Bruttorendite
Brutto- vs. Nettorendite: Definitionen, Formeln und Unterschiede
Was ist die Bruttorendite?
Die Bruttorendite ist die Gesamtrendite einer Anlage vor Gebühren und Ausgaben. Sie wird über einen bestimmten Zeitraum gemessen, z. B. einen Monat, ein Quartal oder ein Jahr. Dies kann mit der Nettorendite verglichen werden, die Gebühren und Kosten abzieht, um eine realistischere Renditemessung zu ermöglichen.
Kostenquoten sind ein wichtiger Faktor für das Verständnis der Anlageperformance.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Bruttorendite ist die gesamte Anlagerendite vor Abzug von Gebühren, Provisionen oder Ausgaben.
- Eine Nettorendite beinhaltet Abzüge für Steuern, Inflation und Gebühren und bietet eine genauere Renditemessung.
- Der Vergleich von Brutto- und Nettorenditen ist wichtig, da durch Ausgaben wie Verkaufsgebühren erhebliche Unterschiede entstehen können.
- Anleger verwenden die Kostenquote, um zu bewerten, wie Kosten die Rendite eines Fonds beeinflussen.
So berechnen und bewerten Sie die Bruttorendite
Die Bruttorendite einer Anlage ist ein Maß für den Bruttogewinn eines Projekts oder einer Anlage. Sie umfasst in der Regel Kapitalgewinne und alle aus der Anlage erzielten Erträge. Im Vergleich dazu zieht die Nettorendite Gebühren und Ausgaben vom Endwert der Anlage ab. Die Formel für die Bruttorendite lautet:
Bruttorendite=(Endwert−Anfangswert)Anfangswert\text{Bruttorendite} = \frac{(\text{Endwert} - \text{Anfangswert})}{\text{Anfangswert}}Bruttorendite=Anfangswert(Endwert−Anfangswert)
Wichtig
Die Rendite für eine bestimmte Anlage kann auf verschiedene Arten berechnet werden, und es ist wichtig, die Unterschiede zu verstehen.
Wichtige Faktoren, die die Bruttorendite beeinflussen
Einzelheiten zur Berechnung der Renditen durch eine Investmentgesellschaft sind oft im Prospekt des Fonds enthalten. Die Bruttorendite wird in Marketingmaterialien von Fonds häufig als Rendite einer Anlage angegeben. Renditen für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr werden oft annualisiert, was die geometrische Durchschnittsrendite einer Anlage für jedes Jahr über einen bestimmten Zeitraum darstellt.
Im Investmentmanagement regeln die Global Investment Performance Standards (GIPS) des CFA Institute die Berechnung und Berichterstattung von Renditen. Anleger können sich auf die GIPS-Renditestandards verlassen, um Anlagerenditeeigenschaften in der gesamten Branche zu vergleichen.
Verschiedene Arten von Anlagerenditen erklärt
Anleger verwenden Renditeberechnungen oft, wenn sie eine neue Anlage in Betracht ziehen oder die Performance einer Anlage bewerten. Die Nettorendite ist in der Regel nicht so leicht zu ermitteln wie die Bruttorendite. Aus diesem Grund greifen Anleger häufig auf die Kostenquote zurück, um festzustellen, wie sich die Ausgaben auf die Rendite des Fonds auswirken.
Die Kostenquote ist ein Merkmal von Investmentfonds, das den Prozentsatz des Fondsvermögens darstellt, der für Ausgaben gezahlt wird. Sie wird häufig in Verbindung mit der Gesamtrendite eines Fonds und der Benchmark-Rendite verwendet, um einen Vergleich der Fondsperformance zu ermöglichen.
Ein Beispiel: Ein Factsheet, das von einem der führenden Large-Cap-Fonds des Marktes, dem Quantified STF Fund (MUTF: QSTFX), bereitgestellt wird, zeigt, wie Renditen und Ausgaben dargestellt werden. Der Quantified STF Fund weist eine Bruttorendite aus. Er bietet auch eine Aufschlüsselung der Fondsausgaben und hat eine Kostenquote von 1,71 %.
Vergleich von Bruttorendite und Nettorendite: Hauptunterschiede
Bei der Nettorendite werden Gebühren, Provisionen, Steuern und Inflation abgezogen. Die Inflation verringert die Kaufkraft und beeinflusst die Anlagerenditen. Daher sollte die Inflation in die Berechnung der realen Rendite einbezogen werden. Wenn beispielsweise die jährliche Inflation 2 % beträgt und die nominale Rendite einer Anlage 1 % beträgt, hat der Anleger im Laufe eines Jahres eine negative reale Rendite erzielt.
Daher kann die Bruttorendite erheblich von der Nettorendite abweichen, die Gebühren und Ausgaben abzieht. Beispielsweise unterscheidet sich die Bruttorendite eines Investmentfonds, der eine Verkaufsgebühr von 5,75 % erhebt, erheblich von der Nettorendite, die nach Abzug der Gebühr erzielt wird.