Bruttokostenquote
Verstehen der Brutto-Kostenquote (GER): Wichtige Details und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Die Bruttokostenquote (GER) umfasst Gebührenverzichte und Kostenerstattungen, schließt jedoch Verkaufsprovisionen aus.
- Die GER spiegelt die Gesamtkosten des Betriebs eines Fonds wider und beeinflusst die Nettorendite der Anleger.
- Der Vergleich der GER mit der Nettokostenquote hilft Anlegern, Gebührenstrukturen zu verstehen.
- Aktiv verwaltete Fonds haben in der Regel höhere Kostenquoten als passive Fonds.
- Die GER liegt je nach Fondstyp und Verwaltungsstil typischerweise zwischen 0 % und 3 %.
Was ist die Bruttokostenquote (GER)?
Die Bruttokostenquote (GER) ist der Prozentsatz des Vermögens eines Investmentfonds, der zur Deckung der Betriebskosten des Fonds verwendet wird. Die GER umfasst Dinge wie Gebührenverzichte und Kostenerstattungen, nicht jedoch Verkaufs- oder Maklerprovisionen. Anleger sollten die GER beachten, da sie die Nettorendite eines Fonds beeinflusst. Aktiv verwaltete Fonds haben im Vergleich zu passiv verwalteten Fonds in der Regel höhere GERs, was einen Kostenvergleich bei der Auswahl von Anlagen ermöglicht.
Verständnis der Mechanik der Bruttokostenquote (GER)
Die Bruttokostenquote ist wichtig, da sie Anleger über die Gesamthöhe der für die Verwaltung des Fonds erhobenen Gebühren informiert. Diese Gebühren sind von Bedeutung, da sie die Nettorendite des Fonds beeinflussen, die den Anlegern zufließt. Sind diese Gebühren hoch, wird die Nettorendite des Fonds nach Abzug der Gebühren erheblich negativ beeinflusst.
Der Aufstieg von Exchange Traded Funds (ETFs), die oft wettbewerbsfähiger sind, hat die Diskussion über die GER von Investmentfonds angeheizt. Die Bruttokostenquote umfasst alle vom Fonds anfallenden Gebühren, darunter Verwaltungsgebühren, 12B-1-Gebühren, Verwaltungskosten und Betriebsausgaben. Anleger sollten die Bruttokostenquote mit der Nettokostenquote eines Fonds vergleichen und die damit verbundenen Unterschiede verstehen.
In einigen Fällen kann ein Fonds Vereinbarungen zur Gebührenbefreiung, -erstattung oder -rückforderung haben. Dies ist häufig bei neuen Fonds der Fall. Eine Investmentgesellschaft und ihre Fondsmanager können sich nach der Auflegung eines neuen Fonds darauf einigen, bestimmte Gebühren zu erlassen, um die Kostenquote für Anleger niedrig zu halten. Die Nettokostenquote umfasst Gebühren nach Anwendung von Befreiungen, Erstattungen und Rückforderungen, oft für einen begrenzten Zeitraum, bevor die vollen Kosten anfallen.
Wenn ein Fonds beispielsweise eine Nettokostenquote von 2 % und eine Bruttokostenquote von 3 % aufweist, ist klar ersichtlich, dass 1 % des Fondsvermögens für Gebührenverzichte, Kostenerstattungen oder andere nicht in der Nettokostenquote enthaltene Rabatte verwendet wurden. Dies ist wichtig, da solche Rabatte und Erstattungen in Zukunft möglicherweise nicht mehr gewährt werden. Umsichtige Anleger sollten vor einer Investition beide Kostenquoten prüfen und mit denen vergleichbarer Fonds vergleichen.
Beispiele aus der Praxis für Bruttokostenquoten
Indexfonds, die passiv verwaltet werden, haben in der Regel niedrigere Kostenquoten als aktive Fonds. Die Bruttokostenquote liegt oft zwischen 0 % und 3 %. Nachfolgend zwei Beispiele.
Detaillierte Übersicht: AB Large Cap Growth Fund
Der AB Large Cap Growth Fund ist ein aktiv verwalteter Fonds mit einer Bruttokostenquote von 0,65 % und einer Nettokostenquote von 0,64 % für die Class A-Aktien (Stand September 2020). Der Fonds hat derzeit einen Gebührenverzicht und eine Kostenerstattung von 0,01 %. Die Verwaltungsgebühren des Fonds betragen 0,51 %.1 Der Fonds investiert hauptsächlich in große US-Aktien mit hohem Wachstumspotenzial. Er umfasst in der Regel 50 bis 70 Positionen.
Detaillierte Betrachtung: T. Rowe Price Equity Index 500 Fund
Der T. Rowe Price Equity Index 500 Fund ist ein passiver Fonds. Er strebt die Nachbildung des S&P 500 Index an. Stand September 2020 gelten einige vertragliche Gebührenverzichte. Seine Bruttokostenquote beträgt 0,19 %, und seine Nettokostenquote liegt ebenfalls bei 0,19 %.