Cns
Kontinuierliche Nettoabrechnung: Vorteile, Prozess und Beispiel erklärt
Wichtigste Erkenntnisse
- Continuous Net Settlement (CNS) wird von der NSCC verwendet, um Wertpapiergeschäfte effizient abzuwickeln und zu begleichen.
- CNS reduziert das Handelsvolumen zwischen Brokerhäusern, indem Transaktionen zu einer einzigen Long- und Short-Position saldiert werden.
- Die NSCC fungiert als Gegenpartei, um das Kontrahentenrisiko bei Geschäften zu eliminieren.
- CNS reduziert die täglichen Zahlungsaustausche um durchschnittlich 98%.
- Das System wickelt Geschäfte auf T+1-Basis ab.
Was ist Continuous Net Settlement?
Die National Securities Clearing Corporation (NSCC) verwendet Continuous Net Settlement (CNS), um Wertpapiergeschäfte hauptsächlich in den Vereinigten Staaten abzuwickeln und zu begleichen. CNS ist ein Prozess, der alle Geschäfte in einem bestimmten Wertpapier zu einer einzigen Netto-Position (Long oder Short) für ein Brokerhaus zusammenfasst, anstatt Geschäft für Geschäft abzuwickeln. CNS ist ein fortlaufender Netting-Prozess, der beispielsweise heute abzuwickelnde Geschäfte mit offenen Positionen aus vorherigen Tagen saldiert. CNS verwendet ein zentrales Buchungssystem, das den Fluss von Wertpapieren und Geldbeständen geordnet und effizient hält.
Detaillierte Erklärung des Continuous Net Settlement (CNS)
Während des CNS-Prozesses werden Berichte erstellt, die die Bewegungen von Geld und Wertpapieren dokumentieren. Dieses System verarbeitet die meisten Broker-zu-Broker-Transaktionen in den Vereinigten Staaten, die Aktien, Unternehmensanleihen, Kommunalanleihen, American Depositary Receipts (ADRs), Exchange-Traded Funds (ETFs) und Unit Investment Trusts betreffen. Die NSCC ist eine Tochtergesellschaft der Depository Trust Clearing Corporation (DTCC).
Hauptvorteile des Continuous Net Settlement (CNS)
Der Hauptvorteil von CNS besteht darin, dass der Austausch von Wertpapieren zwischen Gegenparteien minimiert wird. Die Positionen der NSCC-Mitglieder in jeder Emission werden am Ende des Tages zu einer einzigen Long-Position und einer einzigen Short-Position saldiert. An einem typischen Handelstag können große Finanzinstitute und ihre Kunden wiederholt Long- und Short-Positionen in Aktien und ETFs eingehen. Viele dieser Geschäfte heben sich letztendlich gegenseitig auf, erzeugen jedoch ein erhebliches Handelsvolumen zwischen einzelnen Aktionären.
Die NSCC ist während des CNS-Prozesses täglich die Gegenpartei für die Mitglieder, wodurch das Kontrahentenrisiko eliminiert wird. Wenn ein NSCC-Mitglied während eines Handelstages seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, erfüllt die NSCC diese. Im Jahr 2021 gab es mehr als 3.480 NSCC-Mitgliedseinträge, von denen viele für Abteilungen eines einzigen Unternehmens standen.¹ Die NSCC fungiert im CNS-Prozess als „ehrlicher Makler“ zwischen den Brokerhäusern.
Der CNS-Prozess hilft der NSCC, den Wert der ausgetauschten Zahlungen täglich um durchschnittlich 98% zu reduzieren. Außerdem ist es wichtig zu beachten, dass die NSCC Geschäfte in der Regel auf T+1-Basis abwickelt und begleicht.²
Praktisches Beispiel für Continuous Net Settlement in der Anwendung
Angenommen, Sie haben ein Brokerage-Konto bei Fidelity und kaufen 100 Aktien von Apple (AAPL). Ihre Order wird schnell ausgeführt, und Ihr Konto zeigt das Eigentum an den Aktien an.
Wenn Fidelity mehr Kunden hat, die Apples Aktien kaufen als verkaufen, müssen sie die Aktien von woanders beschaffen. Die Gegenpartei von Fidelity wird die NSCC sein und nicht ein anderes Brokerhaus. Später am Tag könnte Fidelity mehr Kunden haben, die Aktien von Apple verkaufen als kaufen, sodass sie diese an die NSCC verkaufen müssen.
Geschäfte zwischen Fidelity und der NSCC werden wiederholt stattfinden. Die meisten dieser Verkäufe und Käufe werden sich letztendlich gegenseitig aufheben. Am Ende des Tages wird Fidelity unter dem CNS-System eine einzige Long- und eine einzige Short-Position in Apples Aktie haben.