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Broker-Dealer

Broker-Dealer (B-D) Erklärt: Rollen, Typen & Funktionen



Was ist ein Broker-Dealer?


Ein Broker-Dealer (B-D) ist ein Unternehmen der Finanzbranche, das Kunden beim Handel mit Wertpapieren unterstützt. Er kann als Agent auftreten und Geschäfte für Kunden ausführen oder als Prinzipal für das eigene Konto handeln. Broker-Dealer bieten Anlageberatung, Research, Handelsausführung und Marktzugang. Es kann sich um große Unternehmen oder kleinere unabhängige Firmen handeln. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Marktes, da sie Transaktionen erleichtern und Anleger unterstützen.



Wichtige Erkenntnisse


  • Broker-Dealer handeln Wertpapiere für das eigene Konto und im Auftrag von Kunden.
  • Als Broker führen Broker-Dealer Aufträge für Kunden aus; als Händler handeln sie auf eigenen Konten.
  • Broker-Dealer bieten Anlageberatung, erleichtern Transaktionen und helfen bei der Kapitalbeschaffung.
  • Sie können Wirehouses sein, die eigene Produkte verkaufen, oder unabhängige Händler, die externe Produkte anbieten.
  • Broker-Dealer sind für den Wertpapiermarkt von zentraler Bedeutung und verdienen Gebühren aus Transaktionen.


Wichtige Funktionen und Rollen eines Broker-Dealers


Broker-Dealer haben im Finanzwesen entscheidende Rollen, wie die Beratung von Kunden, die Bereitstellung von Marktliquidität, die Erleichterung von Transaktionen, die Veröffentlichung von Research und die Kapitalbeschaffung für Unternehmen. Die Größe von Broker-Dealern reicht von kleinen unabhängigen Boutiquen bis hin zu großen Tochtergesellschaften riesiger Geschäfts- und Investmentbanken.

Es gibt zwei Arten von Broker-Dealern:

Ein Wirehouse, also ein Unternehmen, das seine eigenen Produkte an Kunden verkauft; und

Ein unabhängiger Broker-Dealer, also ein Unternehmen, das Produkte von externen Quellen verkauft.

Laut einem FINRA-Bericht aus dem Jahr 2023 gibt es über 3.298 Broker-Dealer, darunter große wie Fidelity, Charles Schwab und Edward Jones.1



Die operative Dynamik von Broker-Dealern


Per Definition sind Broker-Dealer Käufer und Verkäufer von Wertpapieren und darüber hinaus auch Verteiler anderer Anlageprodukte. Wie der Name schon sagt, üben sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben eine Doppelrolle aus. Als Händler handeln sie im Namen der Maklerfirma und initiieren Transaktionen für das eigene Konto des Unternehmens. Als Broker wickeln sie Transaktionen ab, indem sie Wertpapiere im Auftrag ihrer Kunden kaufen und verkaufen.

In ihrer Doppelrolle erfüllen sie mehrere wichtige Funktionen: Sie erleichtern den freien Wertpapierfluss auf dem offenen Markt und kaufen oder verkaufen Wertpapiere auf eigenen Konten, um sicherzustellen, dass für ihre Kunden ein Markt für diese Wertpapiere besteht. In dieser Hinsicht sind Broker-Dealer unverzichtbar, und sie werden auch gut entlohnt, indem sie eine Gebühr auf einer oder beiden Seiten einer Wertpapiertransaktion verdienen.



Einblicke in Brokerage- und Underwriting-Strategien


Broker-Dealer, die direkt mit Investmentbanking-Aktivitäten verbunden sind, beteiligen sich auch am Underwriting von Wertpapieremissionen. Wenn ein Broker-Dealer als Agent des emittierenden Unternehmens fungiert – entweder als Haupt-Underwriter der Aktien- oder Anleiheemission oder als Mitglied des Underwriting-Syndikats – geht er eine vertragliche Vereinbarung ein, die auf einer „festen Zusage“ mit dem Emittenten basiert und ihn verpflichtet, eine bestimmte Menge der angebotenen Wertpapiere gegen eine Underwriting-Gebühr an die Öffentlichkeit zu verteilen.

Sie können auch einen Teil der Wertpapieremission für das eigene Konto erwerben und müssen dies möglicherweise tun, wenn sie nicht in der Lage sind, alle Wertpapiere zu verkaufen.

Sobald der Underwriting-Prozess abgeschlossen ist und die Wertpapiere emittiert wurden, werden die Broker-Dealer zu Vertriebspartnern, und ihre Kunden sind in der Regel das Ziel ihrer Vertriebsbemühungen. Dabei handeln die Finanzberater der Unternehmen als Broker, um ihre Kunden anzusprechen und den Kauf des Wertpapiers für deren Konten zu empfehlen. In dieser Hinsicht fördern die Broker-Dealer die Interessen des Emittenten, ihrer selbst (durch die Erhebung einer Vertriebsgebühr) und ihrer Kunden, obwohl ihre vertragliche Verpflichtung nur gegenüber dem Emittenten besteht.

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