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Dac

Abgegrenzte Abschlusskosten (DAC) in der Versicherung: Definition und Überblick



Was sind latente Abschlusskosten (DAC)?


Latente Abschlusskosten (DAC) sind eine Rechnungslegungsmethode, die in der Versicherungsbranche angewendet wird. Die DAC-Methode ermöglicht es Unternehmen, die Kosten für die Gewinnung neuer Kunden über die Vertragslaufzeit der Versicherung zu verteilen.

Latente Abschlusskosten (DAC) sind die Kosten, die ein Versicherungsunternehmen für den Verkauf einer Police aufwendet, wie z. B. Provisionen oder Marketing. DAC werden über die Laufzeit eines Vertrags verteilt, anstatt auf einmal erfasst zu werden. Dies hilft Versicherern, hohe Anlaufkosten zu vermeiden, sodass sie ihre Erträge im Laufe der Zeit glätten können. DAC ist wichtig, weil es die Finanzergebnisse stabiler und vorhersagbarer macht. Rechnungslegungsvorschriften wie ASU 2010-26 bieten Leitlinien für den Umgang von Versicherungsunternehmen mit DAC.



Wichtige Erkenntnisse


  • Latente Abschlusskosten (DAC) helfen Versicherungsunternehmen, hohe Vorabkosten über die Laufzeit des Versicherungsvertrags zu verteilen.
  • DAC werden als Vermögenswert in der Bilanz erfasst und über die Laufzeit des Versicherungsvertrags abgeschrieben.
  • ASU 2010-26 hat die Richtlinien präzisiert und erlaubt Unternehmen, nur Kosten zu stunden, die mit erfolgreichen Neugeschäftsabschlüssen zusammenhängen.
  • Die Abschreibung von DAC erfolgt nach verschiedenen Methoden, einschließlich Prämien und geschätzten Bruttogewinnen oder -margen, abhängig von den FAS-Klassifikationen.
  • DAC trägt zu einem gleichmäßigeren Ertragsverlauf bei, indem Abschlusskosten im Laufe der Zeit mit erzielten Einnahmen abgeglichen werden.


Wie DAC Versicherungsunternehmen nützt


Versicherungsunternehmen stehen bei der Ausgabe neuer Policen vor hohen Vorabkosten, darunter Vermittlungsprovisionen an externe Vertriebspartner und Makler, Underwriting sowie medizinische Ausgaben. Oft können diese Kosten die in den ersten Jahren verschiedener Versicherungspläne gezahlten Prämien übersteigen.

Die Einführung von DAC ermöglicht es Versicherungsunternehmen, diese hohen Kosten (die sonst im Voraus bezahlt werden müssten) schrittweise zu verteilen – während sie Einnahmen erzielen. Die Anwendung dieser Rechnungslegungsmethode führt tendenziell zu einem gleichmäßigeren Ertragsverlauf.

Seit 2012 müssen Versicherer eine neue Regel des Federal Accounting Standards Board (FASB) einhalten: „Accounting for Costs Associated with Acquiring or Renewing Insurance Contracts“ (ASU 2010-26).

Der FASB erlaubt Versicherungsunternehmen, die Kosten für die Gewinnung neuer Kunden im Laufe der Zeit zu verteilen. Bei diesem Verfahren werden DAC als Vermögenswerte – und nicht als Aufwendungen – erfasst und können nach und nach abbezahlt werden.



Wichtig


Latente Abschlusskosten (DAC) werden als Vermögenswert in der Bilanz behandelt und über die Laufzeit des Versicherungsvertrags abgeschrieben.

Der FASB verlangt, dass Unternehmen die Salden gleichmäßig über die Vertragslaufzeit verteilen. Im Falle unerwarteter Vertragsbeendigungen schreibt der FASB vor, dass DAC ausgebucht werden müssen, unterliegen jedoch keinem Impairment-Test. Dies bedeutet, dass der Vermögenswert nicht daraufhin überprüft wird, ob er noch den in der Bilanz angegebenen Wert hat.



Wichtige Überlegungen zur Verwendung von DAC in der Versicherung




Wie die DAC-Abschreibung den Jahresabschluss beeinflusst


DAC zeigt die „nicht zurückgezahlte Investition“ in Policen und wird als immaterieller Vermögenswert gezählt, um Kosten mit Einnahmen abzugleichen. Im Laufe der Zeit werden die Abschlusskosten zu Aufwendungen, die den DAC-Vermögenswert verringern. Dieser Prozess, Abschreibung genannt, bezieht sich darauf, wie DAC-Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Jahre hinweg abnehmen.

Die Abschreibung erfordert eine Grundlage, die bestimmt, wie viel DAC für jede Rechnungslegungsperiode in Aufwand umgewandelt werden soll. Die Abschreibungsgrundlage variiert je nach Klassifikation der Federal Accounting Standards (FAS):

FAS 60/97LP – Prämien

FAS 97 – Geschätzte Bruttogewinne (EGP)

FAS 120 – Geschätzte Bruttomargen (EGM)

Nach FAS 60 werden Annahmen bei Vertragsabschluss „festgeschrieben“ und können nicht geändert werden. Nach FAS 97 und 120 basieren Annahmen jedoch auf Schätzungen, die bei Bedarf neu angepasst werden können. Die DAC-Abschreibung verwendet geschätzte Bruttomargen als Grundlage, und auf den DAC wird ein Zinssatz basierend auf den Anlagerenditen angewendet.



Wichtige Anforderungen für die Einhaltung der DAC-Rechnungslegung


Vor der Einführung von ASU 2010-26 wurde DAC vage beschrieben als Kosten, die „mit der Anschaffung von Versicherungsverträgen variieren und in erster Linie damit zusammenhängen“. Dies führte dazu, dass Unternehmen die schwierige Aufgabe hatten, zu interpretieren, welche Ausgaben für eine Abgrenzung qualifizierten, und oft veranlasste es eine breite Palette von Versicherungsunternehmen, die meisten ihrer Kosten als DAC zu kategorisieren.

Der FASB kam später zu dem Schluss, dass die DAC-Bilanzierung missbraucht wurde. Das Gremium reagierte mit klareren Richtlinien. ASU 2010-26 wurde von zwei wichtigen Änderungen begleitet, um die Aktivierungskriterien zu erfüllen:

Unternehmen dürfen nur Kosten stunden, die mit der erfolgreichen Platzierung von Neugeschäft verbunden sind, und nicht alle vertriebsbezogenen Ausgaben.

Nur ein Teil der Backoffice-Kosten, die direkt mit Einnahmen verbunden sind, kann als DAC-Vermögenswert betrachtet werden.

Beispiele für aktivierbare Kosten sind:

Provisionen, die über die endgültigen Provisionen hinausgehen

Underwriting-Kosten

Policy-Ausgabekosten

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