Bildungstechnologie
Was ist EdTech? Definition, Beispiel, Vorteile & Nachteile
Was ist EdTech?
EdTech (eine Kombination aus „Bildung“ und „Technologie“) bezeichnet Hardware und Software, die darauf ausgelegt sind, lehrergeführtes Lernen in Klassenzimmern zu verbessern und die Bildungsergebnisse von Schülern zu steigern.
EdTech befindet sich noch in den frühen Phasen seiner Entwicklung, zeigt aber vielversprechende Ansätze als Methode zur Anpassung des Lehrplans an das Leistungsniveau eines Schülers, indem neue Inhalte in einem für den Schüler bewältigbaren Tempo eingeführt und vertieft werden.
Wichtige Erkenntnisse
- EdTech, kurz für Bildungstechnologie, bezieht sich auf neue technologische Implementierungen im Klassenzimmer.
- Tablets im Klassenzimmer, interaktive Projektionsbildschirme und Whiteboards, Online-Inhaltsbereitstellung und MOOCs sind alles Beispiele für EdTech.
- Das Ziel von EdTech ist es, die Schülerergebnisse zu verbessern, die individualisierte Bildung zu fördern und die Lehrbelastung der Lehrkräfte zu verringern.
- Während viele die Technologie im Klassenzimmer loben, befürchten andere, dass sie unpersönlich ist und zu Datenerfassung und -verfolgung sowohl von Schülern als auch von Lehrkräften führen kann.
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EdTech verstehen
EdTech kann ein kontroverses Thema sein. Da ein großer Teil des Bildungssystems gewerkschaftlich organisiert ist, gibt es Bedenken, dass EdTech ein Versuch ist, bestimmte Aufgaben im Klassenzimmer schrittweise abzubauen, um Kosten zu senken. Die Entwickler von EdTech betonen das Verbesserungspotenzial der Software und Technologie, die den Lehrer entlasten, sodass er mehr in eine Rolle als Moderator schlüpfen kann. Aufgrund von Zeitbeschränkungen ist es für einen Lehrer schwierig, nach Lehrplan zu unterrichten, leistungsschwächere Lernende aufzuholen und gleichzeitig die Spitze der Klasse bei der Arbeit zu halten. Durch die Automatisierung der Leistungsbewertung und der Anpassung des Schwierigkeitsgrads kann EdTech potenziell zu besseren Ergebnissen für einzelne Schüler und die gesamte Klasse führen.
Die Technologie im Klassenzimmer erlebte zwei Implementierungswellen. Die erste war die Einführung von Hardware im Klassenzimmer. Unweigerlich hat sich die Diskussion der Software zugewandt, um die Hardware besser zu koordinieren und zu nutzen. Diese Softwarelösungen sind EdTech. Viele davon sind cloudbasiert und stützen sich auf Bildungsforschung, um Algorithmen dafür zu erstellen, wie langsam oder schnell ein Schüler bei verschiedenen Lernzielen vorankommen soll.
Massive Open Online Courses (MOOCs) nutzen Technologie, um eine große Anzahl von Online-Studenten auf der ganzen Welt zu erreichen. Obwohl diese Kurse auch Probleme haben, wie z. B. niedrige Abschlussquoten, sind sie ein Versuch, Bildung auf eine Weise anzubieten, die dem Benutzer entspricht.
EdTech-Bedenken
Viele der Befürchtungen in Bezug auf EdTech blicken weiter in die Zukunft, in der ganze Kurse möglicherweise vollständig von Software verwaltet werden könnten. Der aktuelle Stand des Feldes nutzt Analysen, um die Kompetenz eines Schülers in verschiedenen Bereichen des Lehrplans zu bewerten, sodass der Schüler in einigen Bereichen schneller vorankommen kann, während er mehr Zeit zur Festigung von Schwachstellen aufwendet. Während jeder Schüler einen maßgeschneiderten Lehrplan durcharbeitet, fungiert der Lehrer als Moderator und Problemlöser mit Einblicken, die die EdTech-Software zu den Stärken und Schwächen eines Schülers bietet.
In der Praxis befindet sich EdTech selbst für einfache Fächer wie Mathematik oder Lese- und Schreibfähigkeiten noch in den frühen Phasen der Entwicklung. Es gibt eine Reihe von Designherausforderungen für EdTech. Das größte Hindernis ist die Anpassung an unterschiedliche Lernstile im Klassenzimmer. Derzeit wird EdTech normalerweise über einen Laptop oder ein Tablet bereitgestellt, was zu einer Lese-und-Antwort-Lernerfahrung führt. Kritiker haben angemerkt, dass dieser Stil andere Lerntypen – zum Beispiel auditive und kinästhetische – benachteiligen kann. Wie bei jedem neuen Gebiet der technologischen Entwicklung wird sich EdTech verbessern, je mehr es genutzt wird und je mehr Feedback gesammelt wird.
EdTech steht jedoch vor zusätzlichen sozialen Hürden. Schüler und noch mehr die Eltern erwarten von einem Lehrer, dass er ein soziales Umfeld schafft, das Gruppenlernen und andere Dynamiken ermöglicht, die derzeit nicht im Rahmen von EdTech liegen. Das Klassenzimmer der Zukunft könnte stark auf EdTech angewiesen sein, um die Hauptarbeit der Kursgestaltung zu übernehmen, aber viele Eltern und Pädagogen sehen immer noch einen Wert in der Gruppenumgebung, getrennt von den rein akademischen Zielen. Befürworter sagen, dass EdTech, wie viele Innovationen in der Bildung, versucht, das bestehende Modell zu verbessern, anstatt es vollständig zu ersetzen.
Beispiel eines börsennotierten EdTech-Unternehmens
K12 Inc. wurde Ende 2020 zu Stride, Inc. (LRN). Laut ihrer Leitlinie ist Stride eine Bildungsmanagementorganisation (EMO), die Online-Bildung als Alternative zur traditionellen „Ziegel-und-Mörtel“-Bildung für öffentliche Schüler vom Kindergarten bis zur 12. Klasse anbietet, daher der frühere Name, sowie Karrierebildungsprogramme. Das Unternehmen bietet virtuelle Vollzeit-Klassenzimmer, Einzelkurse sowie Werkzeuge und Kurse zur Lernergänzung.
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