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Bottom-Fishing

Bottom Fishing: Ein Leitfaden für Investitionen in unterbewertete Vermögenswerte



Wichtige Erkenntnisse


  • Bottom Fishing beinhaltet den Kauf unterbewerteter Vermögenswerte nach einem Kursrückgang.
  • Diese Strategie birgt Risiken, wenn die Preise berechtigt niedrig sind.
  • Value Investing, populär gemacht durch Warren Buffett, ist eine verbreitete Form des Bottom Fishing.


Definition von Bottom Fishing


Bottom Fishing ist eine Anlagestrategie, die den Kauf von Vermögenswerten beinhaltet, die unterbewertet erscheinen, oft nachdem ihre Kurse stark gefallen sind. Das Hauptziel ist es, sie zu niedrigen Preisen zu kaufen und zu profitieren, wenn ihr Wert später steigt. Dieser Ansatz kann jedoch riskant sein, da einige Vermögenswerte weiter fallen statt sich zu erholen. Der bekannte Investor Warren Buffett wird oft mit dieser Idee in Verbindung gebracht, durch seinen Value-Investing-Stil, der sich darauf konzentriert, starke Unternehmen zu Schnäppchenpreisen zu finden.



Wie man Bottom Fishing versteht


Ein Bottom Fisher – eine Bezeichnung für Anleger, die die Bottom-Fishing-Strategie anwenden – spekuliert unter Verwendung technischer oder fundamentaler Analysetechniken darauf, dass der gedrückte Preis eines Vermögenswerts vorübergehend ist und sich im Laufe der Zeit erholen wird, um eine rentable Investition zu werden. Bottom Fishing kann eine riskante Strategie sein, wenn die Vermögenspreise berechtigt gedrückt sind, oder eine kluge Strategie, wenn Vermögenswerte zu irrational niedrigen Bewertungen gehandelt werden.

Im Kern verkörpert Bottom Fishing die bewährte Formel für erfolgreichen Handel an den Märkten, nämlich niedrig kaufen und hoch verkaufen. Im Wesentlichen geht es darum, Werte zu suchen und in sie zu investieren. Viele prominente Value-Investoren wie Warren Buffett und Benjamin Graham haben Vermögen angehäuft, indem sie Vermögenswerte kauften, die im Verhältnis zu ihrem inneren Wert zu niedrigen Bewertungen gehandelt wurden, und darauf warteten, dass sich die Preise auf normalisierte Niveaus erholen.

Als Anlagestrategie wurde Bottom Fishing oft eher als eine Kunstform betrachtet, da seine Umsetzung eine abstrakte Qualität hat. Der entscheidende Punkt dieser Kunst ist zu verstehen, dass ein erfolgreicher Bottom Fisher nicht versucht, ein gedrücktes Wertpapier zu seinem absoluten Tiefstkurs zu kaufen, sondern es zu dem Zeitpunkt zu kaufen, an dem es die höchste Wahrscheinlichkeit einer Wertsteigerung hat.

Das Risiko beim Bottom Fishing lässt sich am besten mit dem Marktspruch zusammenfassen, dass es einen Grund gibt, warum der Preis dort ist, wo er ist. Vereinfacht gesagt, der Markt als hervorragender Diskontierungsmechanismus bewertet ständig den Wert eines Wertpapiers, und wenn der Wert dieses Wertpapiers stark gesunken ist, könnte es einen oder mehrere valide Gründe für diesen Rückgang geben. Es ist äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich, zu bestimmen, ob dieser Rückgang einfach auf einen vorübergehenden Faktor wie Panikverkäufe zurückzuführen ist oder auf tiefere, nicht sofort erkennbare Probleme hinweist.

Beispiele für Bottom Fishing sind:

Investition in die Aktie eines Aluminiumunternehmens, wenn die Aluminiumpreise gedrückt sind.

Kauf der Aktie eines Containerschifffahrtsunternehmens während einer wirtschaftlichen Depression.

Investition in ein Printmedienunternehmen, während das Internet solche Firmen in den Ruin treibt.

Kauf von Aktien einer Bank während einer Finanzkrise.

In jedem dieser Fälle ist unklar, wann oder ob sich der Aktienkurs erholen wird, obwohl Argumente in beide Richtungen vorgebracht werden können. Anleger, die während der Finanzkrise 2008 Bankaktien kauften, erzielten erhebliche Renditen, während Investitionen in Printmedienunternehmen möglicherweise Verluste gebracht haben, da die Branche sich nie vollständig von dem zunehmenden Wettbewerbsdruck erholen konnte.



Effektive Bottom-Fishing-Strategien


Bottom Fishing ist aufgrund des höheren Gewinnpotenzials im Vergleich zu fair bewerteten oder überbewerteten Vermögenswerten attraktiv. Vorhersehbar ist Bottom Fishing in anhaltenden Bärenmärkten am beliebtesten.

Die beliebteste Bottom-Fishing-Strategie ist als Value Investing bekannt. Durch die Betrachtung von Bewertungskennzahlen und die Prognose zukünftiger Cashflows konzentrieren sich Value-Investoren darauf, Gelegenheiten zu identifizieren, bei denen der Markt Vermögenswerte möglicherweise falsch bewertet. Ein gutes Beispiel wäre ein Unternehmen, das aufgrund eines Lieferkettenproblems ein schlechtes Quartal hatte und einen deutlichen Rückgang erlebte. Value-Investoren könnten zu dem Schluss kommen, dass der Vorfall isoliert ist, und die Aktie in der Hoffnung kaufen, dass sie sich schließlich erholt und zu einer Bewertung gehandelt wird, die eher mit der ihrer Vergleichsgruppe vergleichbar ist.

Viele Händler verwenden auch die technische Analyse, um überverkaufte Aktien zu identifizieren, die attraktive Bottom-Fishing-Gelegenheiten darstellen könnten. Beispielsweise kann ein Unternehmen niedriger als erwartete Quartalsergebnisse melden und einen erheblichen Kursrückgang erleben. Händler könnten feststellen, dass der Verkaufsdruck nachlässt, und sich entscheiden, eine Long-Position einzugehen, um von der kurzfristigen Erholung zu profitieren. Oftmals verwenden diese Händler technische Indikatoren, die hilfreich sind, um zu beurteilen, ob ein Wertpapier überverkauft ist, oder betrachten Candlestick-Chartmuster, um ähnliche Entscheidungen zu treffen.

Investopedia bietet keine Steuer-, Anlage- oder Finanzdienstleistungen und -beratung an. Die Informationen werden ohne Berücksichtigung der Anlageziele, Risikotoleranz oder finanziellen Umstände eines bestimmten Anlegers dargestellt und sind möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Kapitals.

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