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Cash-and-Carry-Arbitrage

Cash-and-Carry-Arbitrage: Strategie und Beispiel



Was ist Cash-and-Carry-Arbitrage


Cash-and-carry-Arbitrage ist eine marktneutrale Strategie, die den Kauf einer Long-Position in einem Vermögenswert wie einer Aktie oder einem Rohstoff und den Verkauf (Short) einer Position in einem Futures-Kontrakt auf denselben Basiswert kombiniert. Sie zielt darauf ab, Preisdifferenzen zwischen dem Spot- und dem Futures-Markt zu nutzen, um risikofreie Gewinne zu erzielen.

Der Futures-Kontrakt muss im Verhältnis zum Basiswert theoretisch teuer sein, sonst ist die Arbitrage nicht rentabel. Es besteht weiterhin das Risiko, dass die Haltekosten steigen können.



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Strategie beinhaltet Kosten wie Lagerung, Versicherung und Finanzierung für physische Vermögenswerte, was Wertpapiere weniger belastend und oft profitabler für Arbitrage macht.
  • Die Wirksamkeit der Cash-and-carry-Arbitrage nimmt in gut etablierten Märkten aufgrund von Effizienz und geringen Spreads ab, während weniger aktive Märkte möglicherweise bessere Chancen bieten.
  • Obwohl sie auf risikolose Gewinne abzielt, unterliegt die Cash-and-carry-Arbitrage potenziellen Risiken wie erhöhten Haltekosten oder Änderungen der Margin-Sätze.
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Die Grundlagen der Cash-and-Carry-Arbitrage verstehen


Bei einer Cash-and-carry-Arbitrage versucht der Arbitrageur typischerweise, den Vermögenswert bis zum Verfallsdatum des Futures-Kontrakts zu "halten", zu dem er dann gegen den Futures-Kontrakt geliefert wird. Daher ist diese Strategie nur dann rentabel, wenn der Geldzufluss aus der Short-Futures-Position die Anschaffungskosten und Haltekosten der Long-Position übersteigt.

Cash-and-carry-Arbitrage ist nicht risikofrei, da die Haltekosten steigen können, wie etwa ein Anstieg der Margin-Sätze. Das Marktbewegungsrisiko wird reduziert, da das Hauptereignis nach Beginn eines Handels die Lieferung des Vermögenswerts gegen den Futures-Kontrakt ist. Es besteht keine Notwendigkeit, zum Verfallszeitpunkt auf einen der beiden offenen Märkte zuzugreifen.

Physische Vermögenswerte wie Öl und Getreide benötigen Lagerung und Versicherung, während Aktienindizes wie der S&P 500 hauptsächlich Finanzierungskosten benötigen. Daher kann Arbitrage, ceteris paribus, in diesen nicht-physischen Märkten profitabler sein. Niedrigere Eintrittsbarrieren bedeuten, dass mehr Menschen Arbitragegeschäfte tätigen können. Dies führt zu effizienteren Preisen und geringeren Spreads, was die Gewinnmöglichkeiten verringert.

Weniger aktive Märkte können dennoch Arbitragemöglichkeiten bieten, solange auf beiden Seiten des Spiels – Spot und Futures – ausreichend Liquidität vorhanden ist.



Praktisches Beispiel für Cash-and-Carry-Arbitrage in Aktion


Betrachten Sie das folgende Beispiel für Cash-and-carry-Arbitrage. Angenommen, ein Vermögenswert wird derzeit zu 100 $ gehandelt, während der Ein-Monats-Futures-Kontrakt mit 104 $ bewertet ist. Darüber hinaus betragen die monatlichen Haltekosten wie Lagerung, Versicherung und Finanzierungskosten für diesen Vermögenswert 3 $.

In diesem Fall würde der Arbitrageur den Vermögenswert (oder eine Long-Position darin) zu 100 $ kaufen und gleichzeitig den Ein-Monats-Futures-Kontrakt (d.h. eine Short-Position darin) zu 104 $ verkaufen. Der Händler würde dann den Vermögenswert bis zum Verfallsdatum des Futures-Kontrakts halten und den Vermögenswert gegen den Kontrakt liefern, wodurch ein Arbitrage- oder risikofreier Gewinn von 1 $ erzielt wird.

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