wird hauptsächlich zur Bewertung notleidender Unternehmen oder Firmen mit erheblichen Sachanlagen verwendet und bietet eine bereinigte Sicht auf das potenzielle Eigenkapital. Obwohl informativ, lässt er immaterielle Vermögenswerte und andere Faktoren außer Acht, was die Bewertung unvollständig machen kann.



Die Mechanik des bereinigten Buchwerts verstehen


Es gibt mehrere Methoden, mit denen ein Investor einem Unternehmen einen Wert oder Preis zuweisen kann. Die Entscheidung, welche Bewertungsmethode verwendet werden soll, hängt von mehreren Faktoren ab, wie der Art des Unternehmens und der Verfügbarkeit von Informationen.

Die Methode des bereinigten Buchwerts wird am häufigsten verwendet, um notleidenden Unternehmen, die einer möglichen Liquidation gegenüberstehen, oder Unternehmen, die Sachanlagen wie Immobilien oder Wertpapiere besitzen, einen Wert zuzuweisen. Analysten können den bereinigten Buchwert verwenden, um einen Mindestpreis für den Wert eines Unternehmens zu ermitteln, wenn eine Insolvenz oder ein Verkauf aufgrund finanzieller Schwierigkeiten absehbar ist.



Wichtige Faktoren bei der Berechnung des bereinigten Buchwerts


Die Anpassung des Buchwerts eines Unternehmens erfordert eine zeilenweise Analyse. Einige Posten sind unkompliziert, wie Bargeld und kurzfristige Schulden. Diese Posten werden in der Bilanz bereits zum fairen Marktwert geführt.

Der Wert der Forderungen kann je nach Alter der Forderungen angepasst werden müssen. Beispielsweise erhalten Forderungen, die 180 Tage überfällig sind (und wahrscheinlich zweifelhaft), einen Abschlag im Vergleich zu Forderungen unter 30 Tagen. Der Bestand kann je nach verwendeter Bestandsbewertungsmethode angepasst werden. Wenn ein Unternehmen die Last-In-First-Out-Methode (LIFO) verwendet, muss die LIFO-Rücklage wieder hinzugerechnet werden.

Sachanlagen (PP&E) unterliegen großen Anpassungen, insbesondere der Grundstückswert, der in der Bilanz zu historischen Kosten geführt wird. Der Wert des Grundstücks wäre in den meisten Fällen wahrscheinlich weit höher als die historischen Kosten. Es müssen Schätzungen vorgenommen werden, was Gebäude und Ausrüstungen auf dem freien Markt erzielen würden.

Der Anpassungsprozess wird bei Dingen wie immateriellen Vermögenswerten, Eventualverbindlichkeiten, latenten Steueransprüchen oder -verbindlichkeiten und außerbilanziellen Posten (OBS) komplizierter. Auch Minderheitsbeteiligungen, falls vorhanden, erfordern weitere Anpassungen des Buchwerts. Das Ziel ist es, jeden Vermögenswert und jede Verbindlichkeit zum fairen Marktwert zu bewerten. Nachdem die Werte aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten angepasst wurden, muss der Analyst lediglich die Verbindlichkeiten von den Vermögenswerten abziehen, um den fairen Wert des Unternehmens zu ermitteln.

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