Bestinteressen-Vertragsausnahme Bice
Verständnis der Best-Interest Contract Exemption (BICE) und deren Auswirkungen
Wichtige Erkenntnisse
- Die Best-Interest Contract Exemption (BICE) erlaubte Treuhändern, Provisionen zu verdienen, die normalerweise verboten waren.
- BICE war Teil der inzwischen aufgehobenen Treuhänderregel des Arbeitsministeriums.
- Die Regel zielte darauf ab, Interessenkonflikte unter Finanzberatern zu verhindern.
- BICE verlangte von Beratern, im besten Interesse der Kunden zu handeln, auch wenn sie Provisionen erhielten.
- Bei den Beratern entstanden Bedenken hinsichtlich Compliance und Kosten aufgrund der möglichen Auswirkungen auf Sparer mit niedrigem Einkommen.
Was war die Best-Interest Contract Exemption (BICE)?
Die Best-Interest Contract Exemption (BICE) erlaubte treuhänderischen Finanzberatern, Provisionen zu erhalten, die ansonsten eingeschränkt waren. Sie wurde vom US-Arbeitsministerium als Teil einer Treuhänderregel eingeführt und 2018 aufgehoben. BICE zeigt, wie sich ändernde Treuhandstandards auf Vergütungsstrukturen und Compliance auswirken.123
Navigieren durch die Best-Interest Contract Exemption (BICE): Wichtige Einblicke
Die neue Treuhänderregel sollte auf Anlageberater und Planer angewendet werden, die die Rolle treuhänderischer Anlageberater übernehmen, was bedeutet, dass sie strengere Regeln befolgen und Interessenkonflikte vermeiden müssten.
Folglich könnten Berater, die zusätzliche Provisionen erhielten, wenn ein Kunde ein bestimmtes Produkt wählte, in einen Konflikt geraten, wenn ähnliche Produkte ohne Provision als vergleichbar angesehen würden. BICE erlaubte dem Berater, diese Provision weiterhin zu erhalten, wenn er eine vertragliche Vereinbarung einging, die besagte, dass er im besten Interesse des Kunden handeln und jede Falschdarstellung der Optionen vermeiden würde.
Die Best-Interest-Contract-Exemption (auch als "BIC-Exemption" bekannt) bot eine Befreiung von verbotenen Transaktionen, gemäß dem Arbeitsministerium (DOL). Diese Befreiung sollte auf alle Transaktionen angewendet werden, die am oder nach dem 9. Juni 2017 stattfanden.42
Wie Berater von der Best-Interest Contract Exemption (BICE) betroffen waren
Die Treuhänderregel des Arbeitsministeriums (DOL) sollte erst im Januar 2018 in vollem Umfang in Kraft treten. Präsident Trump verzögerte im Rahmen eines breit angelegten Versuchs zur Reduzierung von Regulierungen deren Umsetzung, die am 10. April 2017 beginnen sollte.2 Am 21. Juni 2018 hob das US-Berufungsgericht des 5. Bezirks die Regel offiziell auf und machte sie damit praktisch zunichte.1
Die Regel und die Kosten und Belastung ihrer Einhaltung waren eine Quelle großer Besorgnis unter Finanzberatern. Im ursprünglichen Entwurf gab es eine Anforderung zur fortlaufenden Offenlegung der Vergütung über die Laufzeit eines Produkts, und keine klaren Haftungsgrenzen, die von der Anwaltschaft der Kläger festgelegt werden sollten.
Die Auswirkungen der Best-Interest Contract Exemption auf die Finanzdienstleistungen
Im Vorfeld des Umsetzungstermins der Treuhänderregel hatten Finanzdienstleistungsunternehmen gewarnt, dass die Regel professionelle Anlageberatung für Sparer mit mittlerem und niedrigem Einkommen einschränken würde. Dies liegt daran, dass solche Anleger für Berater und Beratungsfirmen nicht profitabel genug sind, um die Kosten für die Beantragung einer BICE zu rechtfertigen. Stattdessen müssten diese Kunden sich wahrscheinlich an Robo-Advisor oder andere kostengünstige Optionen für Anlageberatung wenden.
Da die Compliance-Kosten einer neuen Regel erst nach der Umsetzung vollständig verstanden werden, waren Berater und Unternehmen besorgt über eine neue Compliance-Belastung. Finanzdienstleistungsfirmen hatten beabsichtigt, Kosten-Nutzen-Analysen der BIC-Exemption durchzuführen, um zu sehen, ob sie eine praktikable Alternative wäre.