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Burgernomics

Burgernomics und der Big Mac Index erklärt



Wichtige Erkenntnisse


  • Burgernomics verwendet den Big-Mac-Index, um die Kaufkraftparität (KKP) auf humorvolle Weise zu veranschaulichen.
  • Der Preis des Big Mac in verschiedenen Ländern hilft, die Kaufkraft ihrer Währungen zu vergleichen.
  • Burgernomics zeigt, wie Währungen im Vergleich zum US-Dollar über- oder unterbewertet sind.


Was ist Burgernomics?


Burgernomics ist das Konzept, die Kosten eines McDonald's Big Mac zu verwenden, um die Kaufkraftparität (KKP) zwischen verschiedenen Währungen zu bewerten. Es bietet eine einfache Methode, um zu beurteilen, ob Währungen gegenüber dem US-Dollar über- oder unterbewertet sind, indem die Big-Mac-Preise weltweit verglichen werden.1

Obwohl ursprünglich eher augenzwinkernd gemeint, existiert der Big-Mac-Index bis heute, da er die Über- oder Unterbewertung bestimmter Währungen im Vergleich zum US-Dollar aufzeigen kann.2



Analyse von Burgernomics


Der Economist sagt, er habe den Big-Mac-Index als "einen heiteren Leitfaden dafür gedacht, ob Währungen auf ihrem 'korrekten' Niveau sind". In Bezug auf die KKP sollten sich Wechselkurse anpassen, um die Preise von Waren und Dienstleistungen in verschiedenen Ländern anzugleichen. Laut der Zeitschrift bezeichnet der Big-Mac-KKP den Wechselkurs, zu dem der berühmte McDonald’s-Hamburger kosten würde, wenn er in den USA genauso teuer wäre wie in anderen Ländern.3

Einige Länder erfordern kreative Ansätze für den Big Mac, mit seinen "zwei Rindfleisch-Patties, Spezialsauce, Salat, Käse" usw. Wie die Ökonomen Michael Pakko und Patricia Pollard erklären, kaufen Verbraucher in Indien, wo McDonald’s kein Rindfleisch verkauft, den "Maharaja Mac", der mit Hähnchen-Patties zubereitet wird. Daher ist Indien "nicht in der Big-Mac-Umfrage enthalten".4 Sie weisen auch darauf hin, dass der Big Mac in islamischen Ländern und in Israel mit Halal- bzw. Koscher-Rindfleisch zubereitet wird, obwohl die Zugabe von Käse ihn nicht koscher macht. "Obwohl es möglich ist, einen Big Mac in einem koscheren McDonald’s zu kaufen, würde das Fehlen von Käse ihn von der Umfrage ausschließen."4



Ein Beispiel für Burgernomics in der Praxis


Der Big-Mac-Index bietet eine schnelle Möglichkeit, den Wert zweier Währungen zu messen und zu beurteilen, ob der Markt eine Währung über- oder unterbewertet.

Zum Beispiel kostete ein Big Mac im Dezember 2023 in den USA 5,69 $ und in Dänemark 39 DKr. Der damalige Wechselkurs betrug 6,85 DKr pro USD. Da 5,69 $ zu dieser Zeit 39 DKr entsprachen, waren die Währungen relativ fair gegeneinander bewertet.5

Im Gegensatz dazu kostete ein Big Mac in der Schweiz 7,10 SFr. Dies impliziert einen Wechselkurs von 1,25 USD pro SFR, aber der tatsächliche Wechselkurs betrug 0,87 USD pro SFR, was bedeutet, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Dollar deutlich überbewertet war.5



Die Relevanz von Burgernomics heute


In den USA sind die Big-Mac-Verkäufe seit den 1980er Jahren zurückgegangen, da sich die Geschmäcker ändern und Verbraucher nach anderen, gesünderen Optionen suchen. Dennoch ist der Index ein Maßstab geblieben.

Ein Artikel aus dem Jahr 1997 im Journal of International Money and Finance stellte fest, dass der Big Mac als internationaler Währungsstandard sinnvoll ist, da er in mehr als 111 Ländern weltweit lokal produziert wird, mit nur geringfügigen Abweichungen im Rezept. Aus diesem Grund ist er nahezu "das perfekte universelle Gut".64

Allerdings hat der Economist seinen Ansatz zu Burgernomics angepasst. Im August 2023 stellte die Zeitschrift fest, dass der Big-Mac-Index "nie als präzises Maß für Währungsverzerrungen gedacht war, sondern lediglich als Werkzeug, um die Wechselkurstheorie verdaulicher zu machen".

Dennoch haben ihre Experten dort nun "eine Gourmet-Version des Index" berechnet, die eine Kritik adressiert, dass durchschnittliche Burgerpreise in Ländern mit niedrigeren Arbeitskosten erwartungsgemäß günstiger sein könnten.

"KKP zeigt, wohin sich die Wechselkurse langfristig bewegen sollten, wenn ein Land wie China reicher wird, sagt aber wenig über das heutige Gleichgewichtsniveau aus", so der Economist. "Die Beziehung zwischen Preisen und BIP [Bruttoinlandsprodukt] pro Kopf könnte ein besserer Leitfaden für den aktuellen fairen Wert einer Währung sein."3 "Der angepasste Index verwendet die 'Linie der besten Anpassung' zwischen Big-Mac-Preisen und BIP pro Kopf für 48 Länder (plus den Euroraum)." Laut der Zeitschrift "ergibt dies ein überdimensionales Maß für Währungsunter- und -überbewertung."5



Ist der Big-Mac-Index nützlich?


Ja, der Big-Mac-Index kann auf verschiedene Weise hilfreich sein. Der Economist sagt, er sei nicht als "präzises Maß für Währungsverzerrungen" gedacht, sondern um Menschen die Wechselkurstheorie näherzubringen. Der Index eignet sich für die Lehre über Wechselkurse, ist bei Ökonomen beliebt geworden und wurde in mehreren akademischen Studien verwendet.5



Was ist Kaufkraftparität?


Der Big-Mac-Index veranschaulicht das Konzept der KKP, das den Preis eines Warenkorbs vergleicht, um Volkswirtschaften und Lebensstandards zu vergleichen. Der Big-Mac-Index betrachtet nur ein Gut, einen Big Mac, während andere KKP-Maße einen breiteren Warenkorb verwenden, darunter Lebensmittel, Kleidung, Energie, Unterhaltung und mehr.



Warum sind Währungswechselkurse wichtig?


Wechselkurse sind wichtig, da sie den globalen Handel und die Wirtschaft beeinflussen. Beispielsweise stellt ein Land mit einer schwachen Währung fest, dass Importe teurer sind, aber die Nachfrage nach seinen Exporten steigt, die nun für andere Länder billiger sind. Ein Land mit einer starken Währung zahlt weniger für Importe, sieht sich jedoch mit dem Problem konfrontiert, dass seine Exporte auf ausländischen Märkten mehr kosten.7

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