Buchhaltermeinung
Verständnis von Prüfungsurteilen: Arten und Bedeutungen in der Abschlussprüfung
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers bewertet die Qualität der Finanzinformationen in Prüfungsberichten.
- US-Prüfungsurteile umfassen uneingeschränkt, eingeschränkt oder versagend, basierend auf der Einhaltung der GAAP.
- Ein uneingeschränktes Prüfungsurteil bedeutet genaue Jahresabschlüsse ohne wesentliche falsche Darstellungen.
- Ein Haftungsausschluss zeigt die Unfähigkeit, die Finanzunterlagen aufgrund von Einschränkungen zu beurteilen.
- Ein versagendes Prüfungsurteil deutet auf erhebliche GAAP-Verstöße und potenzielle finanzielle Falschdarstellungen hin.1
Was ist eine Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers?
Eine Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers ist eine schriftliche Erklärung eines unabhängigen geprüften Buchhalters darüber, ob die Jahresabschlüsse eines Unternehmens gemäß den US-amerikanischen allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) angemessen dargestellt sind. Bei Prüfungen kann sie uneingeschränkt, eingeschränkt oder versagend sein, was den Grad der Einhaltung signalisiert. Investoren und Analysten suchen danach in Einreichungen wie dem Formular 10-K, da es etwas über die Zuverlässigkeit der gemeldeten Zahlen aussagt.12
Aufschlüsselung einer Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers
Jahresabschlüsse, schriftliche Aufzeichnungen, die die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Leistung eines Unternehmens vermitteln, werden von Investoren und Analysten eingehend geprüft. Ihr Inhalt hilft, die Richtung der Aktienkurse zu bestimmen, daher ist es wichtig, dass sie korrekt erstellt werden, die Wahrheit widerspiegeln und leicht mit anderen verglichen werden können.
Eine Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers soll gewisse Zusicherungen bieten. Diese prägnanten Aussagen, die in einem Prüfungsbericht enthalten sind, der einer jährlichen Einreichung (Formular 10-K) beiliegt, werden von einer Person ausgestellt, die qualifiziert ist, Finanzkonten zusammenzustellen und zu prüfen, und haben die Aufgabe, die Genauigkeit der Buchführung eines Unternehmens zu bewerten.
Stellungnahmen von Wirtschaftsprüfern sind in der Regel in mindestens drei Abschnitte unterteilt:
Eine einleitende Erklärung, die die Verantwortung des Managements und der Prüfungsgesellschaft umreißt.
Identifizierung der Jahresabschlüsse, zu denen die Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers abgegeben wird.
Die Stellungnahme.
Gegebenenfalls kann ein weiterer Abschnitt vorgelegt werden, um eine zusätzliche Erklärung zu einem nicht uneingeschränkten Prüfungsurteil zu liefern.
Wichtig
Das Fehlen einer Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers in den Jahresberichten börsennotierter Unternehmen könnte Alarm schlagen.
Erkundung der verschiedenen Arten von Stellungnahmen der Wirtschaftsprüfer
Die Art des ausgestellten Berichts hängt davon ab, was der für die Prüfung der Finanzkonten eines Unternehmens zuständige Wirtschaftsprüfer entdeckt. Im Allgemeinen gibt es drei verschiedene Stellungnahmen, die abgegeben werden können. Diese sind:
Uneingeschränktes Prüfungsurteil
Ein uneingeschränktes Prüfungsurteil, auch als Bestätigungsvermerk bekannt, wird vom Wirtschaftsprüfer abgegeben, wenn der Jahresabschluss als frei von wesentlichen falschen Darstellungen beurteilt wird. Mit anderen Worten, der Wirtschaftsprüfer ist der Ansicht, dass alle Änderungen, Bilanzierungsmethoden sowie deren Anwendung und Auswirkungen korrekt offengelegt wurden.1
Ein uneingeschränktes Prüfungsurteil wird auch über die internen Kontrollen eines Unternehmens abgegeben, wenn das Management die Verantwortung für deren Einrichtung und Aufrechterhaltung übernommen hat und der Wirtschaftsprüfer praktische Arbeiten zur Prüfung ihrer Wirksamkeit durchgeführt hat.1
Eingeschränktes Prüfungsurteil
Ein eingeschränktes Prüfungsurteil wird ausgestellt, wenn die Finanzunterlagen eines Unternehmens nicht vollständig gemäß den GAAP dargestellt wurden. Die ordnungsgemäßen Rechnungslegungsstandards wurden nicht eingehalten, obwohl keine Falschdarstellung festgestellt wurde und dem Unternehmen kein Fehlverhalten vorgeworfen wird.1
Diese Stellungnahme kann abgegeben werden, wenn die Finanzunterlagen eines Unternehmens in einigen Fällen von GAAP abweichen, ohne dass dies allgegenwärtig ist. In solchen Fällen fügen die Wirtschaftsprüfer einen zusätzlichen Absatz in die Stellungnahmenschreiben ein, in dem die Gründe erläutert werden, warum ihrer Meinung nach bestimmte Ausschlüsse von einem uneingeschränkten Prüfungsurteil vorliegen. In der Regel geben sie an, worin die Probleme bestehen, damit sie behoben werden können.1
Versagendes Prüfungsurteil
Ein versagendes Prüfungsurteil ist die ungünstigste Stellungnahme, die ein Unternehmen erhalten kann. Es zeigt an, dass die Finanzunterlagen gegen viele oder wesentliche GAAP-Regeln verstoßen und wesentliche falsche Darstellungen enthalten. Ein versagendes Prüfungsurteil kann ein Hinweis auf Betrug sein, und öffentliche Unternehmen, die ein solches Urteil erhalten, müssen ihre Jahresabschlüsse korrigieren und sich einer Folgeprüfung unterziehen. Investoren, Kreditgeber und andere Finanzinstitute lehnen in der Regel Jahresabschlüsse mit versagenden Prüfungsurteilen ab.1
Wichtige Überlegungen zu Stellungnahmen der Wirtschaftsprüfer
Für den Fall, dass ein Wirtschaftsprüfer eine Prüfung aufgrund fehlender Finanzunterlagen oder unzureichender Zusammenarbeit des Managements nicht abschließen kann, gibt der Wirtschaftsprüfer einen Haftungsausschluss (Disclaimer of Opinion) ab. Ein Haftungsausschluss gilt nicht als Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers und zeigt lediglich an, dass kein Prüfungsurteil über den Jahresabschluss in vertretbarer Weise abgegeben werden konnte.1