Bewertungsanalyse
Umfassender Leitfaden zur Bewertungsanalyse: Techniken und Anwendungen
Was ist eine Bewertungsanalyse?
Die Bewertungsanalyse ist der Prozess zur Schätzung des Wertes eines Vermögenswerts, sei es ein Unternehmen, ein Wertpapier, ein Rohstoff oder eine Immobilie, um fundierte finanzielle Entscheidungen zu unterstützen. Analysten verwenden je nach Vermögenswerttyp unterschiedliche Bewertungsmethoden, die auf Annahmen und Modelleingaben basieren, um den inneren Wert zu bestimmen.
Diese Analyse hilft Investoren zu beurteilen, ob ein Vermögenswert über- oder unterbewertet ist, und leitet fundiertere Anlageentscheidungen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Bewertungsanalyse schätzt den fairen oder inneren Wert eines Vermögenswerts, wie eines Unternehmens oder Wertpapiers.
- Analysten verwenden verschiedene Methoden und Modelle, um den Vermögenswert auf Basis fundamentaler Daten zu bestimmen.
- Verschiedene Vermögenswerte erfordern je nach Cashflow-Generierung und Zweck unterschiedliche Bewertungsansätze.
- Annahmen sind Bewertungsmodellen inhärent und beeinflussen die Ergebnisse der Vermögensbewertung.
- Die Bewertung hilft Investoren, Unternehmen zu vergleichen und fundierte Anlageentscheidungen innerhalb von Sektoren zu treffen.
Die Rolle der Bewertungsanalyse bei der Vermögensbewertung
Die Bewertungsanalyse ist größtenteils Wissenschaft (Zahlenarbeit), aber es ist auch ein wenig Kunst involviert, da der Analyst gezwungen ist, Annahmen für Modelleingaben zu treffen. Der Wert eines Vermögenswerts ist im Wesentlichen der Barwert (PV) aller zukünftigen Cashflows, die der Vermögenswert voraussichtlich erwirtschaften wird. Unternehmensbewertungsmodelle beinhalten Annahmen über Umsatzwachstum, Margen, Finanzierung, Ausgaben, Steuersätze und Diskontierungssätze.
Nach der Einrichtung des Modells kann der Analyst mit den Variablen spielen, um zu sehen, wie sich die Bewertung mit diesen unterschiedlichen Annahmen ändert. Es gibt kein Einheitsmodell für verschiedene Anlageklassen. Ein produzierendes Unternehmen könnte ein mehrjähriges DCF-Modell verwenden, ein Immobilienunternehmen könnte sich auf NOI und Kapitalisierungszinssätze stützen, und Rohstoffbewertungen hängen von globalen Angebots- und Nachfrageprognosen ab.
Praktische Anwendungen der Bewertungsanalyse
Das Ergebnis der Bewertungsanalyse kann viele Formen annehmen. Es kann eine einzelne Zahl sein, wie zum Beispiel ein Unternehmen mit einem Wert von etwa 5 Milliarden Dollar, oder es kann eine Spanne von Zahlen sein, wenn der Wert eines Vermögenswerts weitgehend von einer oft schwankenden Variablen abhängt, wie z.B. eine Unternehmensanleihe mit hoher Duration, deren Bewertungsspanne zwischen Nennwert und 90 % des Nennwerts liegt, abhängig von der Rendite der 30-jährigen Treasury-Anleihe. Die Bewertung kann als Kursmultiple ausgedrückt werden. Zum Beispiel wird eine Technologieaktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 40 gehandelt, eine Telekommunikationsaktie wird mit dem 6-fachen des Unternehmenswerts zum Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EV/EBITDA) bewertet, oder eine Bank wird mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,3 gehandelt. Die Bewertungsanalyse kann auch als Vermögenswert pro Aktie oder als Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie dargestellt werden.
Verbindung der Bewertungsanalyse mit dem inneren Wert
Die Bewertungsanalyse ist für Investoren wichtig, um die inneren Werte von Unternehmensaktien zu schätzen und fundiertere Anlageentscheidungen zu treffen. Die fairen Werte von Anleihen weichen kaum, wenn überhaupt, von den inneren Werten ab, aber es ergeben sich gelegentlich Chancen bei finanziellen Schwierigkeiten eines hoch verschuldeten Unternehmens. Die Bewertungsanalyse ist ein nützliches Werkzeug, um Unternehmen innerhalb derselben Branche zu vergleichen oder die Rendite einer Investition über einen bestimmten Zeitraum zu schätzen.