Bilateraler Vertrag
Bilaterale Verträge verstehen: Definitionen, Beispiele und Funktionalität
Wichtige Erkenntnisse:
- Ein bilateraler Vertrag beinhaltet gegenseitige Verpflichtungen, bei dem jede Partei zustimmt, ihren Teil der Vereinbarung zu erfüllen.
- Kaufverträge, Mietverträge und Arbeitsverträge sind häufige Beispiele für bilaterale Verträge.
- Bilaterale Verträge werden im Geschäftsleben häufig für den Austausch von Produkten oder Dienstleistungen gegen Vergütung verwendet.
- Der Unterschied zwischen bilateralen und unilateralen Verträgen liegt in den gegenseitigen Verpflichtungen beider Parteien.
- Gerichte können prüfen, ob beide Parteien etwas von Wert angeboten haben, um festzustellen, ob ein Vertrag bilateral ist.
Was ist ein bilateraler Vertrag?
Ein bilateraler Vertrag ist eine rechtliche Vereinbarung, bei der zwei Parteien gegenseitige Versprechen abgeben, wobei jede Partei sich verpflichtet, eine Leistung im Austausch für die Leistung der anderen zu erbringen. Diese Vereinbarungen kommen überall vor, etwa in Kaufverträgen, Arbeitsverträgen und den meisten alltäglichen Geschäftstransaktionen, da beide Seiten klare Verantwortlichkeiten übernehmen.
Im Gegensatz zu einem unilateralen Vertrag, der nur von einer Partei Leistung erfordert, beruht ein bilateraler Vertrag auf gegenseitigen Verpflichtungen, um eine bindende Vereinbarung zu schaffen.
Verständnis des Mechanismus bilateraler Verträge
Der bilaterale Vertrag ist die häufigste Art von bindender Vereinbarung. Jede Partei ist sowohl Schuldner (eine Person, die gegenüber einer anderen verpflichtet ist) ihres eigenen Versprechens als auch Gläubiger (eine Person, der gegenüber eine andere verpflichtet oder gebunden ist) des Versprechens der anderen Partei. Ein Vertrag wird unterzeichnet, damit die Vereinbarung klar und rechtlich durchsetzbar ist.
Jeder Kaufvertrag ist ein Beispiel für einen bilateralen Vertrag. Ein Autokäufer kann sich bereit erklären, dem Verkäufer einen bestimmten Geldbetrag zu zahlen, im Austausch für den Fahrzeugbrief. Der Verkäufer erklärt sich bereit, den Fahrzeugbrief im Austausch für den vereinbarten Kaufpreis zu übergeben. Wenn eine der Parteien ihren Teil der Vereinbarung nicht erfüllt, liegt ein Vertragsbruch vor.1
In diesem Sinne sind praktisch alle unsere täglichen Routinegeschäfte bilaterale Verträge, manchmal mit einer unterzeichneten Vereinbarung und oft ohne.
Geschäftsverträge sind fast immer bilateral. Unternehmen stellen ein Produkt oder eine Dienstleistung gegen finanzielle Vergütung zur Verfügung, daher schließen die meisten Unternehmen ständig bilaterale Verträge mit Kunden oder Lieferanten. Ein Arbeitsvertrag, in dem ein Unternehmen einem Bewerber eine bestimmte Vergütung für die Erledigung bestimmter Aufgaben verspricht, ist ebenfalls ein bilateraler Vertrag.
Wichtig
Bei der Entscheidung, ob ein Vertrag unilateraler oder bilateraler Natur ist, berücksichtigen Gerichte oft, ob beide Parteien etwas Konkretes von Wert angeboten haben – in diesem Fall ist der Vertrag bilateral.
Vergleich von bilateralen und unilateralen Verträgen
Wie bereits erwähnt, hat ein bilateraler Vertrag per Definition gegenseitige Verpflichtungen. Das unterscheidet ihn von einem unilateralen Vertrag. Bei einem unilateralen Vertrag ist eine Partei nur dann und nur wenn die andere Partei eine bestimmte Aufgabe erfüllt, verpflichtet, ihre Verpflichtung zu erfüllen. Ein unilateraler Vertrag beinhaltet in der Regel, dass die erste Partei nur nach Erfüllung der Aufgabe der zweiten Partei eine Zahlung leistet.2
In rechtlicher Hinsicht ist die zweite Partei bei einem unilateralen Vertrag nicht verpflichtet, die Aufgabe tatsächlich zu erfüllen, und kann wegen Nichtausführung nicht in Vertragsbruch verfallen. Wäre es ein bilateraler Vertrag, hätten beide Parteien eine rechtliche Verpflichtung.
Ein Beispiel für einen unilateralen Vertrag könnte ein Wettbewerb sein, bei dem ein vergrabener Schatz gefunden werden muss, um 1 Million Dollar zu gewinnen. Niemand ist verpflichtet, nach dem Schatz zu suchen, aber wenn jemand ihn findet, ist der Wettbewerbsveranstalter verpflichtet, dieser Person 1 Million Dollar zu zahlen. Wenn die Art eines Vertrags bestritten wird, beurteilt ein Gericht die Begründetheit des Anspruchs anhand des Vertragsinhalts und entscheidet, ob eine oder beide Parteien eine Verpflichtung oder ein Zugeständnis haben.