Bestreitbarer Markt
Theorie der bestreitbaren Märkte: Definition, Vorteile und Strategien
Wichtige Erkenntnisse
- Die Theorie bestreitbarer Märkte besagt, dass Unternehmen wettbewerbsfähig handeln, wenn die Eintrittsbarrieren niedrig sind.
- Die ständige Bedrohung durch neue Marktteilnehmer hält die Preise niedrig und verhindert monopolistisches Verhalten.
- In einem bestreitbaren Markt haben Unternehmen gleichen Zugang zu Technologie und niedrige Ein- oder Austrittskosten.
- Die Theorie begünstigt Umsatzmaximierung gegenüber Gewinnmaximierung aufgrund potenziellen Wettbewerbs.
- Bestreitbare Märkte beeinflussen Regulierungsbehörden, Effizienz zu fördern und wettbewerbswidriges Verhalten zu verhindern.
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Was ist die Theorie der bestreitbaren Märkte?
Die Theorie der bestreitbaren Märkte ist ein wirtschaftliches Konzept, das besagt, dass Unternehmen mit wenigen Konkurrenten sich wettbewerbsfähig verhalten, wenn der Markt, in dem sie tätig sind, schwache Eintrittsbarrieren aufweist. Die Theorie geht davon aus, dass selbst bei einem Monopol oder Oligopol die etablierten Unternehmen wettbewerbsfähig handeln, wenn es keine Markteintrittsbarrieren gibt. Ohne solche Barrieren wie staatliche Regulierung und hohe Eintrittskosten werden die bestehenden Marktteilnehmer alles tun, um zu verhindern, dass neue Marktteilnehmer sie eines Tages aus dem Geschäft drängen.
Die Mechanik der Theorie der bestreitbaren Märkte verstehen
Bestreitbar bedeutet in der Wirtschaftswissenschaft, dass ein Unternehmen von Konkurrenzunternehmen, die in die Branche oder den Markt einsteigen wollen, herausgefordert oder angefochten werden kann. Mit anderen Worten, ein bestreitbarer Markt ist ein Markt, in den Unternehmen frei eintreten und den sie mit geringen versunkenen Kosten verlassen können.
Gemäß der Theorie der bestreitbaren Märkte besteht eine ständige Bedrohung, dass neue Wettbewerber in den Markt eintreten und die bestehenden, etablierten Unternehmen herausfordern, wenn der Zugang zu Technologie gleich ist und die Eintrittsbarrieren schwach, niedrig oder nicht vorhanden sind.
Das ständige Risiko der Bestreitbarkeit lastet auf den Unternehmen, die bereits in diesem Bereich tätig sind, hält sie auf Trab und beeinflusst ihre Geschäftstätigkeit. Ein solches Umfeld hält die Preise in der Regel niedrig und verhindert monopolistische Preise und Verhaltensweisen.
Merkmale eines bestreitbaren Marktes sind:
Es gibt keine Eintritts- oder Austrittsbarrieren
Es gibt niedrige oder keine versunkenen Kosten: Kosten, die bereits angefallen sind und nicht zurückgewonnen werden können
Sowohl etablierte Unternehmen als auch neue Marktteilnehmer haben Zugang zum gleichen Technologieniveau
Strategien und Methoden in bestreitbaren Märkten
In einem bestreitbaren Markt könnten Neueinsteiger eine Hit-and-Run-Strategie verfolgen. Die neuen Marktteilnehmer können den Markt "treffen", da keine oder geringe Eintrittsbarrieren bestehen, Gewinne erzielen und dann "abhauen", ohne Austrittskosten zu verursachen.
Diese Arten von Risiken beschäftigen die Führungsteams in der Branche und veranlassen sie, ihre Geschäftsstrategien anzupassen und eher auf Umsatzmaximierung als auf Gewinnmaximierung zu setzen. Nach der Theorie würden unbegrenzte Gewinne in einem wirklich bestreitbaren Markt auf normale Gewinne gedrückt.
Folglich könnte selbst ein Monopol gezwungen sein, wettbewerbsfähig zu handeln, wenn die Eintrittsbarrieren schwach sind. Die Betreiber eines Monopols könnten zu dem Schluss kommen, dass, wenn sie zu profitabel sind, ein Konkurrent leicht in den Markt eintreten, ihr Geschäft anfechten und ihre Gewinne unterbieten könnte.
Wichtig
Das zentrale Prinzip eines bestreitbaren Marktes ist, dass eine glaubwürdige Bedrohung für bestehende Unternehmen besteht, bei geringen bis keinen Hindernissen für neue Marktteilnehmer.
Ursprünge und Entwicklung der Theorie der bestreitbaren Märkte
Die Theorie der bestreitbaren Märkte wurde der Welt vom Ökonomen William J. Baumol im Jahr 1982 in seinem Buch "Contestable Markets and the Theory of Industrial Structure" vorgestellt. Baumol argumentierte, dass bestreitbare Märkte aufgrund der ständigen Bedrohung durch neue Marktteilnehmer immer ein Wettbewerbsgleichgewicht erzeugen.1
Herausforderungen und Einschränkungen der Theorie der bestreitbaren Märkte
Die Voraussetzungen für einen vollkommen bestreitbaren Markt sind schwer zu erfüllen. Es ist selten einfach für einen Neuling, in das Revier eines anderen Unternehmens einzudringen und sich sofort auf einem ebenen Spielfeld wiederzufinden.
Die Kosten für den Markteintritt und -austritt sind selten minimal, während Faktoren wie Skaleneffekte fast immer Unternehmen belohnen, die schon länger bestehen.
Regulatorische Auswirkungen und Überlegungen in bestreitbaren Märkten
Aspekte der Theorie der bestreitbaren Märkte beeinflussen die Ansichten und Methoden staatlicher Regulierungsbehörden maßgeblich. Denn die Öffnung eines Marktes für potenzielle neue Marktteilnehmer kann ausreichen, um Effizienz zu fördern und wettbewerbswidriges Verhalten zu unterbinden.
Zum Beispiel können Regulierungsbehörden bestehende Unternehmen zwingen, ihre Infrastruktur für potenzielle Neueinsteiger zu öffnen oder Technologie zu teilen. Dieser Ansatz zur Erhöhung der Bestreitbarkeit ist in der Kommunikationsbranche üblich, wo etablierte Unternehmen wahrscheinlich erhebliche Macht oder Kontrolle über das Netzwerk und die Infrastruktur haben.
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Amazon. "Contestable Markets and the Theory of Industry Structure."
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