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Chicken Tax

Die Chicken Tax verstehen: US-Zoll auf leichte Lastwagen erklärt



Was ist die Chicken Tax?


Die Chicken Tax, ein 25% Zoll auf importierte leichte Lastwagen, entstand 1964, nachdem europäische Länder Zölle auf amerikanisches Geflügel erhoben, was zu US-Vergeltungsmaßnahmen führte.1 Trotz globaler Veränderungen in der Handelspolitik bleibt dieser Zoll bestehen und beeinflusst den Automobilmarkt, indem er sicherstellt, dass in den USA gebaute Lastwagen die Verkäufe dominieren. Dieser Artikel erklärt seine Geschichte, Auswirkungen und anhaltende Relevanz in der heutigen Wirtschaft.



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Chicken Tax ist ein 25% Zoll auf in die USA importierte leichte Lastwagen, der 1964 eingeführt wurde.
  • Der Zoll war ursprünglich eine Vergeltungsmaßnahme gegen europäische Zölle auf amerikanisches Hühnchen.
  • Die Chicken Tax wird mit dem Schutz der US-Autoindustrie in Verbindung gebracht, wurde aber auch dafür kritisiert, ausländische Konkurrenz zu behindern.
  • Obwohl andere Zölle aus der ursprünglichen Executive Order aufgehoben wurden, bleibt der auf leichte Lastwagen bestehen.
  • Die US-Autoindustrie hat aktiv für den Erhalt der Chicken Tax lobbyiert, was die Marktdynamik von Lastwagen beeinflusst.
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Ursprünge und Auswirkungen der Chicken Tax


Industrielle landwirtschaftliche Methoden, die in den USA in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurden, führten zu einer enormen Steigerung der Hühnchenproduktion, und Produktionseffizienzen führten zu niedrigeren Preisen. Einst ein Leckerbissen, der für ein sonntägliches Familienessen reserviert war, wurde Hühnchen zu einem Grundnahrungsmittel der amerikanischen Ernährung. Und es gab reichlich Überschuss an Hühnchen für den Export nach Europa. Ein Artikel des Time Magazine aus dem Jahr 1962 stellte fest, dass der Hühnchenkonsum in Westdeutschland 1961 um 23% gestiegen war.23



Die europäische Landwirtschaftskrise und Zollvergeltung


In dieser Zeit hatten europäische Landwirte Probleme, sich vom Zweiten Weltkrieg zu erholen, und behaupteten, amerikanische Landwirte beherrschten den Markt und drängten sie aus dem Geschäft. Ende 1961 hatten Frankreich und Deutschland Zölle und Preiskontrollen auf US-amerikanische Hühnchen verhängt. Anfang 1962 beklagten sich US-Unternehmen über Umsatzverluste. Am Ende des Jahres schätzten sie, dass sie 25% ihrer Verkäufe aufgrund der europäischen Intervention auf dem Hühnchenmarkt verloren hatten. Europäische und US-amerikanische Diplomaten versuchten 1963 vergeblich, ein Handelsabkommen über Hühnchen zu erreichen.4



Die Rolle der Autoindustrie in der Geschichte der Chicken Tax


Unterdessen durchlitt die amerikanische Autoindustrie eine eigene Handelskrise. Die Importe von Volkswagen-Fahrzeugen stiegen in den frühen 60er Jahren stark an, als die Amerikaner den Käfer und seinen Cousin, den Type 2 Van, annahmen. Die Situation war so ernst, dass US-Autohersteller und die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) das Thema der deutschen Autoimporte an den Verhandlungstisch des Präsidenten brachten.5



Wichtig


Die Chicken Tax hatte nachhaltige Auswirkungen auf die US-Industrie, im Guten wie im Schlechten.

Die UAW hatte erheblichen Einfluss: Zu dieser Zeit versuchte Präsident Johnson, Walter Reuther – Präsident der UAW – davon zu überzeugen, kurz vor der Wahl 1964 keinen Streik auszurufen. Der Präsident wollte auch die Unterstützung der Gewerkschaft für seine Bürgerrechtsagenda. Er bekam, was er wollte, als Gegenleistung für die Aufnahme von leichten Lastwagen in die Chicken Tax. Die Verkaufszahlen von Volkswagen-Lastwagen und -Vans in den USA brachen ein.5



Aktueller Stand und Auswirkungen der Chicken Tax


Lobbyarbeit der Autoindustrie hält den Zoll bis heute am Leben. Das ist wohl der Grund, warum amerikanische Lastwagen immer noch die Lastwagenverkäufe in den USA dominieren. Allerdings muss angemerkt werden, dass viele dieser und anderer Fahrzeuge in Mexiko oder Kanada hergestellt werden, die beide eine bevorzugte Zollbehandlung erhalten können, wenn sie bestimmte Anforderungen des United States-Mexico-Canada-Abkommens (USMCA) erfüllen.6



Sind SUVs der Chicken Tax unterworfen?


Die meisten SUVs werden als leichte Lastwagen eingestuft und fallen daher unter die Chicken Tax.7 SUVs, die als Autos eingestuft werden, unterliegen nicht der Chicken Tax.8



Warum heißt es Chicken Tax?


Die Chicken Tax oder der Chicken-Zoll erhielt seinen Namen, nachdem mehrere europäische Länder Zölle und andere Beschränkungen für importierte amerikanische Vögel, insbesondere Hühnchen, verhängt hatten. Amerikanische Landwirte verloren erhebliche Einnahmen, und ihre Marktposition schrumpfte. Als Reaktion ergriff Präsident Johnson erneut Maßnahmen, indem er Zölle auf bestimmte europäische Importe wie leichte Lastwagen, Brandy und Kartoffelstärke erhob. Heute gilt die Chicken Tax nur noch für leichte Lastwagen, aber der Name bleibt.



Was ist der Chicken-Handelskrieg?


Nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichten technologische Fortschritte US-amerikanischen Landwirten, die Hühnchenproduktion zu steigern. Infolgedessen begannen sie, einen großen Anteil am globalen Hühnchenmarkt zu erobern. Unter dem Druck europäischer Landwirte, von denen viele pleitegingen, verhängten mehrere europäische Länder Zölle und Handelskontrollen auf aus den USA importierte Hühnchen und andere Vögel. Gleichzeitig erlebte die US-Autoindustrie ähnliche Schmerzen durch Umsatzverluste an ausländische Autohersteller. Als Reaktion darauf verhängte Präsident Johnson, der die US-Autoverkäufe verbessern und aus Vergeltung handeln wollte, Zölle auf importierte Lastwagen, Kartoffelprodukte und bestimmte Spirituosen.

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