Cal
Was ist eine Kapitalallokationslinie (CAL)? Wie wird sie berechnet?
Wichtige Erkenntnisse
- Die Kapitalallokationslinie (CAL) veranschaulicht den Risiko-Rendite-Kompromiss, indem sie Kombinationen von risikofreien und risikobehafteten Vermögenswerten in einem Anlageportfolio darstellt.
- Die erwartete Rendite und das Risikoniveau eines Portfolios werden durch den Anteil risikofreier vs. risikobehafteter Vermögenswerte bestimmt, wobei die CAL die potenziellen Renditen bei verschiedenen Risikoniveaus aufzeigt.
- Die Steigung der CAL, auch Sharpe-Ratio genannt, stellt das Belohnungs-zu-Variabilitäts-Verhältnis dar und gibt die erzielte Rendite pro Risikoeinheit an.
- Im Portfoliomanagement hilft die CAL Anlegern, die Vermögensallokation an ihre Risikotoleranz und finanziellen Ziele anzupassen.
- Änderungen des risikofreien Zinssatzes oder der Risiko-Rendite-Eigenschaften eines Portfolios können zu einer Verschiebung der CAL führen und beeinflussen Anlagestrategien.
Verständnis der Kapitalallokationslinie (CAL)
Die CAL hilft Anlegern, ihre Risikotoleranz zu bewerten, indem sie eine Mischung aus risikobehafteten und risikofreien Vermögenswerten verwendet, die auf ihre finanziellen Ziele abgestimmt ist.1 Die Vermögensallokation bezieht sich darauf, wie Ihre Gelder auf verschiedene Wertpapiere und Vermögenswerte in Ihrem Portfolio verteilt sind. Die Kapitalallokation umfasst die Aufteilung der Gelder zwischen risikofreien Vermögenswerten wie Staatsanleihen und risikobehafteten Vermögenswerten wie Aktien.
Die CAL wird als Liniendiagramm dargestellt. Die y-Achse ist die erwartete Rendite, und die x-Achse ist das Risiko, gemessen an der Standardabweichung der Renditen. Die Linie zeigt, wie sich Risiko und erwartete Rendite in Portfolios verhalten, die einen risikofreien Vermögenswert mit einem Marktportfolio aus risikoreicheren Vermögenswerten mischen. Die Linie beginnt beim risikofreien Zinssatz (wo das Risiko Null ist) und erstreckt sich nach oben, um höhere Risikoniveaus und deren erwartete Renditen zu zeigen.
Aufbau von Portfolios unter Verwendung der Kapitalallokationslinie (CAL)
Eine einfache Möglichkeit, das Risikoniveau eines Portfolios anzupassen, besteht darin, den Betrag zu ändern, der in den risikofreien Vermögenswert investiert wird. Die dargestellten Anlagen umfassen jede Kombination von risikofreien und risikobehafteten Vermögenswerten. Diese Kombinationen werden in einem Diagramm dargestellt, bei dem die y-Achse die erwartete Rendite und die x-Achse das Risiko des Vermögenswerts ist, gemessen an der Standardabweichung.
Das einfachste Beispiel ist ein Portfolio mit zwei Vermögenswerten: einem risikofreien Treasury Bill und einer Aktie. Nehmen wir an, die erwartete Rendite des T-Bills beträgt 3% und sein Risiko 0%. Die Standardabweichung der Aktie beträgt 20%. Dies misst das Ausmaß der Renditeschwankung der Aktie um ihre erwartete Rendite, die 10% beträgt. Sie müssen entscheiden, wie viel Sie in jeden Vermögenswert investieren. Sie können mit der Berechnung der erwarteten Rendite (ER) des Portfolios beginnen.
ER des Portfolios = (ER des T-Bills × Gewicht des T-Bills) + (ER der Aktie × Gewicht der Aktie)
Die Risikoberechnung für dieses Portfolio ist einfach, da die Standardabweichung des T-Bills 0% beträgt. Sie können das Risiko wie folgt berechnen:
Risiko des Portfolios = Gewicht der Aktie × Standardabweichung der Aktie
Wenn Sie zu 100% in den risikofreien Vermögenswert investieren würden, betrüge die erwartete Rendite 3% und das Risiko des Portfolios 0%. Ebenso würde eine 100%ige Investition in die Aktie eine erwartete Rendite von 10% und ein Portfoliorisiko von 20% ergeben. Wenn Sie 25% in den risikofreien Vermögenswert und 75% in den risikobehafteten Vermögenswert investieren, wären die erwartete Rendite und das Risiko des Portfolios wie folgt:
ER des Portfolios = (3% × 25%) + (10% × 75%) = 0,75% + 7,5% = 8,25%
Risiko des Portfolios = 75% × 20% = 15%
Verständnis der Steigung der Kapitalallokationslinie (CAL)
Die Steigung der CAL misst den Kompromiss zwischen Risiko und Rendite. Eine steilere Steigung bedeutet, dass Sie eine höhere erwartete Rendite erhalten, wenn Sie mehr Risiko eingehen. Der Wert dieser Berechnung wird als Sharpe-Ratio bezeichnet.
Warum ist die CAL im Portfoliomanagement wichtig?
Die CAL hilft bei der Verfeinerung von Portfolios, indem sie die potenzielle Rendite bei jedem eingegangenen Risikoniveau aufzeigt.
Was bedeutet es, wenn eine Anlage über der CAL liegt?
Wenn eine Anlage über der CAL liegt, zeigt dies, dass die Anlage bei gleichem Risikoniveau eine höhere Rendite bietet als das Portfolio in der CAL.1
Welche Rolle spielt der risikofreie Vermögenswert in der CAL?
Der risikofreie Vermögenswert dient als Benchmark für den Vergleich von Risiko und Rendite anderer Anlagen im Portfolio.
Kann sich die CAL verschieben?
Ja, die CAL kann sich je nach Änderungen des risikofreien Zinssatzes oder der Risiko-Rendite-Eigenschaften des Portfolios nach oben oder unten verschieben.