Clearinggesellschaft
Clearinggesellschaften verstehen: Definition, Funktionen und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Clearing-Gesellschaft fungiert als Vermittler bei Finanztransaktionen und gewährleistet schnelle und effiziente Abwicklungen.
- Sie wickelt eine Vielzahl von Transaktionen ab, darunter Futures, Optionen und Aktiengeschäfte, indem sie zum Käufer für jeden Verkäufer und zum Verkäufer für jeden Käufer wird.
- Clearing-Gesellschaften sind bei komplexen Transaktionen wie Terminkontrakten unerlässlich, um das Vertrauen in den Markt zu sichern.
- Sie sind für die Regulierung der Lieferung von Wertpapieren und die Meldung von Handelsdaten verantwortlich.
- Jede Terminbörse hat ihre eigene Clearing-Gesellschaft, die dazu beiträgt, einen geordneten Marktbetrieb aufrechtzuerhalten.
Was ist eine Clearing-Gesellschaft?
Eine Clearing-Gesellschaft fungiert als Vermittler für die Bestätigung, Abwicklung und Lieferung von Finanztransaktionen. Sie gewährleistet den reibungslosen Ablauf der Märkte, indem sie Abwicklungen und Handelsmeldungen für Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen, Futures und Optionen verwaltet. Bei komplexen Geschäften wie Terminkontrakten spielen Clearing-Gesellschaften eine notwendige Rolle, um Effizienz und Zuverlässigkeit auf den Finanzmärkten aufrechtzuerhalten.
Wie Clearing-Gesellschaften Transaktionen vereinfachen
Um sicherzustellen, dass Transaktionen reibungslos ablaufen, werden Clearing-Gesellschaften zum Käufer für jeden Verkäufer und zum Verkäufer für jeden Käufer. Mit anderen Worten: Sie nehmen bei jeder Transaktion die Gegenposition zu einem Kunden ein.1 Zum Beispiel, wenn zwei Anleger eine Finanztransaktion vereinbaren, fungiert eine Clearing-Gesellschaft als Mittelsmann und erleichtert sowohl den Kauf als auch den Verkauf.
Solche Transaktionen umfassen Futures, Optionskontrakte, Aktien- und Anleihegeschäfte sowie Margin-Gelder. Darüber hinaus haben Clearing-Gesellschaften eine Reihe von Aufgaben, darunter die Regulierung der Lieferung von Wertpapieren und die Meldung von Handelsdaten.
Die Rolle der Clearing-Gesellschaften bei Terminkontrakten
Obwohl Clearing-Gesellschaften alle Arten von Transaktionen erleichtern können, sind sie bei komplexeren Geschäften wie Terminkontrakten am hilfreichsten. Terminkontrakte sind Finanzkontrakte, die einen Käufer verpflichten, einen Vermögenswert – wie eine physische Ware, z. B. Weizen – zu einem vorher festgelegten zukünftigen Datum und Preis zu kaufen, oder einen Verkäufer, ihn zu verkaufen.
Nehmen wir zum Beispiel an, der aktuelle Weizenpreis beträgt im Oktober 4,00 $ pro Scheffel und der Terminpreis 4,25 $. Ein Weizenbauer versucht, einen Verkaufspreis für seine nächste Ernte zu sichern, während Domino's Pizza versucht, einen Kaufpreis zu sichern, um zu bestimmen, wie viel sie im nächsten Jahr für eine große Pizza verlangen wird. Der Bauer und das Unternehmen können einen Terminkontrakt abschließen, der die Lieferung von fünf Millionen Scheffel Weizen an Domino's im Dezember zu einem Preis von 4,25 $ pro Scheffel vorsieht. Der Kontrakt fixiert einen Preis für beide Parteien. Es ist dieser Kontrakt – und nicht der tatsächliche, physische Weizen – der später auf dem Terminmarkt gekauft und verkauft werden kann.
Jede Terminbörse (wie die Chicago Mercantile Exchange) hat ihre eigene Clearing-Gesellschaft. Die Börsenmitglieder müssen ihre Geschäfte über die Clearing-Gesellschaft abwickeln und Geld auf der Grundlage von Margin-Anforderungen einzahlen, um ihren Sollsaldo zu decken.2 Die Clearing-Gesellschaften helfen, die Märkte zeitnah und geordnet zu halten. Dies wiederum gibt mehr Akteuren Vertrauen, Termingeschäfte zur Absicherung ihrer verschiedenen Risiken einzugehen.